Frage zu Lehrgespräch

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  • Frage zu Lehrgespräch

    Hallo,

    ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

    Ich habe mich bei der praktischen AdA-Prüfung für ein Lehrgespräch entschieden, da mein Thema den kognitiven Bereich betrifft.

    Mein Thema ist die Prüfung einer Auftragsbestätigung. Der Azubi soll nach dem Gespräch in der Lage sein eine Auftragsbestätigung mit der dazugehörigen Bestellung zu prüfen und die wichtigsten Felder einer Auftragsbestätigung fehlerfrei erklären können.

    Ich werde ihm dazu am Anfang fragen ob er bereits Auftragsbestätigungen gesehen hat, bzw. kennt und worauf man achten sollte.

    Nachdem er mir hoffentlich einige Punkte genannt hat, werde ich ihm eine Musterauftragsbestätigung geben auf der er seine genannten Punkte markieren soll und eventuell noch weitere wichtige Punkte finden wird (ich gehe nicht davon aus, dass er mir am Anfang direkt alle wichtigen Punkte nennen wird und somit auf der AB noch einige Punkte finden wird, die ihm nicht auf Anhieb eingefallen sind).

    Während er seine wichtigen Punkte markiert hinterfrage ich den Sinn der einzelnen Felder, die er markiert.

    Um am Ende eine Erfolgskontrolle durchzuführen möchte ich ihm 2-3 Auftragsbestätigungen mit den dazugehörigen Bestellungen geben um zu testen ob er die vollständige Prüfung inklusive Erklärung der einzelnen Felder durchführen kann (hierzu kann er seine zu Beginn markierte Auftragsbestätigung als Hilfe nehmen).

    Meine Frage ist nun:

    Kann man in einem Lehrgespräch am Ende eine Übungsphase einbauen? Oder gehört das hier nicht rein?

    Hoffentlich könnt ihr mir helfen.

    :)
  • Hallo DK89,

    wenn Dein "Azubi" ein Mitglied des Prüfungsausschusses sein wird, rechne bitte damit, dass er keinerlei Vorkenntnisse hat.
    Die Antwort auf deine Frage wäre dann "Nein" und dann stehst Du da...
    Du solltest auf jeden Fall eine Unterweisungseinheit parat haben, d.h. Du erklärst die Vorgehensweise bzw. erarbeitest sie
    gemeinsam mit dem Azubi.
    Für die Übungsphase genügt es, diese anzudeuten, d.h. am Ende Deiner Unterweisungseinheit stellst Du in Aussicht, dass
    dieses Vorgehen gleich noch einige Male geübt werden muss. Du musst die Übung also dann nicht selber durchführen, zeigst
    aber, dass Du die Übung zur Festigung der Lerninhalte geplant hast.

    Viele Grüße
    Tiba
  • Hallo Tiba,

    danke für Deine Antwort.

    Laut unserer IHK werden echte Azubis aus Unternehmen gestellt, also kein Mitglied aus dem Prüfungsausschuss.

    Wäre es die bessere Variante ihm erst einmal zu erklären warum eine Auftragsbestätigung wichtig ist und ihm dann die Musterauftragsbestätigung vorzulegen in der er sich "austoben" kann?

    Während er die einzelner Felder markiert, soll er mir sagen warum er das tut und was die Folgen wären wenn die Felder falsche Werte enthalten würden.

    Am Ende würde ich ihn noch einmal den Sinn und Zweck einer AB erklären lassen inklusive aller Felder.

    Die Übungsphase würde ich dann nur andeuten.

    Wäre doch passend für ein Lehrgespräch oder?
  • Hallo DK89,

    ok, wenn Du es mit echten Azubis zu tun haben wirst, dann haben die erst recht keine Vorkenntnisse.
    Die Wichtigkeit einer Auftragsbestätigung solltest Du dann nicht nur erklären, sondern gemeinsam mit dem Azubi
    erarbeiten (Wozu ist sie gut, warum braucht man sie, evtl. rechtliche Situation (Kaufvertrag) etc.), ist ja
    schließlich ein Lehrgespräch und kein Vortrag.
    Dann lässt Du den Azubi tätig werden und lässt Dir erklären, warum er das so macht, Fehler ggfs. sofort korrigieren
    bzw. mit dem Azubi erarbeiten, was er gerade falsch gemacht hat. Am Schluss die Übungsphase andeuten.

    Viele Grüße
    Tiba
  • Okay, so in der Art werde ich das dann wohl machen.

    Ich meinte mit "erklären" auch eher, dass ich ihn durch gezielte Fragen zur Lösung bringe, also gemeinsames Erarbeiten.

    Nachdem er seine "Musterauftragsbestätigung" markiert hat und die Bedeutung der einzelnen Felder (durch weitere Fragen meinerseits) erklärt und verstanden hat, lasse ich ihn das alles noch einmal zusammenfassen oder, quasi als Erfolgskontrolle?
  • Hallo DK89,

    genau, die Erfolgskontrolle darf nicht fehlen. Achte darauf, dass Du auch auf unvorhergesehene Situationen eine
    Antwort hast. Wenn der Azubi keine Vorkenntnisse hat, oder lückenhafte Vorkenntnisse, oder falsche, ob er
    gut kooperiert oder mal störrisch wird...
    Meine "Azubine" war Prüfungsausschussmitglied und hat zwischendurch einfach mal den Faden verloren und kannte
    sich dann gar nicht mehr aus.

    Viele Grüße
    Tiba