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Angebot : FAchwirt Bahnbetrieb...ist das was für mich??

Rund um den Fachwirt fuer den Bahnbetrieb

Angebot : FAchwirt Bahnbetrieb...ist das was für mich??

Beitragvon fruenga » 31. Oktober 2005, 17:31

Hallo ihr FAchwirte :)
Ich habe letzte Woche eine Zusage (nach erfolgtem Assessment Center) bekommen, eine Ausbildung zum Fachwirt für den Bahnbetrieb zu machen.
1. - 2 Jahre Ausbildung zum Eisenbahner (Betriebsdienst)
2. - 16 Monate Fortbildung zum FAchwirt.
Jetzt wollte ich jemanden von euch bitten, die ihr schon Ahnung habt von der ganzen Geschichte, was man da eigentl. nach der Ausbildung verdient( so circa...)
Außerdem habe ich noch ganz ganz viele Fragen, bevor ich den Vertrag unterschreibe... Vielen Dank für eure Antworten..
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Beitragvon [DU]Stephan » 18. November 2005, 17:43

Hallo,

ich glaube während der EiB-Ausbildung gibt es das normale Lehrlingsgehalt,
nach abgeschlossener EiB-Prüfung sollte es so E8 (1933,34 €) geben.
das bleibt auch während der Fortbildung zum Fachwirt so,
nach bestandener Fw-Abschlußprüfung sollten je nach Verhandlungsgeschick,
E9 (2213,31 €) bis E10 (2577,61 €) rauskommen, es soll auch schon Fachwirte
gegeben haben die E11 oder AT-Gratifikationen bekommen haben.

Gruß Stephan
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Beitragvon [DU]Stephan » 18. November 2005, 17:43

ach ja, alles Brutto natürlich.
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Beitragvon Alexh » 9. März 2006, 14:53

Hallo

Ich bin momentan noch in der 12. Klasse und habe vor mich ende dieses Schuljahres auch als Fachwirt/Bahnbetrieb zu bewerben (bin augemsutert worden). Nun habe ich mal ein paar Fragen.
Braucht man eine vorhergehende Ausbildung (habe sowas mal irgendwo gelesen), oder ist das die 2-jährige EiB Ausbilung? Und ist das automatisch EiB Fahrweg?
Wie sehen die Chancen auf den Fachwirt aus wenn man ertsmal eine normale EiB L/T Ausbildung macht und dann weiter machen will?

Und noch was zum EiB Fahrweg. Was lernt man in der Ausbilung alles? auf www.bahn.de steht, dass man z.B. Zug und Rangierfahrten durchführt und auch Zugaufsicht macht. Wie muss man sich das vorstellen? Bin ich dann auch mal als Zugbegleiter im Praxiseinsatz, oder wie ist das gemeint?


Gruß Alexander
Alle rennen raus, wir rennen rein.
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noch was zu alex

Beitragvon Wolfgang » 16. April 2006, 21:26

mir gehts fast genau so wie dir, bin grad in der k12 und hab ebenfalls vor mich als fachwirt/bahnbetrieb zu bewerben(geh vorher noch 1 jahr ins ausland)
gibts hier in diesen foren niemand, der unsere bzw die von alex beantworten kann?
gruß aus dem schönen allgäu :)
Wolfgang
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Habs hinter mir

Beitragvon Fachwicht » 20. April 2006, 07:05

Ich habe die Ausbildung zum Fachwirt für den Bahnbetrieb hinter mir. Habe 1997 mit der Ausbildung begonnen und die dann im Januar 2001 als Fachwirt für den Bahnbetrieb beendet. (Fand das viel zu lange!!!) :shock:

Dazu gehörte vorne weg die EiB (Fahrweg)-Ausbildung mit entsprechendem Einsatz als Fahrdienstleiter. Und dort führt man auch vom Stellwerk aus Zug und Rangierfahrten durch - also durch einstellen der Fahrstraßen.
In unserem Ausbildungsjahr wurden wir nie als Zugbegleiter eingesetzt. Was auch nicht so einfach wär, denn das ist ja ein Arbeitsbereich aus einem anderen Geschäftsbereich: also Regio oder Fernverkehr.

Die Aufstiegsmöglichkeiten sind meiner Meinung nach ohne weitere Fortbildung nur begrenzt möglich. E11 hat in unserer Gruppe so gut wie keiner - AT vollkommen außer Sicht.... :cry:

Ich selber habe mich durch ein berufsbegleitendes BWL Studium noch fortgebildet, weil mir der Fachwirt zuviel "Fach" und zu wenig "Wirt" beinhaltet hat. Bin dann auch mittlerweile als Controller in einem sehr interessanten Bereich der Bahn tätig. Aber ich weiß nicht wie es als Fachwirt für mich weitergegangen wär!?

Gruß

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hmm

Beitragvon Wolfgang » 22. April 2006, 10:44

danke erstmal für deine antwort.wie fandest du denn die ausbildung aúßer der tatsache dass sie zu lang war.wo bist du denn jetz beschäftigt?wo wohnst du?war die ausbildung zu schaffen wo musstest du während dieser überall hinfahren aufgrund der ausbildung?danke!
Wolfgang
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Insgesamt nicht so gut

Beitragvon Fachwicht » 22. April 2006, 13:09

Ich gehörte zu der ersten Ausbildungsgruppe, die in der jeweiligen Niederlassung (NL) ausgebildet wurde und war in der NL West (mit Sitz in Duisburg) beschäftigt. Und ich glaube, weil wir der erste Jahrgang waren, lief vieles noch sehr unkoordiniert ab. Die EiB-Ausbildung war noch relativ gut organisiert, aber die Fachwirtausbildung gar nicht mehr. Die Ausbildung fand schwerpunktmäßig in Duisburg statt. Wir waren aber auch ein paar Wochen in Regensburg (Unterbringung in der Schule), zur Notfallmanagementschulung in Bad Sooden-Allendorf (Unterbringung im Hotel) für 2 Wochen (normalerweise findet diese Ausbildung in Kreiensen statt), tageweise auch in Hamm, in Köln, Wuppertal oder sonstwo in der NL.
Meiner Meinung nach kann man die Ausbildung nicht mit einem Studium vergleichen. Sie ist ganz einfach eine Ausbildung, an die eine Fortbildung genknüpft wird. Ich hatte aber damals andere Erwartungen an den Fachwirt. Bei uns wurde mit "Nachwuchsführungskräfte im mittleren Management" geworben - und das entspricht in der Regel nicht dem beruflichen Verlauf eines ausgebildeten Fachwirts. Manche werden noch Bezirksleiter Betrieb - da hat man zwar Führungsverantwortung, aber dieser Job liegt nicht jedem. (Alleine wegens des Einsatzes als Notfallmanager - und nicht jeder kann mit tödlichen Eisenbahnunfällen umgehen!). Damals habe ich noch im Ruhrgebiet gewohnt und habe bis auf Ausnahmen alles per Zug erreichen können (außer manche Stellwerke). Ich habe oft diese Berufswahl bereut :cry: - eben weil ich etwas studienähnliches erwartet habe, was die Aus/Fortbildung einfach nicht ist. Klar kann sich jeder mit der Ausbildung hoch arbeiten - aber das kann man auch mit einer normalen Ausbildung, dafür muss man nicht fast 5 Jahre lernen. Allerdings wird man nach der EiB-Ausbildung auch relativ gut bezahlt - dafür das man nicht wirklich produktiv tätig ist, ist das ja wirklich gut! Außerhalb des Konzerns ist der Fachwirt aber nicht zu gebrauchen. Also klar ist man damit an die Bahn gebunden - ist eben eine spezifischer Beruf.
Ich bin heute mit der Mischung aus Fortbildung und Studium sehr zufrieden - aber der Fachwirt alleine wäre nicht meine berufliche Erfüllung geworden. Ich bin nun beim Nahverkehr im Controlling tätig. Dafür war das BWL-Studium zwar entscheidend, aber meine Eisenbahnkenntnisse sind hier ein klarer Vorteil und es ist schön die Aus/Fortbildung nicht umsonst gemacht zu haben.

Unsere Fortbildung lief auch schlecht, weil unser Trainer uns immer nur ein paar Wochen im Vorraus war und die Unterlagen richtig schlecht waren. Auch die Prüfung hatte nicht viel mit dem Unterricht zu tun - da half auch intensives Lernen nix.... Aber bis auf eine Ausnahme haben wir alle den Abschluss bekommen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Ausbildung im Laufe der Jahre besser wurde. Aber wenn Du auch die Erwartung an eine studienähnliche Ausbildung hast, rate ich Dir vom Fachwirt ab. Da ist ein BA- oder FH-Studium in einem Unternehmen (ich meine sowas würde die Bahn auch anbieten) sicher die bessere Wahl. Abschließend muss ich noch sagen, dass der Fachwirt sehr auf die Bedürfnisse der DB Netz AG zugeschnitten ist. Dort kann man sehr viele verschiedene Berufe ergreifen und das macht den Fachwirt auch attraktiv, neben all den negativen Sachen, die ich hier geäußert habe.Die Ausbildung ist wirklich sehr abwechslungsreich. Aber man muss sich schon für die Bahn und den Bahnbetrieb begeistern können. Ich war vorher kein Eisenbahner - mittlerweile aber schon.

Wenn Du näheres wissen möchtest, poste mich noch privat an.

Gruß

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Beitragvon Akrapovic » 17. April 2007, 14:35

Ich bin wie Fachwicht 1997 zur DB Netz gestoßen und habe Januar 2001 die Fachwirtprüfung abgelegt. Dass damals alles etwas unkoordiniert ablief, ist sicher richtig. Wir waren halt der erste Jahrgang, sollte sich in der Zwischenzeit gebessert haben. Ist denn hier jemand, der aktuell die Fortbildung absolviert? Mich würde auch interessieren, wieviele Fachwirte heutzutage bundesweit ausgebildet werden...

Zu den Verdienstmöglichkeiten: Das wurde meines Erachtens realistisch dargestellt. Ich meine, als Fahrdienstleiter gab es damals nur E 07. Dafür ist aber AT 1 durchaus erreichbar! Gut, dürfte mittlerweile etwas schwerer geworden sein. Allerdings liegt der Großteil unseres Jahrgangs denke ich wirklich im Bereich von E 10.
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Aktuelle Fachwirtgruppe

Beitragvon DrCMPP » 2. Mai 2007, 15:25

Hallo, ich bin in der Fachwirtgruppe 07. nun. es ist teilweise schon etwas chaotisch was die Seminare bei DB Training angeht. Die Trainer sind meiner Meinung nach nicht wirklich immer geeignet solche Seminare abzuhalten. Man bekommt als Gehalt E8 während der Ausbildung.
Da ich in der Weiterbildung bin und schon einige Jahre bei der Eisenbahn arbeite, habe ich schon E9 und mache diese Weiterbildung um eine weitere Qualifikation zu haben.
Sonst bin ich ganz zufrieden wie es bisher läuft. Aber das ist ja erst der Anfang.
Schön wäre es, wenn man mal mehr über den Fachwirt Bahnbetrieb online finden würde.
Gruß
DrCMPP
 



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