Selbststudium, Vollzeit oder doch Nebenberuflich zum Betriebswirt??

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  • Selbststudium, Vollzeit oder doch Nebenberuflich zum Betriebswirt??

    Hallo ihr Lieben,

    ich stehe jetzt vor der Frage auf welchem Weg ich mich zum Betriebswirt weiterbilden soll. Es gibt so viele Möglichkeiten und wäre so dankbar über hilfreiche Informationen von euch.
    Würdet ihr die Weiterbildung Vollzeit oder Nebenberuflich oder doch im Eigenstudium machen?
    An Unterlagen für das Selbststudium ranzukommen ist ja nicht schwer, aber schafft man es alleine? Man muss sich dann nur für die IHK Prüfung anmelden und alle anderen Kosten außer Material bleiben einen erspart.

    Was würdet ihr mir empfehlen?

    Vielen lieben dank!
    Ramona
  • Hallo Ramona,

    leider ist deine Frage sehr allgemein gehalten und ohne jegliche Hintergrundinformationen kann man dir da wenig gute Auskunft geben.
    Es kommt eben darauf an, welcher Lerntyp du bist und wie selbstdiszipliniert du arbeiten kannst/willst. Jede Form hat seine Vor- und Nachteile:
    hier nur ein paar beispielhaft:
    Weiterbildung Vollzeit:
    pro - du kannst dich voll darauf konzentrieren und benötigst weniger Zeit
    contra - du verdienst kein Geld
    Weiterbildung Nebenberuflich an Akademie o.ä.:
    pro - du kannst weiter Geld verdienen, sieht im Lebenslauf immer gut aus
    contra - muss bezahlt werden, dauert mind. 1,5 Jahre
    Weiterbildung Nebenberuflich Fernstudium:
    pro - du kannst deine Lernzeit frei einteilen
    contra - Selbstdisziplin, muss bezahlt werden
    Selbststudium:
    pro - du sparst Kursgebühren
    contra - kannst dich bei Fragen an keinen Dozenten wenden, Selbstdisziplin

    Ich persönlich habe nebenberuflich an einer Akademie (zweimal wöchentlich abends und zwei Vollzeitwochen über 1,5 Jahre) den Fachwirt gemacht und ich fand das für mich auch gut. Ich hatte mit den Kosten kein Problem, weil das vom Arbeitgeber übernommen wurde. Ich fand es für mich leichter mich an geregelten Terminen in der Akademie einzufinden, statt mich abends eigenständig hinzusetzen. Ich nehme aber zum Beispiel aus so einem Unterricht das meiste mit. Ist eben auch eine Typfrage.

    Weiß nicht, ob dir das jetzt viel weiter bringt, aber ich glaube ich würde den Betriebswirt nicht im Selbststudium machen wollen.
    VG
  • Ein gefühlter Zwischenschritt ist der WFW eigentlich nur deshalb, weil man damit bereits auf einem guten Weg zum Betriebswirt ist :)

    Der BW ist auf Grund seines Prüfungsumfangs nicht zu unterschätzen (noch ein Prüfungstag und 5 Stunden Prüfung mehr; dazu noch die Projektarbeit; außerdem statt einer zwei mündliche Prüfungen, eine wg. Personal und eine wg. Projektarbeit).

    Aber wer den WFW hat, der hat den BW schon halb in der Tasche; da gibt es teils deutliche Überschneidungen in den Themenfeldern.

    Ähnlich wie beim WFW: Teil 1 (mit mehreren kürzeren Klausuren - allerdings auf 2 Tage verteilt) ist eher heftig; Teil 2 (wie beim WFW an 2 Tagen je eine Situationsaufgabe) ist eher gemütlich. So jedenfalls habe ich das empfunden.
  • Spiele auch mit dem Gedanken den Betriebswirt zu machen der wirtschaftsfachwirt ist einfach nur gefühlt ein zwischen Schritt zum betriebswirt aber einfach wird es sicherlich nicht werden hat schon jemand Erfahrungen gemacht.


    Ich bin zwar noch beim Fachwirt, peile den Betriebswirt aber schon mit an und schau jetzt beim lernen für die HSQ immer auch rüber ins Kiehl-Buch für die Betriebswirte.

    Die Überschneidungen besonders mit dem Wirtschaftsfachwirt sind groß weil der vom Aufbau her sowieso schon näher am Betriebswirt dran ist als die anderen Fachwirte, wer als Industriefachwirt den Betriebswirt IHK macht, für den ist z.B. Marketing dann ganz neu. Der Betriebswirt geht hier halt noch mehr in die Tiefe. Insbesondere Recht und Bilanz und Steuern muss man nochmal ne ganze Schippe zu den WBQ draufschlagen.
    Der Betriebswirt IHK ist da bei den letzten Reformen näher an den Bilanzbuchhalter herangerückt.
    Projektmanagement geht nochmal mehr in die Tiefe, das ist dann mehr wie beim technischen Fachwirt/Industriemeister.

    Wirklich "neu" gegenüber dem Wirtschaftsfachwirt ist das Modul "Europäische und internationale Wirtschaftsbeziehungen". Und Bilanz und Steuern sind der große Posten nochmal.

    Ansonsten hat der Wirtschaftsfachwirt alles schonmal angerissen, Finanzierung, Unternehmensformen, die ganzen Personalthemen usw.

    Wer den Wirtschaftsfachwirt nicht nur mit Ach und Krach bestanden hat, der wird es im Betriebswirt nicht erheblich schwerer haben.

    (Und wer den Fachwirt+Betriebswirt hat, da ist der Weg zum BWL-Bachelor an ner Fachhochschule auch nicht mehr weit)








    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Hallo,
    ich bin gerade dabei meinen Veranstaltungsfachwirt abzuschließen und würde gerne direkt den Betriebswirt dranhängen. Da ich mit dem Vorbereitungskurs zum Fachwirt nicht wirklich zufrieden war würde ich es im Selbststudium versuchen. Unterlagen gibt es ja ausreichend.
    Alleine stelle ich mir die Vorbereitung allerdings sehr zäh vor, weshalb ich auf der Suche nach Mitstreitern bin;)
    Ist hier vielleicht jemand der die Prüfung im Herbst 2015 machen will?
    Viele Grüße
    Philipp
  • Ich hatte das Glück, von meinem Arbeitgeber für die Unterrichtszeit freigestellt zu werden, Also habe ich in 2,5 Monaten 45 Tage (Unterricht) + 10 Tage (Prüfungsvorbereitung) absolviert. Zusätzlich zu jeweil 3 Wochen intensivem Lernen mit alten Prüfungen hat das bei mir für ein ordentliches Ergebnis gereicht. Für mich war klar, dass ich weder Abendschule, noch einen Wochenendlehrgang durchziehen würde.