Nerven in den Griff bekommen

  • Nerven in den Griff bekommen

    Hallo an alle,

    Ich werde im November in die handlungsspezifischen Prüfungen gehen und habe nun das gleiche Problem, wie vor dem ersten Teil: meine Nerven. Ich jetzt schon völlig fahrig und nervös. Das blockiert natürlich auch beim lernen.

    Habt ihr Tipps und Tricks, um die Nerven in den Griff zu bekommen? (Zur Info: an fehlender Vorbereitung kann meine Nervosität nicht liegen, ich investiere sehr viel Zeit fürs lernen).

    Freue mich auf eure Rückmeldungen.

    Viele Grüße
    Katrin
  • Hallo Katrin,
    ziemlich schwierig das Thema. Jeder Mensch tickt anders.Was tatest du vor dem ersten Teil und wie lief dieser bei dir? Ich nahm vor jeder Prüfung Bachblüten Globuli (gibt es auch als Tropfen). Ich fand ich war ruhiger (ob das jetzt echt war oder Plazebo-Effekt ist ja am Ende egal, da es gewirkt hat). Ich glaube du musst dir einfach immer wieder sagen, das allerschlimmste was passieren kann ist, man fällt durch und schreibt beim nächsten Mal nach. Die Welt geht dadurch nicht unter und das Leben geht auch weiter :) Du hast nichts zu verlieren sondern was zu gewinnen. Falls es (warum auch immer nicht klappt), nach vorne schauen, positiv denken und besser machen :)
    Es kommt auf viele Faktoren an. Deine Vorbereitung (passives und aktives Wissen), deine Tagesform und natürlich auch auf die Aufgaben. Glück gehört natürlich auch dazu. 2 Tage vor meiner Prüfung habe ich das KANO Modell gelernt und es kam dann wirklich dran. So konnte ich mir 9 Pkt sichern :D
    Ich würde am Vortag ziemlich früh aufstehen und an diesem Tag nichts mehr lernen. Sport machen, kein Kaffee oder Koffein über den Tag und dich ablenken. Abends dann müde ins Bett, damit du früh einschläfst.
    Die Bachblüten Tropfen kannst du auch schon 3-4 Tage vor der Prüfung täglich nehmen und am Morgen vor der Prüfung.
    Positiv mit einem guten Gefühl hingehen und ins Schreiben kommen :) Die Zeit ist ausreichend und es sind ja viele Aufgaben, d.h. auch wenn du mal zu 1-2 Aufgaben nicht so viel weißt, mache die anderen und am Ende versuchst dein Bestes. Schreibe auf jedenfall was hin :)
    Du wirst das schon packen. ;)

    Viel Glück :)
  • Ich kenne das Problem, bin auch ein Nervenwrack. Was mir beim ersten Teil sehr gut geholfen hat

    * Habe vom Heilpraktiker Tropfen bekommen, die sollte ich beim Lernen und in der Prüfung nehmen. Ähnlich wie Bachblüten. Mag Hokus Pokus sein, aber solange es hilft, ist es mir egal

    * Am Tag vor der Prüfung nichts mehr für die Prüfung machen. Nicht noch schnell was angucken. etc. Lieber ein Bad nehmen, Spazieren gehen, einen Tee trinken.

    * Facebook Benachrichtungen von einschlägigen Gruppen und WhatsApp Gruppen zu diesem Thema meiden wie der Teufel das Weihwasser. Ich habe alle Benachrichtungen ausgestellt. Ist wie damals in der Schule. Alle machen sich mit abstrusen Themen und "habt ihr das gelernt????" Fragen total verrückt.

    * Am Abend vor der Prüfung ein Glas Wein oder einen kleinen Schnaps trinken (hat sich für mich bewährt, ich schlafe da einfach besser und bin entspannter. Ist aber sicher nicht für jeden was)

    Und einfach das Wissen, gut vorbereitet zu sein ;)
  • Habt ihr Tipps und Tricks, um die Nerven in den Griff zu bekommen?

    Naja, wenn einem die Kugeln um die Ohren Pfeifen oder man sich mit dem Auto überschlägt ist es definitiv schlimmer...


    * Am Tag vor der Prüfung nichts mehr für die Prüfung machen. Nicht noch schnell was angucken. etc. Lieber ein Bad nehmen, Spazieren gehen, einen Tee trinken.

    Naja, "kurz angucken" geht schon, aber "lernen" braucht man da wirklich nicht mehr.

    kein Kaffee oder Koffein über den Tag

    Koffein macht zwar wach, aber auch fahrig und steigert die Gefahr von Angstattacken etc. am Tag davor, und am Prüfungstag nichts (oder weniger als sonst) ist keine schlechte Idee...

    Alle machen sich mit abstrusen Themen und "habt ihr das gelernt????" Fragen total verrückt.

    Ich hab kein Facebook, aber das "Verrücktmachen" wird dann auch vor der Prüfung vor der Tür stattfinden, also nicht zu früh kommen und dann mit anderen Prüflingen mit Panik reden. - Lieber nochmal die Beine vertreten, Klo gehen etc. rumsitzen wird man in den kommenden Stunden mehr als genug... Bei den HSQ schlimmer als den WBQ...

    In der Prüfung selber:
    Keine Zeit mit "Emotionen und Gefühlen" verschwenden, denkt daran das eure Gefühle eben nur Gefühle sind die kommen und gehen und mit der Realität nichts zu tun haben müssen.

    In der Prüfung geht es nur darum eine Leistung abzuliefern, also konzentriert die Fragen abzuarbeiten und die Lösungsblätter zu füllen. Das ist alles.
    Für Selbstzweifel, Panik etc. ist auch gar keine Zeit einkalkuliert, also gar keine Zeit dafür verschwenden sondern das machen was ihr geübt habt, die Klausuraufgaben.

    Und wenn da eine Frage "so schwierig" - "aussieht" ist das sie euch einschüchtert, oder ihr denkt "Oh Gott, wasn dass für..." diese für Später aufheben und erstmal die anderen machen.

    -

    Das kann man eigentlich auch auf den Lernprozess übertragen, Zeit die ihr zum "Grübeln" verschwendet, die verwendet lieber zum lernen, oder üben. Wenn ihr die Zeit habt dann seid ihr Entweder nicht müde genug und habt nicht genug gemacht, und wenn es für euch "objektiv" genug ist und ihr "Freizeit" habt dann macht anstatt euch selbst auf die Nerven gehen lieber was sinnvolleres oder angenehmeres... Hobbys, Sport, Freunde anrufen, "Feiern" gehen, Musik hören, lecker Essen usw usf...

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Hi Katrin,

    ich hoffe die Antwort kommt nicht zu spät:-)

    Mach dir bitte keinen Stress zu den Prüfungen. Sei entspannt und genieße das Gefühl etwas für Dich zu tun. Ja Bachblüten und Co. mögen kleinere Helfer sein. Die hab ich bei meiner Führerscheinprüfung vor laaaaanger Zeit auch genommen:-) Hilft ein bisschen aber eben nicht lange.

    Was wirklich hilft ist das gute Gefühl wirklich gut vorbereitet zu sein. Wie bekommt man das?
    1. Hol dir Sicherheit bei deinen Prüfungsaufgaben und versuche die Themen und Antworten zu verstehen. Ich habe mir immer wieder die Antworten von Themem, die ich nicht auf Anhieb verstanden habe, vor Augen geführt und hinterfragt was sich noch dahinter verbirgt. Das hilft das Thema oftmals besser zu verstehen und hat den Nebeneffekt, dass du dir automatisch Eselsbrücken baust.

    2. Sprich mit deinen Dozenten. Es gibt niemanden der deine Situation besser kennt und dich darauf vorbereiten kann. Lass dir über Unsicherheiten von deinem Dozenten hinweg helfen. Du bist sicherlich über Mail mit den jeweiligen Dozenten verbunden. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es oftmals einen kleinen Motivationsschub gibt, der dir auch Sicherheit gibt. (Danke an Herrn Fresow an dieser Stelle)

    3. Mach dich frei vom Gedanken, zu erahnen was kommt. Du wirst es in der Prüfung selbst erfahren. Jedes mögliche Szenario verschwendet vorweg einfach nur Energie. Das heißt nicht, dass du keinen Plan B haben darfst. Im Gegenteil. Beschränke dich aber auf das was du beeinflussen kannst. Du wirst sehen, dann gibt es nur 2-3 mögliche Szenarien. Und die sind alle nicht schlimm:-)

    4. Beginne jede Prüfung mit einem Ritual. Ich hab erst mal was gegessen:-) War zwar komisch für meine Banknachbarn aber für mich war das beruhigend. Rituale schaffen bei uns ein gefühl von etwas vertrautem...Das lässt deine Nerven auch ein bisschen runter kommen:-)

    5. Du weißt die Antwort nicht? Zerlege die Frage in einzelne Teile und Frage dich was damit gemeint sein könnte. Danach hast du eine Idee? Dann schreib sie auf dem Beiblatt auf. Im Antwortbogen schreibst du es aus und beginnst mit den Worten... "Wenn mit Der Frage gemeint ist,..., dann lautet die Antwort... Hierbei wird zwar auch die Frage bewertet aber auch der Aspekt den du damit verstanden hast. Ausnahmen bestätigen hier natürlich ebenfalls die Regel. Wenn eine Frage konkret gestellt ist, hilft das nur bedingt.

    6. Du hast es geschafft dich selbst für eine Weiterbildung zu motivieren. Du hast es wie viele vor dir geschafft dich zur Prüfung freiwillig anzumelden und bist nun bereit für den letzten (oder auch vorletzten) Schritt. Deshalb hast du auch Zeit und Energie investiert, dich für die Prüfung fit zu machen. Mit Erfolg. Denn du wirst nicht nichts wissen! Die Frage ist deshalb nicht ob du die Prüfung bestehst, sondern mit welcher Zensur!

    So... Nun solltest du auf dich selbst vertrauen. Du machst das schon.

    LG
    Betriebswirt 2014

    PS: Lass uns doch wissen wie du die Prüfung bestanden hast?;-)
  • Bei mir ist das immer bei mündlichen Prüfungen oder Vorträgen und Präsentationen am schlimmsten!
    Mein Herz fängt so unglaublich doll an zu schlagen und meine Hände zittern wie verrückt.
    Habe immer echt das Gefühl kurz vor einem Kollaps zu sein.
    Obwohl ich wirklich immer sehr gut vorbereitet bin und mich intensiv mit den Themen auseinandersetze...
    wirklich schlim...