von wfw_mz » 27. Dezember 2011, 21:40
Hallo Mister!
Meine Empfehlung: machen!
Du bist als Wirtschaftsfachwirt von der schriftlichen Prüfung für den 'AdA-Schein' befreit.
Das heißt, Du mußt 'nur' noch die praktische Prüfung ablegen.
Ich habe genau das getan, aus vielerlei Gründen:
Einerseits ist es so, dass man heute (wieder) die Qualifikation nach AEVO braucht, um ausbilden zu dürfen.
Auch wenn Du das aktuell vielleicht nicht brauchst, kann das bei Bewerbungen o.ä. durchaus ein Vorteil sein.
Andererseits kannst Du Dir - wenn Du ein bisschen Interesse am Thema und vielleicht sogar ein paar Erfahrungen aus der Richtung mitbringst - die Inhalte für die praktische Prüfung relativ leicht selbst erarbeiten, einiges solltest Du auch schon in der Weiterbildung zum WFW kennengelernt haben. Entsprechende Bücher gibt es dazu, am besten schaust Du Dir auch als Anregung mal noch ein paar Unterweisungs-/Präsentationsentwürfe von anderen an.
Du sparst Dir damit den Besuch eines Lehrgangs (ca. 500 - 1.000 Euro). Stattdessen kannst Du Dich als 'Externer' bei der IHK zur Prüfung anmelden.
Dann mußt Du 'nur' noch eine Unterweisung oder eine Präsentation vorführen und ein Fachgespräch führen. Da Du das Thema jedoch selbst wählen und vorbereiten kannst ist das entspannter als die WFW-Prüfung. Mein Tipp: Schaffe Dir auf jeden Fall auch noch ein wenig vertiefendes Wissen zum Thema Ausbildung/Ausbildungsablauf/rechtliche Bestimmungen drauf - wenn der Prüfungsausschuß sieht, dass Du vom schriftlichen Teil befreit bist, kannst Du fast sichergehen, dass sie auch noch ein paar entsprechend theoretische Fragen stellen.
Letztendlich kannst Du somit - mit ein wenig Engagement und einer Vorbereitungszeit von einigen Stunden - eine Prüfung ablegen, für die andere allein für den Lehrgang viel Geld bezahlen - Du mußt nur noch die Prüfungsgebühren bezahlen - je nach IHK irgendwas um die 100,- Euro.
Und ein Nachteil kann das auf keinen Fall sein - aber die Chance, dass daraus irgendwann mal ein Vorteil wird ist groß..
Viele Grüße
wfw_mz