Fachwirt... aber wie?

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  • Zur Studiumsberechtigung:

    In Freistaat Bayern muss man nicht mal ein Abitur oder eine Fortbildung genossen haben um studieren zu können. Hier reicht es wenn man eine mindestens zwei jährige Ausbildung genossen hat + drei Jahre volle Berufspraxis, sowie ein Beratungsgespräch an einer Uni oder FH.

    Zu den 400 Stunden getraue ich mich nichts zu sagen, weil das wirklich so klingt als müsse man 400 Stunden Unterricht nachweisen. Aber wie soll man das machen, ich kann mich zu nen Kurs anmelden und trotzdem nicht hingehen....
    Geprüfter Handelsfachwirt IHK

    Geprüfter Betriebswirt IHK in der Röhre, Prüfung Frühjahr 2017
  • Es unterschied ob Fachgebunden wegen Berufszugang, das ist anderes verfahren. Oder eben Allgemeine Hochschulzulassung wegen Fortbildungsprüfung, da will man nur einen Nachweis das diese Fortbildung eben auf so und soviele Stunden in Kurse angesetzt ist.
    Das einzige offiziele Dokument das dazu existiert ist im Rahmenplan.
    Die Fortbildung muss den entsprechenden § vom Bildungsministerium entsprechen, in keiner dementsprechenden Verordnung steht aber hier aber irgendwas über Pflichtteilname von irgendwelchen Vorbereitungskursen. Zumal ein nicht unerheblicher Teil eh bei privaten liegt und die Anwesenheit da nicht mit der Stechuhr nachvollzogen wird. Das wäre absurd. Genau wie die Abstruse Vorstellung, den Kurs nur bis 400 oder 401 Stunden buchen... und danach abbrechen.

    Es geht nur darum das die Fortbildung bzw. die Meisterprüfung einen entsprechenden Umfang hat, nicht wie z.B. alte HWK-Fachwirtprüfungen die Verwechslungsgefahr dem Namen nach bieten aber nur auf 200, 300 Stunden angesetzt sind und eigentlich nur mit dem bestehen der "grundlegenden Qualifikationen" beim Industriemeister IHK vergleichbar wären...

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Timeburner schrieb:

    Was zählt ist nur der bestandene Abschluss.
    Das wäre ja ein Unding. Da kannste gleich das "Fachwirt-Anerkennungs-Abi" als Persilschein ausdrucken.
    Demnach, wären deiner Meinung nach, alle FWe hochschulberechtigt, welchen einen FW-Titel haben, dessen vorgesehener Rahmenlehrplan mind. 400 UE nennt. Egal, ob derjenige die 400 UE beansprucht hat oder nicht.
    Ich nehme das jetzt mal so hin, befasse mich noch mal mit dem Thema.
  • Demnach, wären deiner Meinung nach, alle FWe hochschulberechtigt, welchen einen FW-Titel haben, dessen vorgesehener Rahmenlehrplan mind. 400 UE nennt.

    Alle Fachwirte und alle Meister (und entsprechende Qualifikationen nach dem Seemannsgesetzes) und auch andere Fortbildungsprüfungen mit Ordnung nach dem Bundesbildungsgesetz und eben diesem Stundenumfang. Es geht in erster Linie darum das es nicht eine Sachkundeprüfung oder sonstwas ist.

    Dazu die "staatlich geprüften" Betriebswirte, Erzieher, Techniker und div. Fachschulabschlüsse Pflegedienst.

    Übrigens auch die VWA Betriebswirte, die sind auch "Meisterequivalent" anerkannt.


    Was den Umfang der Fortbildung angeht ist auch das einzige offiziele Dokument das dazu auskunft geben kann eben der Rahmenplan.
    Es gibt auch genug Kurse die die Präsenzzeiten wegen OnlineStudium, Fernstudium etc. deutlich unterschreiten, und du wirst auch garantiert nicht bei jedem Bildungsträger hier irgendwelche Stundenangaben mit bescheinigter Anwesenheit im Teilnahmezeugnis für den Vorbereitungskurs finden... Das wäre ja auch absurd.



    Das wäre ja ein Unding. Da kannste gleich das "Fachwirt-Anerkennungs-Abi" als Persilschein ausdrucken.

    Den "Vordruck" dafür gibts bei ein paar FH in Bayern sogar tatsächlich zum ausdrucken. Darauf kommt dann die Durschnitssnote aus der Fortbildung und das Siegel der Hochschule nach Teilnahme am Beratungsgespräch.

    In allen anderen Bundesländern brauchste den Wisch sowieso nicht, das Zeugnis reicht.

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Timeburner liegt hier definitiv richtig. Entscheidend ist die Regellehrgangszeit, die im DIHK-Rahmenplan vorgegeben wird, nicht die Anzahl der Lehrgangsstunden, die beim Bildungsträger angeboten wurden oder sogar die Lehrgangsstunden, bei denen man persönlich anwesend war. Da der Hochschulzugang Ländersache ist, gibt es einzelne Bundesländer (z.B. Bayern, Ba-Wü, Sachsen) die den Nachweis eines Beratungsgespräches an der Hochschule verlangen. Aber auch hier kommt es nur auf die Teilnahme an - es gibt keine verbindliche Empfehlung.
  • Dieses Teilnahmezertifikat ist wichtig für das Meister-Bafög. Hier werden nur Lehrgänge gefördert, die eine Mindeststundenzahl von 400 Stunden anbieten und die individuellen Fehlzeiten unterhalb von 10% liegen. Für die Hochschulzugangsberechtigung spielt dies keine Rolle. Hier ist entscheidend, wie viele Lehrgangsstunden generell vorgesehen sind. In den bekannten IHK-Fachwirten sind dies immer über 400 Stunden, daher berechtigen diese auch zu einem grundständigen Studium. Siehe hierzu z.B. in B-W: hs-heilbronn.de/3310596/faq_ho…ruflich_qualifizierte.pdf
  • Hallo,
    aus frischer Erfahrung möchte ich mich den Kollegen vorher anschließen. Ein Selbststudium ist oft die wirtschaftlichste Variante. Man hat natürlich etwas mehr Unsicherheit und etwas weniger Struktur, die man sich selber erarbeiten muss. Ich muss aber sagen, dass ich als Alleingänger sehr gut vorbereitet war im Gegensatz zu meinen Mitprüflingen, die bei Dienstleistern einen Kurs belegt haben. Man ist aber flexibler und braucht wahrscheinlich weniger Zeit. Wenn man mal alleine rechnet das man ca. 1 Stunde für hin und rückweg zu der Bildungsstätte rechnet - da kann man auch zuhause lernen.

    Hilfe bekommt man auch von Mentoren oder anderen Personen, die Nachhilfe geben. Das gibt seelischen Support und man ist orientierter.

    Ich habe mal ein Fernstudium für das Abi angefangen und empfand es als Hardcore, unnütz und viel zu umständlich und auch zu teuer.

    Grüße
  • Und da für den vorbereitenden Lehrgang des Wirtschaftsfachwirts genau 650 Unterrichtsstunden vorgesehen sind (Stundenempfehlung laut IHK-Rahmenplan), berechtigt dieser Abschluss zu einem grundständigen Hochschulstudium (=allgemeine Hochschulzugangsberechtigung) - unabhängig ob man sich im Selbststudium, in einem Fernlehrgang, in einem Kompaktkurs mit weniger Stunden oder mit individuellen Fehlstunden auf die Prüfung vorbereitet hat.