Fachgespräch 2017 - Themen

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  • Fachgespräch 2017 - Themen

    Hallo zusammen,

    gestern das Fachgespräch gehabt an der IHK Weingarten (Ba-Wü). Hier die Aufgabenstellen:
    Ein Betrieb im Groß- und Außenhandel plant in Zukunft auszubilden. Sie sollen der Geschäftsführung vorschlagen, welcher Mitarbeiter als Ausbilder geeignet wäre.
    Frage1: Welche Anforderungen werden im Betrieb gestellt an den Ausbilder, Ausildungsbeauftragen und Ausbildungbetrieb, damit der Betrieb ausbilden darf.
    Frage2: Nennen Sie zwei Lernmethoden, bei denen der Azubi selbständig lernt und nennen Sie dazu ein Beispiel aus der Praxis
    Frage3: Welchen Führungsstil würden Sie empfehlen.

    Präsentation war zum einen das Flipchart mit der Gliederung 1. Anforderungen 2. Lernmethoden 3. Führungsstil 4. Mitarbeiterauswahl
    Dann auf den Präsentationswänden vier Blätter, für jeden Punkt eins:

    Anforderungen
    Ausbilder: persönlich, fachlich, pädagogisch
    Ausbildungsbeauftragen: fachlich
    Ausbildungsbetrieb: fachlich, persönlich

    Lernmethoden: Leittextmethode, Übungsfirma

    Führungsstile: Autoritär, Kooperativ, Laissez faire, Situativ --> meine Empehlung war situativ.

    Mitarbeiterauswahl: 100 % bei Anforderungen nötig, 50 % bei Führungsstilen.


    Dann 10 min die Punkte erläutert.
    Fachgespräch ging dann in die Tiefe beim Ausbidungsbetrieb (Ausbildungsverbund, Auftragsausbildung), Führungsstil (was ist situativ), Gesetze im Arbeitsrecht, Umgang mit Azubis, AGG, Ablauf eines Mitarbeitergesprächs.

    Freundliche Prüfer, die über Lücken hinweghelfen. (Lücken offen kommuniziert, man kann ja nicht immer alles auswendig wissen :) )

    Glückwunsch zur sehr gut bestandenen Prüfung, Feiermodus "an"
  • Da ja nicht jeder von euch bei FB unterwegs ist hier mal ein Thema was ich schon sehr hart finden



    Hallo Ihr Lieben,
    Ich hab heute mein Fachgespräch bei der IHK Neuss bestanden. Sie haben keine Note gesagt, aber gesagt ich hätte es „gut“ gemacht.
    Beim Thema war ich zuerst sehr überrascht… (Es gab keine Auswahl)...
    Sie möchten eine neue Filiale eröffnen.
    1. Was hat Einfluss auf Ihren Kapitalbedarf
    2. Unterscheiden Sie 3 Kreditarten und gehen sie dabei auf Tilgung und Zinsen ein
    3. Beschreiben Sie unterschiedliche Finanzierungsarten
    4. Welche Sicherheiten können Sie der Bank anbieten
  • Flo78 schrieb:

    Da ja nicht jeder von euch bei FB unterwegs ist hier mal ein Thema was ich schon sehr hart finden



    Hallo Ihr Lieben,
    Ich hab heute mein Fachgespräch bei der IHK Neuss bestanden. Sie haben keine Note gesagt, aber gesagt ich hätte es „gut“ gemacht.
    Beim Thema war ich zuerst sehr überrascht… (Es gab keine Auswahl)...
    Sie möchten eine neue Filiale eröffnen.
    1. Was hat Einfluss auf Ihren Kapitalbedarf
    2. Unterscheiden Sie 3 Kreditarten und gehen sie dabei auf Tilgung und Zinsen ein
    3. Beschreiben Sie unterschiedliche Finanzierungsarten
    4. Welche Sicherheiten können Sie der Bank anbieten
    yep das war ich wollte es auch gerade hier reinstellen ;)
  • Habe es schon einmal im falschen Forum gepostet, bin hier aber richtig:

    Hallo,


    hatte heute meine mündliche Prüfung in Pforzheim

    Situation:
    Mittelständischer Zulieferer Automobilindustrie möchte seinen Vertrieb um externe Mitarbeiter erweitern.


    Thema Assessment-Center zur Neueinstellung von Vertriebsmitarbeitern. Übungen für Kommunikation (Gruppendiskussion, Einzelgespräch, Präsentation), Verkaufsgeschick (Vertriebsgespräch mit fest definiertem Ziel, Ablauf Vertriebsverhandlung) und Selbständigkeit (Postkorb, Eigenständige Problemlösung, Komplette Vorbereitung Vertriebsaktivität) + Beurteilungskriterien (Stressresistenz, Zuhören, logische Argumentation, Selbstbewusstsein, Auftreten) erarbeiten.


    Nachfragen:
    - Einbindung BR in Aufgabenfindung? (habe ich mich rausmanövriert mit dem Hinweis, dass es ja eine schmale Gratwanderung zwischen Info und Einbindung ist, und es schlauer ist, den BR einzubinden, da dieser ja der Einstellung letztendlich zustimmen muss)
    - Alternative zu Assessment (Nutzwertanalyse mit Hinweis, dass ja hier nur fachlich gecheckt werden kann, während ich im Assessment Schwerpunkt aus Schlüsselqualifikationen gelegt hatte)
    - Führungsstil für Vertreiber (kooperativ)
    - Wieviele Leute ins Assessment und für Gruppenübungen (ges. 15, Gruppenarbeit 5)
    - Zielplanung (Bottom-up, top-down vs. Gegenstrom) (Gegenstrom, da Vertrieb näher am Kunden und so unrealistische Ansätze der GF angepasst werden können)
    - strategisches Ziel formulieren


    Ergebnis 100 Punkte.


    Bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist.


    Allen, die es noch vor sich haben: Viel Erfolg!
  • Katharina68 schrieb:

    Ergebnis 100 Punkte.


    Bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist.
    100 Punkte in der mündlichen? 8| Du musst die Abgezocktheit in Person sein. Herzlichen Glückwunsch! :thumbsup:

    Bei mir ging es um Personalentwicklung. Es gab eine Situationsbeschreibung über fast eine DIN A4
    Seite:

    - Altes Familienunternehmen im Kauf/Warenhausbereich
    - mehrere Filialen
    - ca. je über 600 Vollzeit und 500 Teilzeitbeschäftigte
    - Einsatz alter Software für Abrechnungen usw.
    - kein einheitlicher Ausbildungsplan
    - verantwortlich für Ausbildung meist Filialleiter, faktisch Abteilungsleiter
    - Ausbildungsanforderungen sind mehr oder weniger bekannt, aber man setzt auf die Schule
    - viele Mitarbeiter mit 20 Jahren und mehr Betriebszugehörigkeit
    - hohe Fluktuation unter jungen, vielversprechenden Mitarbeitern, die zur Konkurrenz gehen
    - mittelgute und nicht so tolle Mitarbeiter werden mitgezogen
    - Unternehmen sieht sich in sozialer Verantwortung
    - Unternehmen steht unter Druck durch Ketten und Internet-Shops
    - klassisches Sortiment, bieder im Vergleich zur Konkurrenz
    - Mitarbeiterverhalten animiert nicht sonderlich zum Kauf
    - Weiterbildungsangebote bestehen und Mitarbeiter werden problemlos freigestellt, aber es gibt nur Liste aus Angebot von IHK und lokalen Anbietern, aus der sich die Mitarbeiter etwas aussuchen können
    - Mitarbeitergespräche werden geführt, aber keine Laufplanplanung durchgeführt
    - die neue Juniorchefin meint, es wäre bisher nur Personalentwicklung nach dem Gießkannenprinzip erfolgt

    Aufgaben:
    =========

    1. Erstellen Sie für die neue Juniorchefin über Soll/Ist-Vergleich und unter Berücksichtigung der Organisation ein Konzept für die Personalentwicklung.
    2. Wie kann die Personalentwicklung nachhaltig gestaltet werden?
    3. Wie lässt sich die Effektivität der Maßnahmen kontrollieren?

    Nach der Präsentation gab es Nachfragen:

    - Woher wissen Sie, welcher Bildungsträger etwas taugt? Wie bereiten Sie eine Maßnahme vor?
    - Bevorzugen Sie interne oder externe Maßnahmen?
    - Wenn die Juniorchefin mich fragte, was sie denn nun tun solle, um den verflixten Laden wieder ans Laufen zu bekommen, was würde ich antworten? (Essenz aus dem bisherigen)
    und noch eine, an die ich mich nicht mehr erinnern kann.

    Ich konnte auch ein »sehr gut« erreichen und bin auch sehr erleichtert, fertig zu sein. Die Atmosphäre fand ich sehr angenehm.
  • @zeterundmordio Herzlichen Glückwunsch zu dem sehr guten Bestehen :) .

    Was mich noch interessieren würde:
    - Wie hast du hier eine Präsentation gebastelt?
    - Was waren deine Hilfsmittel (Projektor?, Flipchart?)
    - Hast du eine Gliederung erstellt? Wenn ja, was waren die einzelnen STichpunkte? Hast du einfach die Überschriften genommen?
    - Was waren deine Antworten auf diese Fragen?
    - Wie bist du überhaupt an diese Thema rangetreten?

    Danke schon mal für die Antworten.
  • Was du nicht alles wissen willst…
    ;)

    Die Prüfung fand in Bochum statt.

    Zuerst einmal habe ich mir die umfangreiche Beschreibung durchgelesen und alles markiert, was mir wichtig erschien. Diese Inhalte habe ich dann auf einem Zettel in kurzen Stichworten aufgenommen und mir Zusatzinfos zur Erläuterung notiert. Daraus und den Aufgaben drängte sich die Gliederung ja gerade auf.

    Diese habe ich auf einem Flipchart erstellt:

    Personalentwicklung
    ------------------------

    1. Vorstellung / Einführung
    2. Konzept
    - Ausbildung
    - Fort-/Weiterbildung
    3. Nachhaltigkeit sichern
    4. Effektivität sichern
    5. Fazit

    Die einzelnen Punkte habe ich dann über verschieden farbige Pinnwandkarten abgehandelt, die ich sukzessive angepinnt und erläutert habe. Pro Aufgabe habe ich eine Kartenfarbe verwendet. Die Hauptthemen waren immer grün unterstrichen. Neben das Kästchen mit den Nadeln und die noch nicht angepinnten Karten habe ich den Zettel mit den Stichpunkten gelegt, so dass ich beim Aufnehmen der Karten und Nadeln kurz einen Blick darauf werfen konnte.

    Die Karten sahen etwa so aus, in Klammern noch Erläuterungen:

    Konzept
    - Ausbildung
    - Einheitlicher Ausbildungsplan
    - Klare Zuständigkeiten (Ausbilder mit entsprechender Qualifikation)
    - Eignung der Ausbildungstätte (z.B. wegen veralteter Software prüfen)
    - Fort-/Weiterbildung
    - Anforderungsprofile (Was brauchen wir überhaupt? Sitzen die richtigen Personen auf den Stellen? Stellenbeschreibungen mit Anforderungsprofilen erstellen)
    - Potentialanalyse (vorhandene Kompetenzen der Stelleninhaber ermitteln)
    - Bedarfe ermitteln (Stärken und Schwächen ermitteln. Kann entwickelt werden? Ist Versetzung nötig?)
    - Maßnahmen mit Mitarbeitern entwickeln (Maßnahmen auf Mitarbeiter abstimmen, nicht Gießkanne)
    - Motivation stärken (um Mitarbeiter zu halten und Interesse zu wecken)

    Nachhaltigkeit sichern
    - Ausbildungsplan
    - Laufbahnplanung (um Mitarbeiter zu binden und Maßnahmen zu planen)
    - regelmäßige Schulung (damit erworbenes nicht wieder verloren geht und neue Entwicklungen berücksichtigt werden können)
    - Effektivität sichern

    Effektivität kontrollieren
    - Rückkehrgespräche (nach Maßnahme, War Anbieter in Ordnung?, Passten die Inhalte? usw.)
    - Erfolgskontrollen (Prüfungen usw., Mitarbeiter zur Anwendung der neuen Kenntnisse ermuntern)
    - Transferkontrollen

    Antworten auf die Fragen im Fachgespräch waren etwa:

    F: Woher wissen Sie, welcher Bildungsträger etwas taugt? Wie bereiten Sie sich auf die Auswahl vor?

    A: Ich prüfe folgendes:

    - Ruf
    - vorherige Erfahrungen
    - Erkundigungen einziehen
    - Zertifizierungen
    - Wie ist das Angebot?
    - Gibt es außer den gerade benötigten noch darauf aufbauende Angebote, damit eine langfristige Zusammenarbeit ermöglicht wird?
    - Kosten
    - Zeit
    - Ort

    F: Bevorzugen Sie interne oder externe Maßnahmen?

    A: Mischung aus beiden, um vorhandenes Know-how nicht zu verlieren und neues hinzu zu gewinnen. Schwerpunkt auf externen Maßnahmen, da altes know-how nicht ausreicht (biederes Angebot, wenig attraktives Verhalten der Verkäufer) und der Abstand zur Konkurrenz aufgeholt werden muss.

    F: Wie gehen Sie mit nicht an Maßnahmen interessierten Mitarbeitern um, insbesondere denen aus der Teilzeit? (Diese Frage hatte ich bisher vergessen.)

    A: Über Mitarbeitergespräche und Laufbahnplanung Möglichkeiten aufzeigen. Viele Teilzeitmitarbeiter sind wahrscheinlich Mütter mit jüngeren Kindern. Diesen die Rückkehr auf Vollzeit in Aussicht stellen, aber klarmachen, dass Maßnahmen dafür Voraussetzung sind. In manchen Fällen ist auch schlicht Anordnung der Teilnahme erforderlich, auch wenn das erst einmal nicht unbedingt motiviert.

    F: Wenn die Juniorchefin mich fragte, was sie denn nun tun solle, um den verflixten Laden wieder ans Laufen zu bekommen, was würde ich antworten? (Essenz aus dem bisherigen)

    A: Frisches Blut ins Unternehmen bringen, um Trägheit und Betriebsblindheit abzubauen, also neue Mitarbeiter umwerben und vor
    allem halten. Z.B. eben über Entwicklungsmaßnahmen, soziale Leistungen. Evtl. Anpassung der Führungskultur, ggf. von patriarchalisch (alter Familienbetrieb) zu kooperativ.