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IHK Prüfungen sind eine Frechheit -- rausgeschmissenes geld

Rund um den Immobilienfachwirt.

IHK Prüfungen sind eine Frechheit -- rausgeschmissenes geld

Beitragvon Immobiien_hai » 26. März 2011, 14:24

eins muss ich dazu sagen ich mag meinen beruf sehr gerne, gehe gerne jeden tag in die arbeit. arbeite seit 8 jahren in der immobranche als WEG verwalter
seit oktober 2009 durchlaufe ich meine weiterbildung als immobilienfachwirt bei der ihk. und ich muss wirklich sagen das es eigentlich rausgeschmissenes geld ist.
ich stehe 6 monate vor der prüfung und habe 7 ordner voll bist oben mit lernstoff. ein skript mit 40 seiten wird an einem abend durchgenommen, total sinnlos weil man sich eh nichts merken kann. und wenn man sich die prüfungen anschaut ist das weitab von dem was man im unterricht dran nimmt.

leider kann man gegen die prüfung an sich nichts machen, wie auch.
ich lerne seit februar 2010, sehr intenssiv.

ich hab sämtliche prüfungen der fachwirte prüfungen. es sind immer ca. 7 fragen, insgesamt habe ich dann dort ca. 30- MAXIMAL aber sehr selten 40 punkte.

eigenlich ist es schon eine frechheit aber leider, aufregen bringt da nichts.
da müssen wir uns wohl den alten herren unterwerfen die die prüfung erstelln. FUCK OFF IHK
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Beitragvon brinki » 26. März 2011, 18:16

Also, ich habe Einiges an Prüfungserfahrung mit den IHK-Prüfungen
(bin Personalfachkauffrau) und am Mi + Do schreibe ich hoffentlich meine letzten beiden Fächer als Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (2. Anlauf).
Die Prüfungen sind der absolute Oberhammer. Mein größtes Problem:
Ich komme zeitlich überhaupt nicht klar.

Andrea
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prüfung

Beitragvon Immobiien_hai » 26. März 2011, 19:58

ich weiss nicht wie es bei dir ist, aber bei uns wird schon eigentlich fast alles im unterricht behandelt aber nur ziemlich oberflächlich.

wir hatten zum beispiel den begriff outsourcing durchgenommen. in einer prüfung kommt dann auch so eine frage dran ABER die fragen dann

was ist Transformational Outsourcing und Knowledge Process Outsourcing...
hab noch nie von sowas gehört.

oder

beschreiben sie anhand eines beispiels die wirtschaftlichkeit von outsourcing??????????????????????
was sollen so welche fragen....ich bin kein bänker oder dr. der volkswirtschaft
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Beitragvon brinki » 26. März 2011, 20:01

Ich hatte Outsourcing sogar als Thema in der mündlichen Prüfung
(Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen).
Oberflächliche Antworten hätten da definitiv nicht gereicht.

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Beitragvon Immobiien_hai » 26. März 2011, 22:54

also für mich war das bis jetzt der größte fehler mich für den fachwirt entschieden zu haben. hätte ich lieber ein studium gemacht...hätte mir mehr gebracht
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Beitragvon morrro » 27. März 2011, 11:22

Moin!

sicherlich ist es mehr als ärgerlich wenn ein Teilnehmer alles andere zufrieden mit der Weiterbildung an sich und dem Weiterbildungsziel ist, dennoch ist vieles was hier geschrieben wird schlicht ein nur sehr einseitiges Meinungsbild um nicht zu sagen "nahezu haltlos".

1. eine Weiterbildung ist niemals rausgeschmissenes Geld. Eventuell erhält der Teilnehmer nicht das was er sich erhofft hat - jedoch ist eine Weiterbildung stets eine Investition in eigenes Wissen und bringt persönlich Vorteile und nicht zuletzt sehen das die Personaler und Chefs i.d.R. sehr gerne.

2. 7 Ordner mit Lernstoff findest du viel? Dann geh mal studieren, da kannst mit einer Sackkarre die Unterlagen nach Hause transportieren. Du musst Themengebiete nach ihrer Wichtigkeit und Häufigkeit in vergangenen Prüfungen selektieren und schnell bleibt nur noch die Hälfte oder 2/3 des Stoffes übrig - der Rest ist Füllmaterial für die sogenannten Einserbremsen oder einfach nur weiterführendes Wissen.

3. Präsenzunterricht ist dann sinnlos wenn der Dozent vorne steht und nur vor sich hinplabbert - oder schlimmer noch aus dem Skript vorliest wie im Kindergarten (auch das solls geben). Wenn jedoch der Lehrgang den Dozenten mit Fragen nach Zusammenhängen, Vertiefungen ....löchert ist der Unterricht keineswegs sinnlos. Lesen und Lernen kann jeder selbst zuhause (so macht das auch Sinn) aber Themen über die sich das Skript ausschweigt kannst du nur durch mühsame Eigenrecherche oder aber die Löchern des (hoffentlich) Fachmanns erfahren.

4.
...ich lerne seit februar 2010, sehr intenssiv ...ca. 7 fragen, insgesamt habe ich dann dort ca. 30- MAXIMAL aber sehr selten 40 punkte.

Das ist schwer zu glauben. Vielleicht ist der Maßstab den du bei der Selbstkorrektur ansetzt einfach viel zu hoch? Man kann beinahe überall Punkte abgrasen selbst bei Fragen die einem zunächst einmal gar nichts sagen - hierzu weiter unten mehr.

5.
Ich komme zeitlich überhaupt nicht klar.
Dieses Problem ist bekannt und durchaus gewollt. Hier ist Selbstdisziplin und gutes Einschätzungspotenzial gefordert. Zeit lässt man nur bei Punkten die man sich sicher holen kann - und auch dann nur gerade soviel Zeit wie absolut notwendig (vgl. Extremumprinzip) Man sollte in der Lage sein zu erkennen wieviel Antwort für die ausgespriesenen Punkte notwendig ist.

Beispiel 1 "Nennen Sie 5 (Merkmale oder ähnliches)" für 5 Punkte
Da braucht es exakt 5 Wörter als Antwort. Ein kurzer Einleitungssatz - z.B. 5 Merkmale des perfekten Beantworten von Fragen sind - ist schon ein Bonbon obendrauf. Wird gerne gesehen - wird und kann aer nicht bepunktet werden. Somit ist das eigentlich schon zuviel des Guten.

Beispiel 2 "Nennen und erläutern sie"
Hier brauchts schon ein bisschen mehr - und zwar exakt eine Aufzählung plus einem einzigen (kurzen) Satz zur Erläuterung je ausgepriesenem Punkt.

Beispiel 3 "Beschrieben Sie"
Naja, hier wird halt ein bisschen beschrieben. Sind zum Beispiel 5 Punkte ausgepriesen dann stopfe ich bestensfalls 5 Argumente in einen einzigen Satz rein. Es kommt niemals auf die Fülle der Antwort an sondern einzig und allein auf die Inhalte und die erbrachte Form in der die die Inhalte dargeboten werden.

6 Oberflächliches behandeln des Stoffes
Hier ist eine Einschätzung aus der Ferne etwas schwierger da ich weder die Dozenten noch die Teilnehmenr kenne. Wenn das alles aber nur oberflächlich und flüchtig angesprochen wird muss der Lehrgang rebellieren. Solche Pappnasen als Dozent hatte ich selbst auch und ihr könnt sicher sein dass die sich gewünscht haben unseren Lehrgang niemals gesehen zu haben.
Aber nochmal: Lernen muss man zuhause. Im Unterricht wird erläutert, erklärt, verknüpft uswusf.

7. Outsourcing, Transformational Outsourcing und Knowledge Process Outsourcing
Zunächsteinmal sollte man darauf gefasst sein dass in nahezu jeder IHK Prüfung eine sogenannte Einserbremse dabei ist - ihr wollt ja nicht das Strassenkehrerdiplom sondern einen Fachwirt und ihr habt euch für eben diesen Fachwirt entschieden weil ihr euch etwas davon versprochen habt. Was wäre das für ein Versprechen - welchen Stellenwert hätte ein Fachwirt - wenn die Prüfungen Sandkastenniveau hätten?
Was also tun mit solchen Fragen?
Als erstes beantwortet man alle anderen Fragen bei denen die Punkte in Reichweite sind. Primäres Ziel: 50 + X erreichen.
Erst wenn die übrigen Aufgaben ausreichend beackert wurden geht man an solche Killerfragen ran.
Generell gilt: Einserbremsen werden von einer verschwindend geringen Teilnehmerzahl gut oder befriedigend beantwortet.
Weiterhin gilt: normalerweise sind die Prüfer keine Unmenschen und passen die Punktevergabe dementsprechend an.
Wenn du also nicht weißt was Transformational und KPO bedeuten dann erzählst du einfach etwas vom Outsouring an sich und schwafelst ein wenig darüber dass Outsourcing in verschiedensten Unternehmensbereichen möglich und sinnvoll ist / sein kann.
Teilpunkte sind dir damit sicher.

8.
beschreiben sie anhand eines beispiels die wirtschaftlichkeit von outsourcing??????????????????????
was sollen so welche fragen....ich bin kein bänker oder dr. der volkswirtschaft

Ehm, sorry ich muss das so sagen:
Das mein Lieber ist Grundwissen wenn nicht sogar Allgemeinwissen und das sind auch keineswegs Themen aus dem Bankwesen oder der Volkswirtschaft. Diese Thematik läufit dir in nahezu jedem Unternehmensbereich über den Weg.
Obendrein ist das der dankbarste Aufgabentyp den man sich überhaupt vorstellen kann.
Hier musst du dir nur ein Szenario vorstellen oder eines aus deinem Berufsleben hernehmen und beschreiben.
!Da steht eindeutig beschreiben - also schwafeln!
Nun denn:
Hausmeisterarbeiten werden häufig an Nachunternehmer vergeben da diese kosteneffizienter und effektiver arbeiten können als eine eigene Hausmeisterarmanda. (soweit die extremste aller denkbaren Kurzformen, noch ein bisschen ausschmücken, Stichworte wie Rentabilität usw einbauen und fertig ist die Laube.)
In dieser Aufgabe stecken (wie in jeder Aufgabe) Schlagworte (die kannst du dir beim ersten durchlesen gern farbig markern).
Die Schlagworte hier sind:
- beschreiben: also muss ich rumlabern
- Beispiel: also eine (fiktive oder reale) Situation hernehmen
- Wirtschaftlichkeit: grob gesagt es geht meistens irgendwie um die Wirtschaftlichkeit - also Moneten, reale oder immatrielle Werte, Zeit uswsuf.
Ein Fachwirt sollte beim Stichwort Wirtschaftlichkeit in der Lage sein ganze Arien von Argumenten singen können, weil dies zur Anforderung eines jeden Fachwirtes gehört.


Du schreibst dass du an alten Prüfungen übst, daher noch ein Tipp zum Schluß. Die Lösungsvorschläge heisen nicht umsonst "Vorschläge" weil es eben keine Musterlösungen sind sondern eben schlicht und ergreifend nur Vorschläge. Gerade bei offenen Fragestellungen, Schwafelfragen...gibt es eine Unzahl von richtigen Lösungen. Man darf niemals den Fehler begehen und denken man hätte exakt den einen Lösungsvorschlag bringen müssen.

Offene Fragen mit Bezug zur Realität wie unter Punkt 8 behandelt sind dankbare Aufgaben, dennoch für manche Teilnehmer schwierig zu lösen (speziell für die Fraktion Auswendiglerner) denn hier muss man zeigen dass
man das erlernte Wissen auch anwenden kann und das kann doch wirklich jeder - man muss nur ein wenig Vorstellungsvermögen, Kreativität und manchmal auch Fantasie mitbringen.
Mich erwischte im Studium mal eine Frage zum Thema Umweltmanagement eiskalt. Da waren 25 Punkte ausgelobt und ich konnte mit der Frage (und dem Thema) einfach nichts anfangen - da ging es wirklich um Bestehen oder mit wehenden Fahnen untergehn.
Also hab ich aus Verzweiflung Brücken geschlagen. Kam vom Umweltmanagent zu Greenwashing - dann schnurstracks zum Marketing und von dort hab ich noch einen Abstecher zum Thema Integrative Managementsysteme gemacht. Meine Antwort hatte absolut nichts mit Umweltmanagement zu tun dennoch hab ich fast alle Punkte abgegrast (und der Prüfer hat mir ca 20 Smilies anden Korrekturrand gepinselt). Mit Kreativität lässt sich so manches lösen.

Und nun noch ein allerletztes Wort zum Thema "hätte besser studieren sollen".
Einen Fachwirt mit einen vollwertigen Studium zu vergleichen bedeutet man unterstellt dem Automechaniker dass er eine Zeitmaschine bauen könnte weil die Zeit bei Bewegung relativ betrachtet langsamer vergehen müsste.
Eine vorakademische Weiterbildung kann man niemals mit einem Studium vergleichen. Da liegen nicht nur Welten sondern gleich ganze Galaxien dazwischen. Ich selbst habe den Weg vom Fw über den Bw bis hin zum Akademiker gemacht und kann daher glaube ich mit Fug und Recht eine Meinung abgeben.

Trotz allen Widrigkeiten:
Ich wünsche viel Erfolg für die anstehenden Prüfungen. Immer daran denken: Das haben vor dir schon viele geschafft udn auch nach dir werden es viele packen - warum solltest also ausgerechnet du scheitern?

mfg
Zuletzt geändert von morrro am 8. April 2011, 16:04, insgesamt 3-mal geändert.
Studium = der sicherste und teuerste Weg um festzustellen , dass man nichts weiß.
"Wussten Sie schon, dass eine Pendeluhr physikalisch betrachet nichts anderes als ein Minikraftwerk ist?" ^^
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Beitragvon brinki » 27. März 2011, 16:48

Also, ich bleibe absolut bei meiner Meinung, dass - auch wenn man Deine Tipps beherzigt - die Zeit viel zu knapp bemessen ist.

Andrea
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Beitragvon M.Wilhelm » 27. März 2011, 16:57

Super Beitrag, morrro!

Gruß,
wi
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Bildungshaus der IHK Region Stuttgart
http://www.ihk-bildungshaus.de/
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Beitragvon Juliaanna » 28. März 2011, 06:48

Hi,

finde den Beitrag auch wirklich sehr gut geschrieben. Ich mache den FW auch über ein Fernstudium, daher eh schon hohe Selbstdisziplin. Natürlich hat man vor jeder Prüfung bedenken, das man es auch schafft aber ich muss zugeben das ich den 1. Prüfungsteil echt super absolviert habe und ich glaube, dass es auch absolut machbar ist für den 2. Teil.

Viel Glück an Alle die auch wie ich jetzt vor der nächsten Prüfung stehen !

LG
Juliaanna
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Applaus!

Beitragvon fachwirt » 30. April 2011, 11:01

Hallo Morro!

Ein wirklich guter, ehrlicher und realitätsnaher Aufsatz! Finde ich spitze, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier so ausführlich zu antworten und die Dinge ins rechte Licht zu rücken!

Viele Grüße
Fachwirt
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PS:

Beitragvon fachwirt » 30. April 2011, 11:02

Für diejenigen, die es falsch verstehen könnten. Mein Lob an Morro war weder zynisch noch sarkastisch gemeint.
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Beitragvon gtw-Sander » 25. Mai 2011, 08:35

Hallo an Immohai und alle anderen,

hier wollte ich mal drauf hinweisen dass es einen offiziellen Rahmenstoffplan für den ImmoFW gibt, in dem all diese Termini was wie gewusst und gekonnt werden soll, drinsteht. http://www.dihk-verlag.de/rahmenplaene.html
Ich bedauere sehr, dass IHK und Bertelsmann gemeinsam diese Rahmenpläne verkaufen, anstatt an die Teilnehmer ihrer Lehrgänge zu verteilen. Aber in der Immofachwirtverordnung steht auch schon einiges drin: http://www.bundesrecht.juris.de/bundesr ... gesamt.pdf

Die IHK hat uns Weiterbildnern in diesem Frühjahr endlich eine PrioListe - welche Themen in welchem Fach wie viele Punkte geben wird, zukommen lassen. Danach könnt ihr eure Weiterbildner auch fragen. Sie gilt allerdings erst ab Prüfung Frühjahr 2012.

Die Prioliste ist bei uns - neben Übungen und Bearbeitung von beispielhaften Prüfungsfragen in der Blockwoche - im Lehrgang drin.

Ich weiß wohl dass die Lehrgänge unterschiedlich sind und habe schon die IHK Skripten gesehen, die sehr umfangreich sind.

Auch die Konzepte der Lehrgänge sind unterschiedlich.

Allen gleich ist: wenn man sich nicht richtig reinhängt, klappt die Prüfung kaum auf Anhieb, auch nicht mit Lehrgang. Auf jeden Fall sollte man den Lehrgang gut nutzen und ernst nehmen.

Ich wünsche euch allen viel Erfolg dabei.
Beste Grüße!

Anita Sander
Schulungsleiterin

gtw - Weiterbildung für die Immobilienwirtschaft
Westendstr. 179, 80686 München, info@gtw.de, www.gtw.de

PS: Posting-Leser sind herzlich eingeladen, den aktuellen Stand zu erfragen.
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Beitragvon Immobiien_hai » 8. Juni 2011, 08:46

hallo frau sander,

danke für ihre antwort. netter beitrag.
aber wie schon gesagt, ich bleibe dabei die prüfungen sind nicht fair.
wenn sich die prüfer einfach an den lehrplan halten würden, dann würden auch eine mehrheit der prüflinge die 50 punkte marke erreichen.

zudem ist es einfach auch viel zu wenig zeit zu lernen, und zu viel stoff der am abend in der vorlesung sowieso nicht vertiefend eingetrichtert wird.

für mich war der fachwirt auf jedenfall die falsche entscheidung.
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Beitragvon Threepwood » 8. Juni 2011, 20:49

Zwar nicht mein Bereich (bin techn. Fachwirt) aber ich fand den Threadtitel interessant.

Zu wenig Zeit zum lernen? Würdest du ein Fernstudium durchziehen wollen würdest du wohl zeitlich nicht mehr dazu kommen überhaupt den Computer anzumachen. Diejenigen in diesem Forum die an einer FH/Uni studieren können sicherlich bestätigen das es Profs gibt die in den Hörsaal kommen, 4 Stunden ausschweifend schwafeln und wieder abhauen ohne eine Frage zu beantworten.

Dann stehst du da mit deiner Suppe.

Niemand wird dir den Stoff eintrichtern, nicht die IHK und erst recht keine Hochschule, das musst du schon selbst. Erwachsenenbildung hat das mal jemand genannt.

Das der Begriff des Outsourcings zum Vokabular eines jeden Fachwirtes gehört muss man nicht nochmal erwähnen.

Finde es immer wieder interessant wie oft sich die Beschwerden der Leute gegenüber der IHK und anderer Anbieter ähneln und wie schnell man diese entkräften könnte.

Zu dem Thema Rahmenpläne. Warum sollte die IHK daran interessiert sein diese kostenlos zu verteilen? Damit jeder direkt weiß was unwichtig ist und worauf er sich beim Lernen konzentrieren soll damit auch wirklich jeder auf Anhieb die Prüfung besteht? Das wäre doch absurd. Derjenige der das nötig hat soll gefälligst auch zahlen.

Ich kann auch verstehen das die IHK diese ungerne und zögernd an Dienstleister ausgibt, gehen den IHKen dadurch doch Lehrgangsgebühren verloren.

Zum Schluß kann ich nur sagen das ich niemals das Gefühl hatte in den Prüfungen unfaire Fragen beantworten zu müssen.

PS: Ich stimme Fachwirt zu, was morrro da geschrieben hat entspricht wirklich der Realität!
Threepwood
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Beitragvon TK » 8. Juni 2011, 22:02

Hallo Threepwood!
Ich kann auch verstehen das die IHK diese ungerne und zögernd an Dienstleister ausgibt, gehen den IHKen dadurch doch Lehrgangsgebühren verloren.

Hmm ... Früher hatte der TÜV quasi ein Monopol. Hätte der TÜV auch noch Autowerkstätten betrieben, dann wäre die Situation ähnlich der gewesen, in der sich Kammern befinden, die gleichzeitig ausbilden und prüfen.

Ich halte das "Stuttgarter Modell", in dem die IHK die Lehrgänge nicht veranstaltet, sondern in dem "kammernahe Einrichtungen" dies tun, für "sauberer" im Sinne der Gewaltenteilung. :wink:

Bye
-Tim
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