Erst Wifa, jetzt Betriebswirt?

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  • Titelmissbrauch schrieb:

    Mein Punkt besteht: Wenn der deutsche Staat Bachelor und Fachwirt/Betriebswirt als gleichwertig erachten würden, würde sich das auch im Tarifvertrag wiederspiegeln.

    Und wo stehst du selbst?

    Siehst du nun entweder fachliche Unterschiede beim Niveau der Abschlüsse oder aber Widersprüche bei deren Anerkennung (DQR vs. Tarifvertrag) auf Seiten des Staates?
  • Titelmissbrauch schrieb:

    Ok, jetzt hast du also eine weitere private Schule mit Kooperation zum ausländischen Abschluss, eine FH die eine Zugangsprüfung und Berufstätigkeit nach dem Fachwirt o.ä. erwartet und eine private Schule, die im Ausnahmefall beruflich qualifizierte annimmt. Das einzige was die von dir genannten Anstalten gemeinsam haben ist, dass sie einen Haufen Geld verlangen.
    Stimmt, und die weitere Gemeinsamkeit ist, dass diese Schulen einen Mastertitel unter Anrechnung des Betriebswirtes oder Fachwirtes anbieten, ohne vorher den Bachelor-Grad als Zugangsvoraussetzung zu fordern. Die Fachhochschulen u.a. mit Akkreditierung.

    Titelmissbrauch schrieb:

    Die beruflichen DQR6 Weiterbildungen werden keineswegs einem Bachelor gleichgesetzt und erlauben auch keinen Einstieg in den Master. Nur weil du hier ein paar komische Beispiele rausgesucht hast ist dein Argument nicht valide.
    Soll das die Krücke für fehlende Sachargumente werden ? Nochmal : lies es dir durch und du wirst feststellen, dass du letztendlich mit dem vorher gemachten Betriebswirt, ohne den Bachelor gemacht zu haben, bei anerkannten Fachhochschulen den Master machen kannst. Ganz nebenbei : Die Hochschule Koblenz (ehemals Fachhochschule Koblenz) ist eine staatliche Fachhochschule in Rheinland-Pfalz; die den Fachwirt, wie auch den Betriebswirt als Zugangsmöglichkeit zu einem Masterstudiengang bietet. Insofern ist das einzige, was "nicht valide" ist, deine Aufnahmefähigkeit für Sachargumente.

    Titelmissbrauch schrieb:

    Wenn man dann mal in die Zulassungsordnungen der grossen, normalen FHs und Unis schaut, stellt man schnell fest, dass diese die beruflichen Weiterbildungen als Abitur-Ersatz anerkennen und nach einer Einzelfallprüfung eine Zulassung zu Bachelor-Studiengängen erlauben.
    ...der "großen normalen FH' s und Unis ?" was soll das denn für eine Einordnung sein ?

    Ein akkreditierter Bachelor ist, völlig unabhängig davon, ob er von einer Uni oder einer privaten Fachhochschule verliehen worden ist, ein anerkannter akademischer Grad. Wie schon oben geschrieben, gibt es keine für die Hochschulart spezifisch unterschiedlichen Vorgaben (z. B. Dauer des Studiums) und alle Hochschulen und Unis unterliegen denselben Akkreditierungsanforderungen; auch die, wie du es nennst, "großen normalen FH' s und Unis."

    Titelmissbrauch schrieb:

    Irrelevant. Mein Punkt besteht: Wenn der deutsche Staat Bachelor und Fachwirt/Betriebswirt als gleichwertig erachten würden, würde sich das auch im Tarifvertrag wiederspiegeln.
    ... es gibt auch Unternehmen, die mitten im demografischen Wandel altersbezogenen Personalabbau betreiben; macht es das richtiger, weil es hin und wieder große Konzerne sind ? Nur weil der Staat seine Einstellungspraxis hat, macht es diese Praxis nicht richtiger; wie gesagt, jeder der in seinem Leben leistungsgerecht bezahlt werden will, sollte ganz bestimmt nicht beim Staat anfangen.

    Widerspiegeln tut sich höchstens, dass die im Dienste des Staates stehende Beamte und Angestellte in einer Häufigkeit Mio.-Beträge in den Sand setzen, dass man durchaus daran zweifeln kann, dass das "qualifizierte Fachkräfte" sind. Solche Leute wären in der freien Wirtschaft für alle Zeiten erledigt.

    Titelmissbrauch schrieb:

    Keine Ahnung was das zur Sache tut.
    ... das merkt man.

    Titelmissbrauch schrieb:

    Genau. Warum sollte ich ein Werbebild der IHK als Quelle akzeptieren, wenn im offiziellen DQR der Betriebswirt auf Stufe 6 ist?
    ...lies mal die eingestellten Links... der Betriebswirt ist aktuell auf keiner DQR-Stufe aber es wurde von dem Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung empfohlen, Ihn auf Stufe 7 einzuordnen.

    Sorry, aber nur weil du deinen Bachelor vielleicht von der Uni hast, ist der für mich persönlich keinen Deut wertiger als ein akkreditierter Bachelor einer (...von mir aus auch einer privaten) Fachhochschule oder einem geprüften Betriebswirt. Das wirst du nur mit deiner unbelegten Meinung nicht ändern können.

    LG
    Garfield
    gepr. Betriebswirt (IHK)
    B.A. Business Administration

    "Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie das tun, was andere Menschen nicht tun (Henry Ford)."
    "Natürlich darf man auch mal hinfallen im Leben. Aber niemals liegen bleiben. (Werner Otto)"

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von garfield1975 ()

  • <p>Master ohne Bachelor ist ein Sonderfall im Rheinlandpfälzischen Hochschulgesetz.</p><p>@@@wcf_empty_line@@@</p><p>Was irgendwelche Anrechnungen angeht liegen die bei maximal 50% der gesamten ECTS-Punkte eines Studiengangs - immer. FW+BW pauschale Anrechnung bieten genug staatliche Hochschulen, in Bayern z.B. die FH Rosenheim oder die TH Nürnberg.</p><p>@@@wcf_empty_line@@@</p><p>Mit irgendwelchen TQR Rahmen hat das aber nix zu tun.</p>

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Oha, da hab ich ja eine Diskussion losgetreten ;)

    Ob ich den akademischen BW oder den bei der IHK mach, stand für mich persönlich nie zur Debatte.
    Definitiv: IHK.
    Hier ist der Praxisbezug gegeben, ich war noch nie der Typ für stures auswendig lernen. Gerade bei den HBQ beim Wifa letztes Jahr hab ich z.B. zwar knapp 300 Karteikarten im Vorfeld geschrieben, sie aber dann nicht ein einziges mal genutzt. Wirklich stur auswendig gelernt hab ich überhaupt nicht.
    Im ersten Jahr hatten wir in VWL einen Professor als Dozenten, der die VWL an Funktionen erklärt hat... gar nicht mein Fall ;)
    In den HBQ Prüfungen (sowohl schriftlich als auch mündlich) hab ich versucht, so viel wie irgendwie möglich praxisbezogen zu schreiben/ zu reden und entsprechend den Ergebnissen war diese Methode wohl nicht verkehrt.
    Passt also zu dem, was Sweetie geschrieben hat - man muss anwenden können.

    Fernstudium kommt für mich auch nicht in Frage - der wöchentliche Unterricht ist schon allein für den inneren Schweinehund nötig ;-)... außerdem für mögliche Fragen, die sich beim Lernen zuhause ergeben.

    Für mich kommt im Anschluss auch keine weitere derartige Weiterbildung in Frage.
    Ich strebe keinen akademischen Abschluss oder ähnliches an. Ich möchte einfach mein kaufmännisches Hintergrundwissen erweitern und meine Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt optimieren.
    Der Wifa hat mich bisher nicht wirklich weiter gebracht.
    Ich weiß nicht, wie oft bei der IHK so ein verkürzter Kurs angeboten wird. Zum anderen ist das Lernen jetzt noch nicht ganz so lang her (Wifa-Abschluss Juni 2015) und es wird auch nicht unbedingt leichter, umso älter man wird ;-)... das sind meine Beweggründe.

    Habe mich in der Zwischenzeit auch schon angemeldet. Im April gehts los. Prüfungen sind dann im Juni 2017, November 2017 und im März/ April 2018 werde ich dann hoffentlich fertig sein.

    Viele Grüße,
    Daniela
  • Daniela_123 schrieb:

    Habe mich in der Zwischenzeit auch schon angemeldet. Im April gehts los. Prüfungen sind dann im Juni 2017, November 2017 und im März/ April 2018 werde ich dann hoffentlich fertig sein.
    Viel Erfolg! Schön Zähne zusammenbeißen: Leider habe ich schon den einen oder anderen gesehen, der das Handtuch geschmissen hat (wohl bemerkt bei Fachwirt auch viele). Lass dich nicht unterkriegen. Wo machst Du denn die Prüfung wenn ich fragen darf? Ich werde meine ersten fünf Fächer in München in Juni 2017 ablegen( so wie ich da mein Handelsfachwirt auch Juli 2015 abgelegt habe).
    Geprüfter Handelsfachwirt IHK

    Geprüfter Betriebswirt IHK in der Röhre, Prüfung Frühjahr 2017
  • TK schrieb:

    Gar nicht. ;)

    Daher ist der von mir zitierte Stand der aktuelle.
    ... hast ja selber gesehen, was da im Internet so alles erzählt wird; aber ich denke, wenn das schon durch wäre, hätten wahrscheinlich alle IHK' s davon berichtet.

    Bleibt also abzuwarten was jetzt mit der Empfehlung passiert. Kann sich bei einer Behörde ja auch nur noch um Jahre handeln....

    LG
    Garfield
    gepr. Betriebswirt (IHK)
    B.A. Business Administration

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    "Natürlich darf man auch mal hinfallen im Leben. Aber niemals liegen bleiben. (Werner Otto)"

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  • Tomate schrieb:

    Titelmissbrauch schrieb:

    Mein Punkt besteht: Wenn der deutsche Staat Bachelor und Fachwirt/Betriebswirt als gleichwertig erachten würden, würde sich das auch im Tarifvertrag wiederspiegeln.
    Und wo stehst du selbst?

    Siehst du nun entweder fachliche Unterschiede beim Niveau der Abschlüsse oder aber Widersprüche bei deren Anerkennung (DQR vs. Tarifvertrag) auf Seiten des Staates?

    garfield1975 schrieb:

    ... es gibt auch Unternehmen, die mitten im demografischen Wandel altersbezogenen Personalabbau betreiben; macht es das richtiger, weil es hin und wieder große Konzerne sind ? Nur weil der Staat seine Einstellungspraxis hat, macht es diese Praxis nicht richtiger; wie gesagt, jeder der in seinem Leben leistungsgerecht bezahlt werden will, sollte ganz bestimmt nicht beim Staat anfangen.

    Widerspiegeln tut sich höchstens, dass die im Dienste des Staates stehende Beamte und Angestellte in einer Häufigkeit Mio.-Beträge in den Sand setzen, dass man durchaus daran zweifeln kann, dass das "qualifizierte Fachkräfte" sind. Solche Leute wären in der freien Wirtschaft für alle Zeiten erledigt.

    garfield1975 schrieb:

    ...der "großen normalen FH' s und Unis ?" was soll das denn für eine Einordnung sein ?

    Ein akkreditierter Bachelor ist, völlig unabhängig davon, ob er von einer Uni oder einer privaten Fachhochschule verliehen worden ist, ein anerkannter akademischer Grad. Wie schon oben geschrieben, gibt es keine für die Hochschulart spezifisch unterschiedlichen Vorgaben (z. B. Dauer des Studiums) und alle Hochschulen und Unis unterliegen denselben Akkreditierungsanforderungen; auch die, wie du es nennst, "großen normalen FH' s und Unis."
    Zusammengefasste Antwort zu den 3 Zitaten:
    Wo stehe ich? Zuerst mal: Ich bin nicht im öffentlichen Dienst. Das Beispiel öffentlicher Dienst habe ich gewählt, da es 1. ein riesiger Arbeitgeber ist und 2. die Politik direkten EInfluss hat. Das Beispiel zeigt also eine gewisse Scheinheiligkeit, in dem man zwar berufliche Qualifikationen auf nichtsbedeutenden Papieren lobt, aber wenn es zur Sache geht (= Gehalt) davon nichts wissen will. Durch meine Geschwister habe ich eine gewisse Idee was die Qualifikationen beinhalten, da jede Schulart, sowie Ausbildung/Studium/Fachwirt/Meister etc vertreten ist. Persönlich finde ich, dass da Welten bei Bachelor/Master und berufliche Weiterbildung dazwischen liegen und der Staat mit seiner Bezahlung die Realität besser Abbildet als mit dem DQR und ich bin fest davon überzeugt, dass die berufliche Weiterbildung nur aufgrund des Mangels an ausreichenden DQR/EQF Levels auf einer Stufe gelandet sind sowie der Anbiederung an das Wahlvolk geschuldet ist.

    Garfield, ich finde es ziemlich dreist wie du hier auf den öD eindrischst. Da gibt es auch viele hart und gut arbeitende Leute. Mit einer gewissen "Betriebsgrösse" geht halt auch mehr Schief (sieht man ja auch bei grossen Konzernen) und durch den politischen Einfluss wird halt manches auch suboptimal gehandhabt auch wenn es die ausführenden Angestellten eigentlich besser wüssten. Das Gehalt und weiche Faktoren sind gerade bei verbeamteten meist sogar sehr sehr gut (v.a. wenn man Pension einberechnet).
    Garfield, Du scheinst auch meine Argumentationsweise immer noch nicht verstanden zu haben. Ich habe ja bereits gesagt warum ich den öD als Beispiel genannt habe (u.a. da es viele Arbeitnehmer betrifft). Aus dem gleichen Grund habe ich von den grossen FHs und Unis gesprochen, da es einfach auch um die Masse geht. Ein Argument, welches man auf Ausnahmen stützt hinkt. Du hast meinen Punkt definitiv noch nicht verstanden, da meine Argumente absolut nichts mit der Gleichwertigkeit von deutschen/internationalen FH/Uni-Abschlüssen zu tun haben. Da kannst du noch 20 mal ausführen, dass die rechtlich gleich sind. Das habe ich doch hier nie bestritten oder irgendwie für eine Ungleichheit argumentiert. Mein Argument ist, dass die Gleichwertigkeit von Bachelor und Fachwirt/Betriebswirt als DQR6 Abschluss hinkt, da ein beruflicher DQR6 Abschluss keinen regelmässigen Zutritt zu Masterstudiengängen erlauben wie es beim Bachelor der Fall ist. Es handelt sich um Ausnahmen, dass man zu einem Masterstudiengang zugelassen wird. Im grossen und ganzen gibt es keine Anerkennung durch die Deutsche Hochschullandschaft.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Titelmissbrauch ()

  • Heisser Tee, ich mach den Kurs bei einer IHK in der Nähe von Hamburg - also genau "am anderen Ende des Landes" ;)
    Beim Wifa ist bei uns eine Teilnehmerin vorzeitig abgesprungen, eine weitere nicht zur Prüfung angetreten.
    Bei ihr kann ich aber nicht sagen, ob sie evtl. im Herbst dann geschrieben hat.

    Aufgeben aufgrund von "kein Bock" oder "zu viel" ist eigentlich keine Option für mich.
    Klar hatte ich auch beim Wifa Tage, an denen ich am liebsten alles hingeworfen hätte, aber das ist wohl normal.
    Und auch beim BW kommt garantiert der Moment, in dem ich mich frage, wie ich eigentlich so bescheuert sein konnte, mich anzumelden. :D
  • Titelmissbrauch schrieb:

    Persönlich finde ich, dass da Welten bei Bachelor/Master und berufliche Weiterbildung dazwischen liegen

    Na dann sag das doch gleich, statt umständlich auf die Vergütungspraxis des Staats zu verweisen (die mit dem fachlichen Niveau oder der abgelieferten Leistung übrigens gar nichts zu tun haben muss - siehe z. B. die Unterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrern).

    Ansonsten: Jeder hat da so seine Erfahrungen. Guck dir mal studierte Wirtschaftswissenschaftler an, die sich am Geprüften Bilanzbuchhalter als Zusatzqualifikation versuchen (das kommt gar nicht so selten vor).
    Die sagen fast immer selbst, daß sie vom IHK-Prüfungsniveau überrascht bis geschockt sind, und nicht wenige scheitern auch daran.


    Mein Argument ist, dass die Gleichwertigkeit von Bachelor und Fachwirt/Betriebswirt als DQR6 Abschluss hinkt, da ein beruflicher DQR6 Abschluss keinen regelmässigen Zutritt zu Masterstudiengängen erlauben wie es beim Bachelor der Fall ist.

    Dann war also deiner Meinung nach vor rund 50 Jahren die abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung der abgeschlossenen handwerklichen Berufsausbildung ebenfalls nicht gleichwertig, weil der Handwerker nen Meister machen konnte, während der "Kaufmannsmeister" (vulgo: Fachwirt) als Fortbildungsabschluss noch nicht erfunden war (und gelernte Kaufleute ja so selten zur handwerklichen Meisterprüfung zugelassen werden)?

    Und andererseits: Um den Bachelor zu machen, braucht es nix als Abitur; für nen Fachwirt gibt's praktisch keine Prüfungszulassung ohne relevante Berufserfahrung. Bedeutet: "Nur" mit Abitur kannste keinen Fachwirt machen; mit Hauptschulabschluss + Lehre + 2 Jahre Berufserfahrung schon. Das Abitur allein erlaubt also keinen regelmässigen Zutritt zur Fachwirtprüfung - was sagt das nun über dessen Wertigkeit, wenn du deine eigene Argumentation mal zuende denkst?

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