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HFW und dann?

Rund um den Handelsfachwirt

Moderator: Reinhard

HFW und dann?

Beitragvon fsb40_85 » 5. Dezember 2009, 20:21

Hallo zusammen
Dachte mir, ich mache mal diesen tread auf.

Wer hat nach erfolgreichem Abschluß Handelsfachwirt bereits eine entsprechende Stelle? bzw Wie geht es nun weiter? Welche Pläne habt Ihr?

Die, die in Arbeit sind - werdet Ihr innerhalb des Unternehmens "befördert"?
Oder weitermachen wie bisher als "einfacher Verkäufer"?

Der Stellenmarkt sieht in den meisten Regionen Deutschlands nicht besonders gut aus für eine/n HFW oder täusche ich mich da?

Einige sagten ja bereits in einem anderen Beitrag sie möchten sich weiterbilden, anderen wiederum ist das zu stressig.

So, und nun bitte mal zahlreiche Meinungen!

Gruß
Detlef
fsb40_85
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Beitragvon Stormy1977 » 6. Dezember 2009, 10:38

Hallo !

Tja was soll man sagen... trotz HFW arbeitslos. Keine Stellenangebote vorhanden und sollte es mal zu einem Vorstellungsgespräch kommen, werden einem Löhne vorgeschlagen, wo ich für meinen Teil sagen muss, dann kann ich auch arbeitslos bleiben, habe noch ein paar Euro´s mehr in der Tasche.

Alles in allem, möchte ich bezweifeln, dass in der momentanen wirtschaftlichen Lage platz für HFW gibt. Die Betriebe können einfach nicht mehr genug Geld für Löhne ausgeben.

Möchte hier aber keine "ich schmeiß mich hinter´m Zug" Stimmung verbreiten. :P
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Karriere mit HFW

Beitragvon MonikaK » 6. Dezember 2009, 11:40

Hallo Leute,
also ich konnte mit dem HFW in unserem Unternehmen Karriere machen. Ich arbeite bei der Galeria Kaufhof (Metro AG). Ich wurde nach der HFW Prüfung vom Verkauf in den Zentralen Wareneinkauf versetzt.
Mittlerweile verdiene ich nach zwei Jahren fast das dreifache und der Job im Einkauf macht richtig Spaß.

Ich denke für junge und kreative Leute gibt es immer einen guten Job im Handel. Allerdings muss man schon sagen das es in der Branche nach Arcandor (Karstadt, Quelle) Insolvenz schwierig geworden ist. Dann kommt natürlich hinzu in welcher Region man in Deutschland sucht.
Die meisten in NRW, Hessen, Bayern und BW die ich kenne haben mit dem HFW Karriere machen können. Vorteil ist natürlich wenn man im Unternehmen oder im Handel gelernt hat. Quereinsteiger vom Schreiner zum Handelsfachwirt haben es natürlich sehr schwer. Würde fast sagen unmöglich. Viele Unternehmen suchen hauptsächlich Leute Branchenintern unter 35, das ist meine Erfahrung.

HFW alleine ohne Ausbildung im Handel oder Berufserfahrung bringt denke ich wenig. Die Fachwirtprüfung ist erst in Kombination mit einer praktischen Ausbildung oder ordentlich Berufserfahrung in Handel richtig was wert.

Monika
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Beitragvon Shinji » 7. Dezember 2009, 05:53

Also Unternehmensintern hat es mir nix gebracht, das wusste ich aber schon vorher !!! Aber wie hat mein Pa immer gesagt, man lernt für sich und nicht für Andere ;-)

Aber momentan nutze ich die Zeit um Berufserfahrung zu sammeln und eventuell noch den BW dran zu hängen.
Und wenn ich das erledigt habe, hoffe ich das die wirtschaftliche Lage besser geworden ist und ich damit mehr Chancen habe auf eine Stelle die ich mir vorstelle.... (wasn Deutsch ^^)
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Beitragvon Asyk82 » 7. Dezember 2009, 10:39

In den letzten zwei Jahren musste ich zwei mal den Arbeitgeber wechseln. Wirtschaftskrise sei dank.

Das erwähnen vom Handelsfachwirt Lehrgang kam aber eigentlich immer gut an, aber ´ne Jobgarantie war es letztlich natürlich auch nicht. Denn dann hätte ich nicht drei Monate vor der Prüfung wieder die Kündigung auf den Schreibtisch liegen.

Bei Vorstellungsgespräch bei meinem neuen Arbeitgeber war diese Zeile dick markiert. Aber vonnöten ist der Fachwirt für diese Stelle nicht. Letztlich verdiene ich nun sogar noch weniger als zuvor. Mein neuer Chef meinte, ich solle mich gut einarbeiten, mich beweisen und dann stehen auch andere Türen offen. Aber ich weis auch, dass die Chance auf ein sehr gutes Gehalt wohl noch sehr sehr weit weg liegt. Mein Zweitjob werde ich wohl noch ´ne Zeit behalten müssen.

Ich hab zwar keine Lust darauf, ständig in Jobangst leben zu müssen, aber vielleicht sind diese Wechsel ja auch ganz gut im Lebenslauf.
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Job und Studium in Berlin

Beitragvon HaFaWi » 10. Dezember 2009, 15:22

Hi leute,
also ich habe den Handelsfachwirt in Berlin auf der Grone Schule in 4 Monaten (Mai 09 - Sep 09) gemacht. Gleich beim ersten mal bestanden.
Letzte Woche habe ich erst die mündliche Prüfung bestanden und diese Woche schon meinen Arbeitsvertrag (40 Std/w, 27 Urlaubstage) in Berlin unterschrieben.
Ich beginne zum Anfang des Jahres einen Job im Personalmanagement / Verwaltung bei einem Berliner Verlag. Also Organisation, Personalplanung und und und....

Dazu bin ich noch an der FH für BWL eingeschrieben.

Ob ich Job und Studium unter einem Hut bekommen...wird sich zeigen.

Also bei mir hat dieses Jahr einfach alles super geklappt... Handelsfachwirt, Studienplatz und noch einen Vollzeitvertrag (und das in Berlin :roll: ) :-)....was will man bitte mehr...

Wenn man will geht alles.....
Gruß
HaFaWi
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Beitragvon der_zweifler » 2. Januar 2010, 16:12

Ich habe vor gut 6 Monaten die Prüfung zum HFW in Oldenburg gemacht. Ich denke schon, dass sich die Ausbildung lohnt.
Seit Oktober arbeite ich bei einem neuen Arbeitgeber und verdiene gut 6100.- brutto bei einer 40 Stunden Woche. Ohne die Fortbildung hätte ich meinen néuen Job nicht bekommen.
Ich bin der windigste Vertreter Norddeutschlands
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Beitragvon Stormy1977 » 3. Januar 2010, 11:05

6100 € brutto nicht übel. Das liegt ja fast in der Region was ein Bundestagsabgeordneter bekommt. Ist realistisch ? Naja lassen wir es mal so im Raum stehen. :roll:
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Beitragvon Mr. One Two » 3. Januar 2010, 22:31

Ja, das lässt man besser unkommentiert.

Sonst kommt noch jemand auf die Idee es handelt sich hierbei um Thomas Middelhoff. :)

Sehr realistisch.
Mr. One Two
 

Beitragvon 19HFW77 » 4. Januar 2010, 09:44

[quote="der_zweifler"]Ich habe vor gut 6 Monaten die Prüfung zum HFW in Oldenburg gemacht. Ich denke schon, dass sich die Ausbildung lohnt.
Seit Oktober arbeite ich bei einem neuen Arbeitgeber und verdiene gut 6100.- brutto bei einer 40 Stunden Woche. Ohne die Fortbildung hätte ich meinen néuen Job nicht bekommen.[/quote]

...dann erzähl uns bitte mal etwas mehr von deinem neuen Job, ist da alles legal :lol: , und vielleicht haben die ja auch ne Niederlassung in NRW, bei dem Gehalt hätte ich auch Interesse
:?:

Gruß
der Ungläubige
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Beitragvon Mikel85 » 8. Januar 2010, 12:52

Also ich bin auch schwer am überlegen was ich jetzt machen soll. Feststeht ich werde aufjedenfall noch etwas dranhängen. Ich schwanke zwischen Fernstudium zum B.A. oder dem staatlich geprüften Betriebswirt. Doch ich denke jetzt noch einmal ein Studium mit 24 anzufangen und mit 28 es erst zu beenden ist auch nicht das gelbe vom Ei. Ich will mich bloß so schnell wie möglich entscheiden.
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Beitragvon Asyk82 » 8. Januar 2010, 18:30

@Mikel85

Du solltest die Bedenken mit dem Alter ablehnen, auch wenn ich deine Bedenken verstehen kann. Dennoch, wenn du keine Lücken im Lebenslauf hast und somit Berufserfahrung, zeigt jede Fortbildung, ob mit oder ohne Abschluss, Entschlossenheit und Entwicklungspotential. Die Frage ist nur, ob man ein mögliches Vollzeitstudium finanziert und im Alltag geregelt bekommst. Freunde und Bekannte von mir fangen nach Ausbildung und Weiterbildung ebenfalls noch an zu studieren und kündigen sogar feste Arbeitsverträge. Harter Schritt, aber vielleicht sogar der Richtige.

Auch ich fange mir den Kopf zu zerbrechen, wie ich meine Zukunft beruflich vorstelle. Ich bin 27,5 Jahre alt und weis, dass ich meine Zeit nicht mit etwas verschwenden darf, das mir letztlich nichts bringt. Manchmal denke ich auch daran den staatlichen Betriebswirt zu machen und dann in Richtung Wirtschaftsinformatik. Der Grundgedanke ist der, mich in einen Fachbereich zu spezialisieren. Und das natürlich in einen Bereich, von dem ich mir Zukunft verspreche.

Mich reizt entweder die Informatik, die in der Unternehmensgruppe wo ich arbeite immer mehr gefragt wird, oder eben besonders der In-und Export. Nur wo und wie kann ich mit einem HFW darauf aufbauen ?. Dieser Abschluss darf nicht umsonst sein. Vielleicht also doch noch erst den Betriebswirt und nebenbei Englisch zu lernen, um dann später in den Fachbereich mit weiteren Schulungen sich in etwas einarbeiten ?.

Ich weis es nicht .... und ich hab keine Ahnung wer sich damit auskennt und mir eine Richtung vorschlagen kann. Das Arbeitsamt und dessen Berufsberatung ?. Ich weis nur, dass vor mir noch viel Arbeit liegt, dort der Anfang fällt mir schwer.

-Asyk-
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Beitragvon Mikel85 » 9. Januar 2010, 09:48

Ja das ist ein verdammt harter Schritt wenn ich das mache heißt das 3 Jahre bei den Eltern wohnen irgendwie meine Ausgaben mit Nebenjobs zu verdienen. Ich bin wieder von vielen abhängig das was ich nicht wollte aber das was ich vielleicht machen muss. Ein Fernstudium ist natürlich die alternative dazu, allerdings ist das weitaus härter als ein Studium und bei weitem teurer der B.A. kostet da knapp 10 000 € meines wissens. Die Entscheidungsfindung ist für niemand leicht hier, aber ich denke wenn einer von uns studiert und dieses Studium mit Erfolg abschließt sind wir mehr wert als jeder Studienabgänger der noch nie zuvor gearbeitet geschweigedenn in so einer Belastung stand wie wir mit dem Handelsfachwirt. Die Frage ist nur nimmt der Arbeitgeber einen 23 B.A. der noch gut formbar ist oder eher "einen alten Sack" (das ist nicht böse gemeint) mit 28 - 30.

Feststeht egal was ich mach ich muss dieses Jahr noch damit anfangen.....

Ach Asky frage leute die sowas gemacht haben oder event. machen. Die geben dir immer noch den besten Rat von allen. Und vergesse Berufsberater tut mir leid aber ich habe gegen die meine Meinung gebildet und die lautet PFEIFFEN!

Mikel
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Beitragvon bluebird31 » 25. Januar 2010, 13:57

Also, was das Alter angeht, würde ich keine Bedenken haben. Ich bin 31 und habe 2008 meinen K.i. Einzelhandel als Umschulung gemacht. Diesen dann mit 1,6 bestanden und mache jetzt meinen HFW. Was dann ist weiß ich noch nicht. Aber BW würde mich hinterher schon reizen. Ich mach das von meinen Prüfungsergebnis abhängig. Schaffe ich wieder einen 1, - Durchschnitt, mache ich weiter, wenn nicht, dann spezialisiere ich mich. Marketing, z, B. liegt mir voll.
Ich finde, lieber spät, als nie.

bluebird :lol:
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Beitragvon der_zweifler » 12. Februar 2010, 14:35

[quote="19HFW77"][quote="der_zweifler"]Ich habe vor gut 6 Monaten die Prüfung zum HFW in Oldenburg gemacht. Ich denke schon, dass sich die Ausbildung lohnt.
Seit Oktober arbeite ich bei einem neuen Arbeitgeber und verdiene gut 6100.- brutto bei einer 40 Stunden Woche. Ohne die Fortbildung hätte ich meinen néuen Job nicht bekommen.[/quote]

...dann erzähl uns bitte mal etwas mehr von deinem neuen Job, ist da alles legal :lol: , und vielleicht haben die ja auch ne Niederlassung in NRW, bei dem Gehalt hätte ich auch Interesse
:?:

Gruß
der Ungläubige[/quote]


Hallo,

ich bin gelernter Kaufmann im Groß- und Außenhandel in der Stahlbranche, wobei ich noch zusätzlich über einen Facharbeiterbrief in der Stahlverarbeitung habe. Nach meiner kaufmännischen Ausbildung bin ich sofort in den Außendienst gegangen und habe für zwei Arbeitgebern jeweils ein neues Verkaufsgebiet erfolgreich aufgebaut.
Natürlich habe ich mit der Zeit mitbekommen was gezahlt wird wenn man verkaufen kann, jetzt arbeite ich als Regionalverkaufsleiter für Norddeutschland in der Stahlbranche.
Und die Arbeitszeit halte ich natürlich ein, denn die Kunden wollen ja schließlich was von mir.....ich kenne natürlich auch die Zeiten wo ich locker 50 - 60 Stunden pro Woche gearbeietet habe.
Ich bin der windigste Vertreter Norddeutschlands
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