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Fachwirt SGW- stets schlechte Prüfungsergebnisse

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Fachwirt SGW- stets schlechte Prüfungsergebnisse

Beitragvon Eponine » 18. Januar 2012, 12:50

Ich hatte gestern an der IHK meinen ersten Tag im Grundkurs VWL/BWL. Unsere Kammer bietet das vorab vor den Fachwirt-Kursen an.

Unser Kursleiter sitzt auch im Prüfungsausschuss einer anderen Handelskammer! In der Pause hatten wir Zeit zum Schnacken und er sprach mich bzgl. meiner Fachrichtung an (Sozial- und Gesundheitswesen). Er erzählte mir, dass die angehende Fachwirte unserer Sparte stets am schlechtesten vorbeireitet sind, nach seinen Erfahrungen.
Bei der letzten Prüfung im Oktober sind im Fach ReWe von 15 insgesamt 12 durchgefallen und zwar richtig durchgefallen mit katastrophalen Ergebnissen. Er hat mich gewarnt, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und dass ich mich wirklich richtig und intensiv vorbereiten muss! Natürlich möchte ich mich richtig darauf vorbereiten und deswegen habe ich ja schon vorab Grundkurse in VWL/BWL und im Rechnungswesen gebucht.
Ich werde ihn die nächsten 4 Wochen 3 mal die Woche in der IHK sehen und mal auf den Zahn fühlen bezüglich optimale Vorbereitung auf das Fach ReWe.

Interessant fand ich die Aussage, dass unsere Sparte wohl schlechter vorbeireitet ist als die anderen Fachwirte! Wie bereitet ihr Euch vor! Macht ihr neben Euern Anbietern noch zusätzlich etwas? Habt Ihr Euch auch Zusatzmaterial besorgt (ich habe etliche Bücher für jedes Fach gekauft).
Ich mache meinen Fachwirt bei der ILS (zwangsläufig - weil andere Zeitmodelle jeglicher Anbieter nicht passten). Zzgl. habe ich die Grundkurse der IHK gebucht. Im April habe ich einen 6-wöchigen passenden Grundkurs in Recht bei der Handwerkskammer gebucht und anschließend noch mal ein ReWe-Kurs im Juli! Ich hoffe, so einigermaßen vorbereitet zu sein. Da mir nur der Selbstlernkurs der ILS nicht reicht!

Meine letzte Ausbildung liegt 20 Jahre zurück! Und beruflich habe ich mit Babypausen als Sekretärin gearbeitet. Da ist bezüglich Vorwissen in den verschiedenen Fächern nicht viel Grundsubstanz vorhanden.

Wie schaut es bei Euch aus? Wie bereitet Ihr Euch vor? was habt ihr vorher beruflich gemacht?

LG Eponine
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Beitragvon Oxi » 18. Januar 2012, 16:56

Ich habe noch nicht über IHK-Grundkurse im ReWe z.B. o.ä. gehört und nie was drüber gelesen (auf IHK- Seite auch). Könntest du mir bitte weiterhelfen, ich bin die jenige die im ReWe durchgefallen ist. Es ist so, daß die zukünftige Wirtschaftsfachwirte z.B. das alles in der Berufsschule gehabt haben, und wir zukünftige Gesundheitsfachwirte (ich bin Arzthelferin) haben zum ersten mal über Bilanz z.B. was gehört. Ich habe meine Vorbereitung auf die Prüfung bei IfM gemacht und wir haben zusammen mit zukünftigen Wirtschaftsfachwirten ReWe Vorbereitung gehabt. Könnt ihr euch vorstellen wie blöd man sich da fühlt! Aus dem Grund traut man sich nicht irgendwas im Unterricht zu fragen!
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REWE

Beitragvon Fachwirt2013 » 18. Januar 2012, 17:36

Also ich hatte auch keine Ahnung von REWE, hab aber gestern die Ergebnisse erhalten und BESTANDEN!!! Ich hatte das Buch vom Kiehl Verlag, da fand ich alles ganz gut erklärt!!! PS: Das Buch verkauf ich jetzt auch!!!
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Beitragvon Eponine » 18. Januar 2012, 17:58

Oxi: keine Ahnung, ob das alle Kammern anbieten. Ich mache diese Grundkurse in HH! Und wie bereitest Du Dich auf die Nachprüfung in ReWe vor? Auch mit IfM? wo hast Du die Prüfung gemacht?
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Beitragvon schnecksi » 18. Januar 2012, 18:37

Hallo,
zum Glück bin ich jetzt Fachwirtin und kann also von der Seite aus was berichten. Das Buch vom Kiehl Verlag ist wirklich eine Bibel: Alles erklärt und sinnvoll strukturiert. Allerdings muß ich sagen dass grad in REWE (besonders wenn man es vorher nie hatte) jemand der sich damit auskennt (evtl. Bekanntenkreis etc) wirklich von Vorteil ist. Ich hab meinen Kurs bei der SGD gemacht und das Seminar bei der BBW in Nürnberg. Ich wurde super auf die Prüfung vorbereitet und hatte entsprechend Glück. Im Seminar habe ich auch jemanden von der ILS kennegelernt. Sie hatte alles mit über 90% bestanden


Also die Prüfung ist Stress und anspruchsvoll ganz klar, aber lasst euch bitte nicht verrückt machen. Ich habe nebenbei alles beim ersten mal bestanden (und das neben parallelen Studium).

Also bitte nicht verunsichern lassen und gutes gelingen......


P.S: Als angehende Sozialpädagogin kann ich sagen dass der Stress den man sich vor der Prüfung macht, ist viel schlimmer ist als gar nicht zu lernen :-)))))

PPS. Wenn man was nicht versteht sollte man im Seminar schon Fragen... dafür ist es da. Wenn die "Wirtschaftsfachwirte" blöd gucken. Ganz ehrlich: ihr Problem, fragt die mal nach DRG`s oder EBM da wissen die meisten nämlich auch wenig. Deswegen sind es verschiedene Bereiche nicht jeder kann alles Können und Wissen und der Schwerpunkt ist ein anderer.
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Beitragvon Oxi » 18. Januar 2012, 20:47

Ich versuche jetzt mit IHK Skript die Wissenslücken aufzufüllen, mir fehlten ja nur 4 Punkte im ReWe. Danke euch!!!
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Erfahrungen!

Beitragvon BBN » 18. Januar 2012, 21:23

Hallo, ich möchte hier mal von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe mit 43 Jahren mein Fernstudium zum Fachwirt begonnen, mit einem kleinen Kind (jetzt 3 1/2 Jahre). Das Fernstudium sollte mit monatlichem Präsenzunterricht stattfinden, der immer am Samstag. Tatsächlich waren es dann statt 18 Samstagen über 30. Wenn man nicht mehr ganz so jung ist und mit kleinen Kindern ist ein Fernstudium eine schwere Sache. Die Schule wurde in 17 Monaten durchgezogen, die Termine zwischen den Samstagen waren manchmal total knapp. In dieser Zwischenzeit mußte die Lehrhefte durchgearbeitet werden, manchmal mehrere in einer Woche. Ich fahre 43 km zur Arbeit, arbeite 30 h die Woche und kann nicht über lange Weile klagen. Nur abends fand ich Zeit zum Lernen. 1 1/2 Jahr war der Druck des Fernstudiums mein ständiger Begleiter. Im Herbst 2011 habe ich alle 8 schriftlichen Prüfungen (tolle Empfehlung unserer Schule!) auf einmal gemacht. In Rewe war ich durchgefallen, mußte zur mdl. Ergänzungsprüfung, habe die dann aber mit 92 Punkten bestanden. Dann folgte noch das mdl. Fachgespräch. Das war dann die 10. Prüfung. Nun bin ich fertig, im doppelten Sinne. Habe die Ausbildung mit 77 Punkten im Durchschnitte beendet und kann das kaum glauben. Also erst mal, Fernstudium ist sehr schwer. Wer es irgendwie einrichten kann, sollte es wenn schon dann berufsbegleitend machen. Der Dialog mit dem Lehrer ist unersetzlich. Die Lehrheft lassen oft offen, ob man es richtig verstanden hat. Wenn schon Fernunterricht, dann wirklich am besten mit ergänzendem Unterricht, wo offene Fragen geklärt werden können. Und auf keinen Fall alle Prüfungen auf einmal. Alles aufteilen Stück für Stück. Wenn man dann nach den ersten Prüfungen feststellt, daß es gar nichts wird, kann man nach dem halben Jahr aufhören und hat nich so viel Geld in den Sand gesetzt, wie einige von uns, die zu keiner der 8 Prüfungen erschienen sind (sie wußten wohl schon warum). Ich habe (durch die Schule) mit alten Prüfungen gearbeitet und ich kann nur sagen, daß die Prüfunge in Rewe die schwerste der letzten Jahre war, viele sagen, eine ganz andere Liga, also deutlich gestiegenes Niveau gegenüber den Vorjahren. Es waren mit mir dementsprechend viele zur mdl. Ergänzungsprüfung anwesend. Sich Rewe allein beizubringen ist total schwer, vor allem wenn man nicht aus dem kaufmännischen kommt. Deshalb würde ich hier Unterricht nehmen. Der Teil 2 war von den Prüfungen her einfacher. Da hat man einen gewissen Bezug zum Gesundheitswesen. Ich würde mir nicht zu viele Bücher anschaffen, Selbststudium bleibt Selbststudium. Ich hatte zur Vorbereitung die Padberg-Bücher und habe vor der Ergänzungsprüfung noch mal Unterricht genommen. Ist schon was anderes, wenn es der Lehrer erklärt.

Viele Grüße
Birgit
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Beitragvon Eponine » 18. Januar 2012, 22:59

Genau deswegen habe ich zum Fernunterricht noch Präsenzkurse gebucht! Ich weiß, dass ich mir nicht alles alleine Zuhause beibringen kann. Jeder kann sich ja grob einschätzen, ich brauche schon mal einen Denkanstoß eines Fachkundigen und da machen zuzügliche Seminare durchaus Sinn. Ansonsten habe ich noch meinen Mann, BWLer und im Konzernrechnungswesen tätig! Er ist mir nur in seinen Ausführungen zu anstrengend - er ist halt kein Lehrer;-) und ich zu ungeduldig, weil er nicht auf den Punkt kommt, hahaha;-) Ehepaar halt! Ich denke, wenn ich ein bißchen bessere Kenntnisse habe, dass er mir dann auch mehr helfen kann.
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