Tourismusfachwirt ja oder nein?

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  • Tomate schrieb:

    Diesen Gouvernanten-Duktus kannst du dir schenken.
    Mit solchen Beiträgen stufst du dein Niveau selbst herab. Von mir wurde niemals das Gesagte auf eine bestimmte Person bezogen, also auch nicht auf dich. Daher ist es umso unverständlicher dass du dich persönlich angefriffen fühlst und dann derart unqualifiziert reagierst. Dies zeigt, dass du nicht konfliktfähig bist, daher bliebt mir nur zu hoffen, dass du keine Personalverantwortung trägst. Ferner hättest du bei Führung und Zusammenarbeit besser aufpassen können, denn da kommt das nämlich dran.

    Tomate schrieb:

    Bei mir ist es eben doch so.
    Und? Damit habe ich kein Problem, aber du!

    Tomate schrieb:

    Jetzt überlegst du erst mal: Du hast rein gar keine Ahnung von meinen bisherigen Tätigkeiten und dem Wissen, das ich mir beruflich oder sonstwie angeeignet habe. Ergo: Du kannst überhaupt nicht wissen, ob ich halb so viel oder dreimal so viel wie ein kfm. Azubi gelernt habe.
    Das ist korrekt. Und? Nochmal, ich habe die Thematik nicht deiner Person zugeordnet. Vielleicht magst du dir das Wissen angeeignet haben, das ist schön. Aber immerhin bestätigst du damit auch, dass die von mir dargelegte Problematik zwischen Ausbildungs-FWen und Jobber-FWen tatsächlich besteht! Sonst hättest du kaum dazu lernen müssen.
  • Timeburner schrieb:

    Basiswissen abgefragt wird ist auch überhaupt kein Problem.
    Genau das ist das Problem. Weil es eben mit einer 6-Jahres-Zeit einfach anerkannt wird, dass das Wissen da ist. Und das ist es üblicherweise nicht!

    Timeburner schrieb:

    wenn es da wäre müsste man nix prüfen sonst könnte man sich die Prüfung ganz sparen
    Na wenigstens fühst du dich selber ad absurdum. Wenn Wissen vorhanden ist, kann es auch geprüft werden und zur Anerkennung eines beruflichen Niveaus muss es das auch. Wenn es nach deiner Meinung ginge, tritt der Prüfling an, bestätigt mit seiner Unterschrift, dass er alles gelernt habe und drauf und dann sagt die Prüfungskommission: "na wenn das so ist, haben sie bestanden" und nimmte ein Blanko-FW-Urkunde und trägt seinen Namen ein! Ja, alles klar.

    Timeburner schrieb:

    das der ganz bewusst so konzipiert wurde
    Möglicherweise und es wäre dennoch nicht akzeptabel. Woher kommt denn die ganze FW vs. Bachelor Problematik? Möglicherweise genau daher?

    Timeburner schrieb:

    Klar erfüllt der offen gestaltete Wirtschaftsfachwirt hier durchaus die Funktion eines "Ersatzabschlusses".
    Danke.

    Timeburner schrieb:

    wüsste auch nicht was daran schlecht sein sollte?
    Ich schon, siehe meine ganzen Beiträge dazu. Es entwertet den FW-Status. Das ist ein Fakt. Es ist eben nicht so, dass

    Die Berufspraxis ... im kaufmännischen oder verwaltenden Bereich absolviert sein und wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Geprüften Wirtschaftsfachwirtes ... haben

    das angemessen umgesetzt wird. Leider. Da wurde eine Person zugelassen, welche 6 Jahre lang im Bekleidungsgeschäft die Kasse bedient und die Klamotten aus der Umkleide wieder ins Verkaufsregal einsortiert hat! Da wird eine Person zugelassen, welche 6 Jahre lang im Restaurant die Bestellungen aufnahm, den Bon in die Küche brachte, das Essen servierte und Kasse machte und wenn zwischendurch Zeit war, die Theke putzte!
    Reichen dir die Beispiele aus dem echten Leben? Und diese Leute, haben weder zwischendurch noch vorbereitend Themen der Berufsausbildung gelernt und kommen, dank der Mal-wieder-Arbeitslosigkeit, in einen Vollzeitkurs über 4 Monate und werden tatsächlich FWe mit AEVO! Durch reines Prüfungswissen lernen. Und sollen nachher Einzelhandelskaufleute und Restaurantfachleute ausbilden! Soll das ein Witz sein? Die sagen mitunter selber im Unterricht, dass sie das zum ersten mal hören! Zum ersten mal!

    Und wenn du dir die Prüfungen der Jahre mal anscheuen würdest, dann zeige mir den Jahrgang, in welchem jemals ein Buchungssatz der FiBu (RK 1) abgefragt wurde? Die Teilnehmer werden im Kurs nur auf BAB, Investitionsrechnungen u. ä. getrimmt im typischen Prüfungsstil, damit sie irgendwie durch die Prüfung kommen. Keiner konnte einen Buchungssatz aufsagen oder mal den überschlägigen Skonto-Zinssatz ausrechnen. Mit denen wirst du dann auf eine Stufe gestellt. Du kannst einem 14 Jährigen auch 4 Wochen lang eine dynamische Investitionsrechnung trainieren, ohne dass er den Inhalt versteht, und er würde auch die entsprechende Aufgabe mit hoher Punktzahl bestehen!

    So siehts (auch) aus im Fachwirtdeutschland.
  • wifo schrieb:

    Daher ist es umso unverständlicher dass du dich persönlich angefriffen fühlst und dann derart unqualifiziert reagierst. Dies zeigt, dass du nicht konfliktfähig bist

    Ich nicht konfliktfähig? Was mache ich hier eigentlich gerade, wenn nicht einen Konflikt austragen? :)

    Aber wer austeilt, muß auch einstecken können. Mit dem Austeilen hast du ja offensichtlich keine Probleme, wenn ich da an solche Wortschöpfungen deinerseits wie "Hilfsfachwirtarbeiter" denke.

    Und wie sieht es mit dem Einstecken aus? Falls du es nicht verträgst, wenn man dich auf deinen oberlehrerhaften Tonfall anspricht, was bist du dann anscheinend? Nicht kritikfähig :)

    daher bliebt mir nur zu hoffen, dass du keine Personalverantwortung trägst. Ferner hättest du bei Führung und Zusammenarbeit besser aufpassen können, denn da kommt das nämlich dran.

    Da ist er doch schon wieder, dieser oberlehrerhafte Tonfall :)

    Nochmal, ich habe die Thematik nicht deiner Person zugeordnet.
    Nochmal: Du tätigst Aussagen, die du als universell gültig hinstellst. Dadurch schließt du automatisch meinen konkreten Einzelfall mit ein (das bringen verallgemeinernde Aussagen nun mal mit sich). Und damit bist du eben auf dem Holzweg. Um meine Person geht es mir dabei auch gar nicht, sondern um deinen Holzweg, den ich dir lediglich an meinem Beispiel aufgezeigt habe. Bezüglich der Herkunft meines Wissens habe ich dir übrigens gar nichts bestätigt :)

    So, und jetzt möchte ich langsam wirklich mal wissen, wie viele und welche Fachwirte du denn konkret kennst (und woher), auf die die von dir vorgetragenen angeblichen Defizite zutreffen. Um die Antwort drückst du dich jetzt seit mehreren Beiträgen herum. Also? :)
  • wifo schrieb:

    Die sagen mitunter selber im Unterricht, dass sie das zum ersten mal hören! Zum ersten mal!

    Das ist aber kein typisches Merkmal von Ungelernten; sowas hört man in Fachwirtkursen auch aus den Reihen derer, die das als "Gelernte" eigentlich nicht sagen dürften.

    Allerdings haben auch BWL-Hochschulabsolventen nicht selten deutliche Probleme beim Lösen von Rewe-Aufgaben auf Fachwirt-Niveau, weshalb ich da gar keinen Grund sehe, die Fachwirte gegenüber den Hochschulabsolventen geringzuschätzen.
  • Na wenigstens fühst du dich selber ad absurdum
    Überhaupt nicht, das war nur zu kompliziert formuliert für deinen Horizont. Die Berufsausbildung bereitet auf die Abschlussprüfung vor und soll nebenbei "on the job" praktisch trainieren. Was macht man an der Berufsschule? Die Theorie lernen - nen Tag pro Woche, oder Block. Ob die nun praxisrelevant ist oder nicht. Meist ist es viel zuwenig um die Zeit rumzubekommen und dann haut man halt noch Deutsch, Englisch Sport und Religionslehre in die Lehrpläne das die Zeit rumgeht, oder spielt bisschen mit dem Computer. Die tatsächlich für den Berufsabschluss prüfungsrelevanten Inhalte könnte man tatsächlich in 4 Monaten Vollzeitkurs durchziehen. - Ok, Industrie-Bank-Speditions-Kaufleute 6 Monate, und die brauchen auch mehr Praxis.
    Jemand der 6 Jahre praxis hat, der hat diese Praxis in seinem Beruf, und selbst wenn er nur mit dem Bagger von Loch zu Loch fährt - egal.
    Er meldet sich aber nun für eine theoretische Prüfung an in seinem Bereich, und wird diese Inhalte dann selbstverständlich um die Prüfung zu bestehen auch lernen müssen, denn diese, und nur diese werden abgeprüft.
    Ob die das nun an der Berufsschule "zum ersten mal" hören (oder das dazwischen vergessen haben), oder woanders spielt doch keine Rolle.


    Da wurde eine Person zugelassen, welche 6 Jahre lang im Bekleidungsgeschäft die Kasse bedient und die Klamotten aus der Umkleide wieder ins Verkaufsregal einsortiert hat! Da wird eine Person zugelassen, welche 6 Jahre lang im Restaurant die Bestellungen aufnahm, den Bon in die Küche brachte, das Essen servierte und Kasse machte und wenn zwischendurch Zeit war, die Theke putzte!


    Das sind für einen "Hochadligen" wie dich vielleicht niedere unqualifzierte Tätigkeiten... Aber was glaubst du was eine gelernte Einzelhandelskauffrau im Bekleidgungsgeschäft in 90% ihrer Zeit macht, oder eine gelernte Verkäuferin? Beide machen ganz genau das gleiche. Weil das nunmal die Stellen sind die in der Praxis anfallen und besetzt werden müssen. Punkt.

    "Die Kasse bedienen" ist nicht kaufmännisch? Interessant. :P Die Tankstellenketten etc. bilden auch Einzelhandelskaufleute aus... was glaubst du was die an der Tankstelle im Shop die ganze Zeit machen außer Kasse (wenn die nicht vollautomatisiert läuft) oder Regale auffüllen? Die dürfen im Backoffice vielleicht noch ein paar Briefe ablecken, und lernen wie man ne Tankkarte ausgibt.

    Wenn du dein eigenes Restaurant/Imbissbude aufmachst, was wirste dann wohl die meiste Zeit machen wenn nicht noch genug angestellte Helfer hast? Oh... - Natürlich wäre im letzteren Fall der "Küchenmeister" auch durchaus angesagt als Fortbildung im IHK Kosmos, wenn dir das für deine Begriffe nicht kaufmännisch genug ist und du dann ne Schublade für dein Gemüt findest die dich beruhigt... aber oh gott, nein! Der Küchenmeister macht ja auch die WBQ und ist doch fast nur kaufmännisch. Wer hätte das gedacht?

    Es ist nunmal so das die Stellen die zu besetzen sind für Indianer und nicht für Häuptlinge geschrieben werden, auch die meisten Tätigkeiten die jemand nach nem Hochschulstudium erstmal absolvieren wird, die könnte ein trainierter 14 jähriger, vielleicht sogar ein 11 jähriger aus deinem Beispiel auch machen. Unterbeschäftigung ist schon lange standard.


    In nur 4 Monaten Vollzeit den ganzen Wirtschaftsfachwirt beide Teile lernen und bestehen, wenn man das alles zum ersten mal hört? Und in so einem "miserablen Kurs"? Wow Respekt! :P Also Lernkompetenz ist dann ja auf jeden Fall bewiesen.

    Vorbereitungsunterricht für externe kaufmännische Prüfung 120Tage ist üblich... aber Wirtschaftsfachwirt in 4 Monaten Vollzeit und dann gleich Prüfungen schreiben ist schon extrem sportlich.

    Hast du wenigstens die Prüfung bestanden die das Arbeitsamt dir vermittelt hat? Oder biste sauer weil sich keiner für deine vorher absolvierte Ausbildung und Abitur von 19.. irgendwas interessiert hat.

    Die Teilnehmer werden im Kurs nur auf BAB, Investitionsrechnungen u. ä. getrimmt im typischen Prüfungsstil, damit sie irgendwie durch die Prüfung kommen.

    In 4 Monaten ist für mehr auch gar nicht Zeit, ist so. - Aber soll ich mir nun was antun wenn schlechter Vorbereitete dieselbe Prüfung mit schlechterem Ergebnis bestehen? - Weswegen? Vielleicht bestehen schlechter Gesamtvorbereitete auch mit besseren Noten als ich? Vielleicht fallen auch besser vorbereitete Durch weil sie in der Prüfung nen Blackout haben? Der Zufall spielt bei sowas immer mit.

    Buchungssätze sind in mündlichen Nachprüfungen schon geprüft worden. In Klausuren kamen sie afaik noch nicht nach neuer Ordnung.
    Aber Pssstt... Sie könnten aber jederzeit drankommen. z.B. WBQ Rechnungswesen Herbst 2016. Zwei Seiten Din A4 Anlagen mit Konten, und dann Aufgabe 1 "Bilden Sie Buchungssätze für die folgenden Geschäftsfälle. Die Umsatzsteuer ist zu berücksichtigen." 10 Sätze, jeweils 2 Punkte pro Satz. 20 Punkte gesamt..

    Da kann dann auch keiner jammern "hatten wir nicht", und beschweren auch nicht von wegen "Basiswissen". Der muss halt schauen das es so reicht. Und wenn schon, als ich meine WBQ geschrieben habe hatten sich danach auch einige beschwert die Frage mit der G&V nicht mehr gewusst zu haben. Der andere sagt dann halt "ach das hatte ich in der Realschule schon, total niveaulos, das hätte ich mir schwieriger vorgestellt" - Der abgebrochene BWL Student hatte auf dem humanistischen Gymnasium kein Rechungswesen, und im Studium da grade gefehlt. - Pech...

    Auch Leute die im Rechnungswesen arbeiten könnten das vielfach nicht, weißte warum?
    Weil das in der Praxis schon seit locker 20 Jahren niemand mehr macht . "Das macht alles das Computerprogramm automatisch"... und das tut es ziemlich gut. :P

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • wifo schrieb:

    Genau das ist das Problem. Weil es eben mit einer 6-Jahres-Zeit einfach anerkannt wird, dass das Wissen da ist. Und das ist es üblicherweise nicht!
    Ein paar Punkte zu dem Thema:
    Wenn ich mir die Prüfungsinhalte des WFW und des Industriekaufmanns ansehen ist aber bezüglich Wissen eines klar: Du kannst mit einem minimalistischen Mehraufwand die Prüfung zum Industriekaufmann ablegen. Und ja, das ist auch ohne betriebliche Ausbildung möglich, eben durch Berufspraxis (von weniger als 6 Jahren).
    Übrigens, noch gravierender: Umschüler. Die haben "nur" ein betriebliches Praktikum von ca. 6 Monate.
    Du schreibst "... Weil es eben mit einer 6-Jahres-Zeit einfach anerkannt wird, dass das Wissen da ist. ..."Was Arbeitgeber suchen ist nicht Wissen. Sie suchen Kompetenzen. Für mich ist Kompetenz umgesetzes Wissen plus Erfahrungen.

    Timeburner schrieb:

    Oder biste sauer weil sich keiner für deine vorher absolvierte Ausbildung und Abitur von 19.. irgendwas interessiert hat.
    Abitur: (Und bevor Unklarheiten aufkommen, ich habe kein Gymnasium besucht, nur als Externer nach 2jährigen Fachschulbesuch das Fachabitur abgelegt, damit ihr meine Ausführungen besser verstehen könnt).
    Ich habe viel mit Menschen gearbeitet, welche ein Universitätsstudium oder zumindest Abitur haben. Darunter waren jede Mengen Pfeifen, welche einen Dreisatz nicht im Ansatz beherrschten. Natürlich ist das schade. Dennoch haben diese Menschen in ihrer Kindheit bzw. Jugend Fähigkeiten trainiert und entwickelt, welche später fast nicht mehr nachholbar sind. Ich gehe mal so weit zu behaupten: Meine Erfahrungen mit FH-Absolventen ohne Gymnasiumbesuch haben diese Fähigkeiten ebenfalls weniger stark ausgeprägt. Darin unterscheidet sich meiner Meinung nach Wissen und Kompetenz (siehe oben).
    Übrigens, Schüler jenseits des Gymnasiums haben andere Qualitäten entwickelt. Es geht erst mal nicht um richtig oder falsch, gute und böse....
    Wie sich das zukünftig entwickelt weiß ih nicht. Meine Erfahrungen beziehen sich auf Menschen, die in der Vergangenheit diese Erfahrungen gemacht haben.

    Noch ein Wort an Timeburner: Meinst du, du kannst mich oder wifo damit ärgern, die Beiträge mit Daumen runter zu bewerten? Sehe das doch ein wenig fair oder zumindest sportlich. Ich für mich kann sagen: Ich will dir nichts.