Nach dem Fachwirt studieren?

  • Nach dem Fachwirt studieren?

    Hallo zusammen,
    ich habe dieses Jahr den Fachwirt im Gesundheit - und Sozialwesen gemacht. Nun überlege ich noch Management im Gesundheitswesen/ Medizinökonomie zu studieren und meinen Bachelor zu machen. Meint ihr das ist sinnvoll? Also hat man damit dann mehr Chancen im Berufsleben und baut das Studium auf die Weiterbildung zusätzlich auf? Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen. Oder macht es mehr Sinn den Betriebswirt an den Fachwirt anzuhängen?
    Freue mich über ein paar antworten :)
  • sandravs schrieb:

    Oder macht es mehr Sinn den Betriebswirt an den Fachwirt anzuhängen?


    Kommt drauf an, was du vorhast. Der Bacherlor wäre ein Hochschulabschluß und der von dir genannte außerdem auf die Branche fokussiert. Der IHK-BW ist branchenneutral, kein Hochschulabschluß, dafür aber u. U. erheblich schneller und preiswerter zu haben (wobei das fachliche Niveau keinesfalls zu unterschätzen ist).

    Erfahrungen in deinem Bereich habe ich leider nicht, aber angenommen, ich würde meine berufliche Zukunft im Gesundheitswesen sehen und hätte die Zeit und das Geld für ein Hochschulstudium, dann würde ich das wahrscheinlich angehen. Würde ich mir dagegen die Option für andere Branchen etwas offener halten wollen und außerdem vielleicht neben der Berufstätigkeit in absehbarer Zeit einen Abschluß erreichen wollen, dann würde ich eher zum IHK-Betriebswirt tendieren.
  • Hallo sandravs,
    habe auch jetzt im Mai meinen Fachwirt und überlege meinen Bachelor oder Master in Sozialmanagement zu machen.
    Mich würde es auch interessieren, wie das Vorgehen ist. Man hatte uns gesagt, dass man nach dem Fachwirt studieren gehen kann, auch ohne Abitur, finde im Internet dazu nichts. Momentan fördert mich komplett mein Arbeitgeber, meine Mutter ;-)! Deswegen möchte ich mich gerne soviel wie möglich Weiterbilden, da es sonst zu Kostenintensiv ist ca 1700 pro Semester + 330 irgendein Semesterbeitrag. Wer hat dazu Erfahrungen? Wieviel schwerer ist das Studium, beim Niveau sagt man der Fachwirt 6, Bachelor 7, ist es tatsächlich noch schwerer???? Bitte auch um Antworten. Ausserdem will ich kein Fernstudium.
  • Fachwirt haben den Hochschulzugang. Ein Studium ist einfach anerkannter als der Betriebswirt IHK. Zudem ist der Betriebswirt IHK überhaupt nicht auf unsere Branche bezogen, da lernst Du beispielsweise was über Außenhandel.
    Die Management im Gesundheitswesen sind für Fachwirte locker machbar, ca. 70% wissen die schon, nur wird es eben zusätzlich noch theoretischer.
    Für das berufsbegleitende Studium gibts auch staatliche Förderungen, kommt auch auf das Bundesland an.
    Thomas Wüst - AQAdA

    Prüfungsvorbereitung für die Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)

    AQAdA.de
  • Milana schrieb:

    Hallo sandravs,
    habe auch jetzt im Mai meinen Fachwirt und überlege meinen Bachelor oder Master in Sozialmanagement zu machen.
    Mich würde es auch interessieren, wie das Vorgehen ist. Man hatte uns gesagt, dass man nach dem Fachwirt studieren gehen kann, auch ohne Abitur, finde im Internet dazu nichts. Momentan fördert mich komplett mein Arbeitgeber, meine Mutter ;-)! Deswegen möchte ich mich gerne soviel wie möglich Weiterbilden, da es sonst zu Kostenintensiv ist ca 1700 pro Semester + 330 irgendein Semesterbeitrag. Wer hat dazu Erfahrungen? Wieviel schwerer ist das Studium, beim Niveau sagt man der Fachwirt 6, Bachelor 7, ist es tatsächlich noch schwerer???? Bitte auch um Antworten. Ausserdem will ich kein Fernstudium.


    Hallo Milana,

    ein Studium ist um Längen schwieriger als eine berufliche Aufstiegsfortbildung (z.B. Fachwirtin). Dazu gehört weitaus mehr Eigeninitiative, da einem im Studium keiner alles "vor den Hintern" trägt.

    Der Bachelor ist wie der Fachwirt auf DQR-Level 6 angesiedelt, ist aber eben ein Hochschulabschluss und höherwertig. Der Fachwirt/die Fachwirtin ist zwar gleichrangig, aber nicht gleichwertig. Je nachdem, wie man es definieren will.

    Aus meiner beruflichen Erfahrung mit Fachwirten und Meistern kann ich nur sagen, dass hier mindestens 80% derer, die nach der Fortbildung ins Studium einsteigen (von denen ich weiß), nach 6 Monaten wieder abbrechen, weil es einfach zu schwer ist und eine andere, viel selbstständigerer Aufarbeitung von Wissen darstellt.

    Ich will damit keine Angst schüren, aber zur Vorsicht mahnen. Wenn das Studium anvisiert wird, dann heißt es: sich komplett umstellen und nochmal 100% oben drauf packen. Es ist machbar, keine Frage!

    Viele Grüße

    KaBe
  • Ich habe Studienunterlagen von verschiedenen Fernstudiengängen vorliegen und Kontakt zu vielen Studenten und Dozenten.
    Wie gesagt die Studiengänge an sich sind so schwer nicht, sondern für Fachwirte durchaus lösbar, so meine Meinung und die einiger Dozenten/Studenten.

    Jetzt kommt aber das große ABER:

    Die Bachelor Studiengänge, insbesondere die Fernstudiengänge (auch mit Präsenzveranstaltungen), bedürfen enormer Disziplin! Eine versäumte/verhaute Klausur bedeutet nachlernen und trotzdem im neuen Stoff noch mitkommen.

    Ich habe da gerade aktuelle Zahlen:

    Pflegemangement:

    im fünften Semester nur noch 6 von 22 Teilnehmern dabei. (Fernstudium mit Präsenzveranstaltung)
    Thomas Wüst - AQAdA

    Prüfungsvorbereitung für die Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)

    AQAdA.de