Noch ein Fachwirt ?

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  • Noch ein Fachwirt ?

    Hallo ihr lieben,

    hab mich länger nicht blicken lassen. Ich habe im Juli 2015 den Wirtschaftsfachwirt abgeschlossen und im Dezember 2015 einen neuen Job angefangen ( arbeite in der Inspektion und Versicherungsabteilung für einen Wasserbauuunternehmen)

    Nun bin ich hin und her gerissen, welche Weiterbildung nun sinnvoll wäre. Ich würde mich sehr gerne im Bereich versicherungen fortbilden. Kann mir da jemand Tips geben, welchen Kurs man so machen könnte ? Hatte überlegen den Fachwirt für Versicherungen und Finanzen zu machen. Allerdings nimmt dieser auch viel Zeit in Anspruch.Hat den jemand schon gemacht ? Kann man den auch innerhalb einem JAhr fertig bekommen ?

    Höre gerne

    Eure Florw :)
  • Kann man den auch innerhalb einem JAhr fertig bekommen ?

    Vom Stundenumfang scheint der jetzt nicht Umfangreicher als der Bank oder Handelsfachwirt.

    Warum sollte das also nicht in einem Jahr gehen?

    Zulassung ist vielleicht eher die Frage.

    Nun bin ich hin und her gerissen, welche Weiterbildung nun sinnvoll wäre.

    Tja, das ist ne schwierige Frage, und ob dir der Fachwirtabschluss dann einen Job in der Versicherungsbranche in Aussicht stellt... oder worauf zielst du ab?

    Ich würd mir an deiner Stelle mal Material für diesen Fachwirt suchen, z.B. das Kiehlbuch dazu und mir nen Überblick verschaffen ob dir das was bringt.
    Falls nur Teilweise dann bildest du dich selbst halt weiter so das auf deiner jetzigen Stelle dann "mehr Ahnung hast", das kannste als erwachsene Fachwirtin ja auch ohne Kurs, Aufsicht und Abschluss.

    Grundsätzlich kann ein weiterer branchenspezifischer Fachwirt/Meister-Abschluss dem Fachwirt sinnvoll sein wenn die Inhalte und die Stelle stimmen.
    "Karrieretechnischer/Hierrarchischer Aufstieg" damit... nun kommt wie immer auf das Unternehmen und einen selber an.

    Die Alternativen wären der Betriebswirt IHK (Wasserbau vielleicht auch der Betriebswirt HwO interessant?) oder du machst nen verkürzten BWL Bachelor bei den Fern-FH (PFH, IUBH, FH Südwestfalen etc) oder über die FOM.

    Letztendlich stellt sich dann aber auch mit Studium in der "Bildungsblase" die Frage wo dann noch großartig Türen für einen aufgehen könnten. - und die muss man erstmal für sich realistisch selbst beantworten -
    Je mehr Leute mit Studium rumhüpfen umso wertloser wird das auf der einen Seite, auf der anderen Seite steht man umso dümmer da wenn man keins hat.

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Florw schrieb:

    hab mich länger nicht blicken lassen. Ich habe im Juli 2015 den Wirtschaftsfachwirt abgeschlossen und im Dezember 2015 einen neuen Job angefangen ( arbeite in der Inspektion und Versicherungsabteilung für einen Wasserbauuunternehmen)
    Hi, soweit ich mich entsinnen kann, wolltest du dich ursprünglich nach dem Wirtschaftsfachwirt an der Fern-Uni Hagen einschreiben, was du letztendlich wegen dem neuen Job abgeblasen hast.

    Florw schrieb:

    Nun bin ich hin und her gerissen, welche Weiterbildung nun sinnvoll wäre. Ich würde mich sehr gerne im Bereich versicherungen fortbilden.
    Weil du bei deinem Unternehmen in der Versicherungsabteilung arbeitest ? Glaubst du denn, das bringt dich bei deinem jetzigen Arbeitgeber weiter oder wolltest du wirklich bei einer Versicherung einsteigen ? Ich meine, Versicherungen sind ein weites Feld ...

    Florw schrieb:

    Hatte überlegen den Fachwirt für Versicherungen und Finanzen zu machen
    Es wird zumindest einen gewissen Teil der allgemeinen BWL geben, der sich mit dem Stoff des Wirtschaftsfachwirtes deckt; ob und in wieweit du über Versicherungen was sagen kannst, kann dir hier wahrscheinlich keiner sagen.

    Florw schrieb:

    Allerdings nimmt dieser auch viel Zeit in Anspruch.Hat den jemand schon gemacht ? Kann man den auch innerhalb einem JAhr fertig bekommen ?
    Ich würde @Timeburner zustimmen; vom Aufwand wird das so ähnlich sein, wie beim Wirtschaftsfachwirt. Allerdings dürftest du es mit dem Wissen eines Wirtschaftsfachwirtes in gewissen Themenbereichen leichter haben.

    Timeburner schrieb:

    Die Alternativen wären der Betriebswirt IHK (Wasserbau vielleicht auch der Betriebswirt HwO interessant?) oder du machst nen verkürzten BWL Bachelor bei den Fern-FH (PFH, IUBH, FH Südwestfalen etc) oder über die FOM.
    Was du machst, hängt letztendlich davon ab, was du meinst, mit dem Abschluss für deine berufliche Karriere erreichen zu wollen; ich meine, ein geprüfter Betriebswirt ist jetzt nicht unbedingt DER Spezialist für Versicherungen, während ein Fachwirt für Versicherungen & Finanzen nun nicht unbedingt DER Spezialist für ein Bauunternehmen ist.

    Timeburner schrieb:

    Letztendlich stellt sich dann aber auch mit Studium in der "Bildungsblase" die Frage wo dann noch großartig Türen für einen aufgehen könnten. - und die muss man erstmal für sich realistisch selbst beantworten -
    Je mehr Leute mit Studium rumhüpfen umso wertloser wird das auf der einen Seite, auf der anderen Seite steht man umso dümmer da wenn man keins hat.
    Ist letztendlich immer die gleiche Leier : es kommt eben nicht nur auf den Abschluss an. Es ist eben das Gesamtpaket, was dich weiterbringt... oder eben nicht.

    LG
    Garfield
    gepr. Betriebswirt (IHK)
    B.A. Business Administration

    "Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie das tun, was andere Menschen nicht tun (Henry Ford)."
    "Natürlich darf man auch mal hinfallen im Leben. Aber niemals liegen bleiben. (Werner Otto)"
  • Jetzt könnte man zunächst fragen, was bedeutet "weiterbringen" - fachlich oder auf der Karriereleiter?

    Mit einem Versicherungsfachwirt wird man bei einem Wasserbauunternehmen nicht der Top-Nachwuchskandidat sein, aber für die gefragte Tätigkeit ist man wohl super ausgebildet und gut für die Zukunft aufgestellt - solange die Tätigkeit, die vermutlich nicht ganz zum Kerngeschäft gehört (?), nicht outgesourct wird o. dgl.

    Hab ich ähnlich gemacht, in der Gebäudebetreuung eines Kreditinstituts mit dem Wifa und Fachwirt-Gebäudemanagement (und nicht als Bankfachwirt) und bin mit dem erlangten Wissen viel besser dabei. Das gleiche Geld, aber ich hab's leichter - auch ein Nutzen .
  • Vielleicht sollte ich nochmal genaueres erzählen.

    Ich hatte letzten Montag mein Mitarbeitergespräch und es läuft auch momentan sehr gut in meiner Firma.

    Die Idee von meinem Abteilungsleiter und mir ist, dass wir bzw.ich die Versicherungsvertreter besser durchschauen können und Ihre "Verkaufsmasche durchschauen" Man hat immer mehr das Gefühl, dass man übern Tisch gezogen wird. Ziel ist es, dass ich genau vor Augen habe, worauf es in dem Bereich ankommt." Kann man zu viel versichern etc. Risiko besser einschätzen. Vielleicht hat Timeburner recht und ich kann mich auch fürs erstmal nur mit den Inhalte vom Fachwirt für Versicherung und Finanzen beschäftigen. Denke jedoch, dass Präzensunterricht und der effektive Austausch schon sinnvoller ist.

    Das meine Abteilung irgendwann nicht mehr wichtig ist mag ich auch irgendwie bezweifeln. Ich bin für jede Versicherung zuständig von Sachversicherung, Hafttpflichversicherung, Havarien, Kfzversicherung, Bauwesen, Minendeckung etc. Ich versichere unsere Projekte und kümmere mich für den Fall der Fälle auch für die Schadensabwicklung und wirke auch mit , wenn wir unsere Projektaufträge erhalten, dass alles versichert ist ( Chartergeräte etc) Und Jeder Auftrageber hat ja auch wieder andere Vorgaben. Ich bekomme auch von unseren Kalkulatoren auch die Versicherungsbedingunen und prüfe stets, ob das jeweils in unseren Policen abgedeckt ist.


    Meine Zukunft sehe ich auch in den nächsten Jahren in dieser Firma ( weit voraus kann man nie planen) Der Wirtschaftsfachwirt hat mir sehr viel geholfen und wurde auch beim Gehalt mit berücksichtigt, Ich habe den Job von einer Kollegin übernommen, die nach 33 Jahren in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Es gibt nur mich und meinen Abteilungsleiter.( der in 7 Jahren wohl in Ruhestand geht)

    Ich möchte keine riesen Karriere machen, jedoch meine Kenntnisse vertiefen, die defintiv noch ausbaufähig ist in der Sparte Versicherung. Man Chef erhöht auch so, nach und meinen Gehalt ( in den 1,5 Jahre gab es schon Erhöhungen.)

    So richtig schlau, wird man im Netz auch nicht. Ich habe bereits mit einem Bildungsträger und mit der IHK gesprochen. Also mit "Weitbringen meine ich eher fachlich und somit auch meine Entwicklung im jetzigen Job. Was in 10 Jahren ist, weiß ich nicht. Jedoch möchte ich nicht zwangsläufig für irgendwelche versicherungsvertreter arbeiten, jedoch kann ich mir auch sehr gut vorstellen auch zukünftig im Versicherungsbereich tätig zu sein.
  • Florw schrieb:

    Die Idee von meinem Abteilungsleiter und mir ist, dass wir bzw.ich die Versicherungsvertreter besser durchschauen können und Ihre "Verkaufsmasche durchschauen" Man hat immer mehr das Gefühl, dass man übern Tisch gezogen wird. Ziel ist es, dass ich genau vor Augen habe, worauf es in dem Bereich ankommt." Kann man zu viel versichern etc. Risiko besser einschätzen.
    Wenn ich mir die "Strukturierung der schriftlichen Prüfung" so anschaue :

    ihk-berlin.de/blob/bihk24/ausb…achwirt_Finanzen-data.pdf

    so geht es in einigen Teilen dieses Fachwirtes um genau diesen Handlungsbereich (z.B. Sachversicherungen für gewerbliche Kunden : "Kriterien der Produktgestaltung unter Berücksichtigung von rechtlichen und kalkulatorischen Rahmenbedingungen darstellen und beispielhaft anwenden." Also was wird wem aus welchem Grund angeboten.

    Florw schrieb:

    Ich bin für jede Versicherung zuständig von Sachversicherung, Hafttpflichversicherung, Havarien, Kfzversicherung, Bauwesen, Minendeckung etc. Ich versichere unsere Projekte und kümmere mich für den Fall der Fälle auch für die Schadensabwicklung und wirke auch mit , wenn wir unsere Projektaufträge erhalten, dass alles versichert ist ( Chartergeräte etc) Und Jeder Auftrageber hat ja auch wieder andere Vorgaben. Ich bekomme auch von unseren Kalkulatoren auch die Versicherungsbedingunen und prüfe stets, ob das jeweils in unseren Policen abgedeckt ist.
    Was ich der o.a. Zusammenstellung nicht entnehmen kann, ist, was für Vorkenntnisse i,S. Versicherungen und Versicherungsgesellschaften für diesen Fachwirt nötig sind. Wenn du da irgendwo im Kurs sitzt und der Dozent sagt irgendwie so etwas wie ".. welche Versicherung bieten Sie einem T8 Kunden mit der Risikoklasse C an, der WE, FR und LMAA mitversichert haben will ?", also wenn da nur in Kurzform mit Fachbegriffen kommuniziert wird, dann könnte das schon problematisch werden.

    Florw schrieb:

    Ich möchte keine riesen Karriere machen, jedoch meine Kenntnisse vertiefen, die defintiv noch ausbaufähig ist in der Sparte Versicherung.
    Sofern dir der Fachwirt für deinen Job hilft, spricht ja auch nichts dagegen, den zu machen (... und deine Vorkenntnisse für den Abschluss ausreichen...); beteiligt sich denn dein Arbeitgeber ?

    (P.S) für Links kann ich keine Haftung übernehmen.

    LG
    Garfield
    gepr. Betriebswirt (IHK)
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  • Ja mein Arbeitgeber würde mich finanziell unterstützen. Allerdings, weiß ich auch nicht, ob die mích 2 Jahre , 2 stunden eher gehen lassen 2 mal die Woche, um an den Kurs teilzunehmen.Vielleicht sind auch kürzere Lehrgänge einfach besser, da auch dieser Fachwirt nicht in die Tiefe geht und jeder auch aus anderen Bereiche kommt.Teilweise stelle ich auch fest, dass manche Versicherungsvertreter auch keine Ahnung haben , was wir genau machen und was die uns somit "verkaufen"

    Werde mich wohl weiter umhören, was ich so für Möglichkeiten habe.
  • Ach so ist das...


    Nun in dem Fall, würd ich mir erstmal das "Grundmaterial" für Versicherungsleute ansehen, und dann direkt mich in die Themen/Versicherungsarten einlesen mit denen du so im Alltag umzugehen hast.


    Ob der Versicherungsfachwirt hier wirklich der "richtige Rahmen" und das Fachwissen vermittelt das du für deine jetzige Tätigkeit brauchst, das musst du selbst rausfinden. Ich glaub nicht wirklich.
    Aber er kann aber evtl ein "Vehikel" sein das beides verknüpfen kannst.

    Dich hier bei der Position "weiterzubilden" in der Richtung halte ich auf jeden Fall für Sinnvoll. Aber das zur Arbeitszeit in seiner Freizeit tun wenns auch so irgendwie geht... :P Du verstehst was ich meine.

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Ich denke , dass macht in dem Fall mehr Sinn "sich grundmaterial schaffen" Gibt bestimmt gute Sachen.

    Ich werde schon was passendes finden. :) Danke für Euer offenes Ohr. Denke einfach, dass ich mehrere Kurse brauchen werden, die mich in meiner Branche weiterbringen. Ich werde mir vielleicht noch Kursempfehlungen geben von Versicherer des Vertrauens. Ich glaube 2 Jahre mit Leuten in Kurse zu sitzen, die einem später Müll unterjubeln wollen , ist auch hart für mich hahaha. Denke auch durch Berufserfahrung, entwickelt man mehr und mehr ein Fingerspitzengefühl. Da bringt auch einem eine Fortbildung nichts.

    Ich denke mit meinen 28 Jahre bin ich schon auf einem guten Weg.
  • Timeburner schrieb:

    Nun in dem Fall, würd ich mir erstmal das "Grundmaterial" für Versicherungsleute ansehen, und dann direkt mich in die Themen/Versicherungsarten einlesen mit denen du so im Alltag umzugehen hast.
    In Deutschland gibt es ja eine (...gesetzlich kontrollierte...) Vertragsfreiheit; da wird sicherlich jede Versicherung mit "Ihren" Produkten ihr eigenes Süppchen kochen (... sofern das durch das VVG bzw. das BGB gedeckt ist...); dies zumal ja auch "Versicherungsvertreter" unterwegs sind, die faktisch gar keine "Versicherungsleute" sind.

    Ich würde versuchen, irgendwo für den betreffenden Fachwirt ein Skript oder einen Rahmenplan für den Versicherungsfachwirt aufzutreiben; ich denke, man müsste sich schon einmal informieren, was die Lerninhalte sind; zumal die Prüfungen lt. dem o.a. Link u.a. die Produktkalkulationen beinhaltet (... man kann also in Grundzügen nachvollziehen, wie was kalkuliert werden könnte...)

    Timeburner schrieb:

    Ob der Versicherungsfachwirt hier wirklich der "richtige Rahmen" und das Fachwissen vermittelt das du für deine jetzige Tätigkeit brauchst, das musst du selbst rausfinden.
    Bin ganz deiner Meinung :

    garfield1975 schrieb:

    Sofern dir der Fachwirt für deinen Job hilft, spricht ja auch nichts dagegen, den zu machen
    Ob ich @Timeburner damit zustimmen würde ?

    Timeburner schrieb:

    Ich glaub nicht wirklich.
    würde ich sagen, keine Ahnung ... dafür weiß ich zu wenig über deinen Job und auch zu wenig über diesen Fachwirt; wie sagt der Dichter ? Glauben ist eine Heilslehre...

    LG
    Garfield
    gepr. Betriebswirt (IHK)
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    "Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie das tun, was andere Menschen nicht tun (Henry Ford)."
    "Natürlich darf man auch mal hinfallen im Leben. Aber niemals liegen bleiben. (Werner Otto)"

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