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Machbarkeit?

Rund um den Versicherungsfachwirt

Moderator: Mike

Machbarkeit?

Beitragvon Johannson » 27. Februar 2011, 03:29

Hallo bin neu hier und hoffe das ihr mir helfen könnt.

Meine Situation:
Bin 29. Schule Erweiterter Sek I auf der Höheren Handelsschule
(Die Botschaft ist: kein Abiturient, und schon länger her)

2005 zunächst nebenberuflich in Versicherungsbranche gestartet.
Ende 2005 hauptberuflich.
März 2006 Prüfung zum Versfachmann bestanden.

Von Mitte 08 bis Mitte 09 "kreative" Pause, weil festgestellt das der Arbeit- bzw. Auftraggeber nicht das richtige für mich ist. (Strukturvertrieb mit Wettbewerbsverbot im Vertrag)

Seit Mitte 09 Angestellt im Außendienst als Einfirmenvertreter.
Alles top, aber ich will weiterkommen.

Nun will ich gerne den Fachwirt "machen".
Die eigentliche Frage ist: Für wie machbar haltet ihr das ganze?
Ich meine ich habe die Prüfung gut bestanden, aber das ist ein halbes Jahrzehnt (klingt dramatischer :D ) her und selbstverständlich beschränkte sich die Prüfungsvorbereitung durch die Seminare des "AG´s" auch darauf uns durchzubringen und die Vorbereitung und auch die Prüfung ist ja doch recht vertriebsorientiert aufgebaut.
Und ich habe immer nur im Außendienst gearbeitet und tue das auch jetzt noch.
Und vieles oder einiges (jedenfalls geht es mir so) vergisst man bei der täglichen Arbeit dann doch, weil man es zu selten anwenden muss.

Ich behaupte jetzt also mal selbstkritisch, das die Vorbildung nicht optimal gegeben ist. ABER ich bin bereit zu ackern!!!

Ich erwarte jetzt natürlich keine 100% Antwort, aber ein paar Einschätzungen wären echt super.
Hatte vielleicht jemand ähnliche Ausgagngsvoraussetzungen?

Bitte gebt einfach euren Senf zu meinem Bier. :D

Gruß Jo
Johannson
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Beitragvon LillyJo82 » 28. Februar 2011, 18:52

Hey Jo (lustig - ist auch mein Spitzname),

also ich 28, habe auch kein vollwertiges Abi, bin gelernte Kauffrau für Bürokommunikation, habe seit Okt 2006 beim Makler eines großen Baukonzerns gearbeitet - das tue ich jetzt noch - und hab es auch geschafft. Und das ohne große Vorkenntnisse.

Ich sehe es sogar als großen Vorteil, das du im Außendienst arbeitest - denn zumindest der alte Fachwirt setzt da schon ein wenig was voraus, was man als Innendienstler oder Unwissender nicht zwingend mitbekommt.

Also ran an den Speck und versuchen! Aufgeben kann man immer noch.

Habe von einer Bekannten gehört, dass der neue Fachwirt sogar ein wenig leichter sein soll.

Also, auf was wartest du noch?! :wink:

Viel Erfolg!!!
LillyJo82
 

Beitragvon MaBoe » 7. März 2011, 09:38

Moin!
Also machbar ist das. Wir hatten in unserem Kurs zwei Leute sitzen, die mit Versicherungen gar nix am Hut haben:
1. einen Speditionskaufmann, der sich bei seinem AG ab Mitte des Jahres um Transportschäden kümmern soll.

2. Einen Taucher, der bei einem medizinischen Unternehmen arbeitet und die wollten gerne jemanden in den eigenen Reihen haben, der sich mit Versicherungen "auskennt"

Beide haben es mit relativ wenig Einsatz geschafft...jedenfalls waren sie oft nicht bei den Vorlesungen.

Also hau rein, sollte klappen!
MaBoe
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Beitragvon Carsten » 20. März 2011, 14:38

Wenn ich sowas schon lese: Mit relativ wenig Einsatz !!!!! Da sträuben sich mir die Nackenhaare.

Natürlich ist es zu schaffen. Aber mit wenig Einsatz sicherlich nicht. Richtig ist, daß man sich ein Großteil der Vorlesungen klemmen kann, obwohl ich selbst (Prüfung in 2008 nach "altem" Recht) mich das nie getraut habe.

Aber wer per se nicht ständig lernt, der wird an der Fülles des Stoffes krepieren und das ging bei uns ca. 50 % der Leute so nach dem ersten Jahr. Diejenigen, die aber schön den Stoff regelmässig nachgelernt hatten, haben es auch in einer Rutsche gepackt. Du mußt dich also fragen, ob du genug Zeit außerhalb deiner Arbeit zum Lernen hast.

Der Erfolg dieses Studiengangs hängt absolut nicht mir Vor- oder nicht Vorkenntnissen zusammen. Ich selbst bin von Hause aus Sparkassenbanker und somit Seiteneinsteiger.
Also: schaffen kannst du es mit nötigem Engagement auf jeden Fall.Nur Mut !
Carsten
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Beitragvon Martina1 » 20. März 2011, 15:56

Hallo,

ich mache seit vergangenen Oktober auch den Fachwirt und bin Quereinsteiger. Wenn ich nicht jede Vorlesung nacharbeiten würde, wäre ich wahrscheinlich schon weg vom Fenster. Das liegt einfach an der Menge des Stoffs und wenn man nicht dran bleibt, steht man irgendwann vor einem riesen Berg. Es gibt bestimmt einige, die die Prüfung mit wenig Aufwand bestehen, allerdings sind das eher Ausnahmen. Man sollte sich schon bewußt sein, dass es einen erheblich zeitlichen Mehraufwand bedeutet.

Gruß
Martina
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Beitragvon Johannson » 22. März 2011, 23:26

Hey ho,

cool, cool; danke für die Antworten!

Das stimmt mich ein bißchen optimistischer, trotzdem noch ein, zwei weitere Fragen:

Ich weiß das ist wahrscheinlich schon hundertmal an anderen Stellen durchgekaut werden, trotzdem, ihr kennt ja nun meine Situation, was denkt ihr (nur so ganz grob) wieviel Zeit man ackern sollte.
Also ich will natürlich jetzt keinen Lehrplan oder sowas.
Aber vielleicht könnt Ihr mir sagen was ihr macht bzw. machtet...
2 Stunden nach den Vorlesungen, oder jeden Tag 3 Stunden, jeden Tag eine, pro Woche 4.
Was macht ihr so?

Das andere was mich noch interessiert ist, ob ihr was über die wege sagen könnt, und wie das genau abläuft. Ein kumpel von mir macht jetzt den steuerfachwirt und der muss immer freitags von 14 bis 21 uhr und samstags von 9 bis 16 uhr. er ist just im märz gestartet und hat schon im oktober die letzten kurse und im dezember prüfung.
das dauert doch bei "uns", so ca. 2 jahre oder?

Danke vorab

gruß jo
Johannson
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Beitragvon Carsten » 23. März 2011, 15:57

Hallo,

das Lernen teilt sich jeder selbst ein.
Es gibt keinen Königsweg. Ich habe jeden Tag so 1-2 Stunden gemacht. Hüte dich vor Aussagen wie "ich hab mir das mal 2 wochen vor der Prüfung angeschaut". Ich hatte bereits geschrieben, daß diejenigen, die das tatsächlich so gemacht haben, gescheitert sind zumindest im ersten Durchlauf.
Ich habe vor allem mit alten Prüfungen gelernt, gabs damals beim Bertelsmann Verlag und mit den BWV Büchern (habe ich hier auch inseriert) und halt Internet. Aber die alten Prüfungen waren schon ein tolle Unterstützung.
Das ganze dauert 2,5 Jahre und je nach dem was man für Kurse bucht, findet es am WE oder in der Woche statt. 2. Jahr war nur noch in der Woch bis auf KoMa, das war am Wochenende.

Ich glaube aber, du bist zu verbohrt, wenn ich das mal so sagen darf. Es haben schon tausende vor dir bestanden, warum nicht auch du ??? Und da war alles dabei, vom Seiteneinsteiger, über Sachbearbeiter bis zum Außendienstler.

Wenn es dir die 50 Euro wert sind, kannst du auch gerne meine Bücher haben. Inhaltlich sind die noch akutell, dann kannst du dir einen Überblick verschaffen über die Inhalte. Mußt du wissen.

Vielen Grüße
Carsten
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Beitragvon Martina1 » 26. März 2011, 17:36

Hi Jo,

es ist schwierig zu sagen, wieviel Zeit du zum Lernen benötigts, denn jeder lernt anders. Manchen reicht es die Skripte und das Buch nochmal nachzulesen. Mir persönlich reicht das nicht. Ich fasse die Skripte nochmal zusammen und übertrage dann die wichtigsten Punkte auf Karteikarten. Ich habe Donnerstag abends 3 Stunden und Samstag morgens 4 Stunden Vorlesung und lerne Sonntags mindestens 4 Stunden und unter Woche an zwei Abenden jeweils 3 Stunden. An den restlichen Tagen ist es dann so, dass ich entweder ein Skript nochmal durchlese oder meine Kateikarten. Es gibt nur wenige Tage, an denen ich mich nicht mit dem Studium beschäftige. Aber wie schon gesagt, wieviel man fürs Lernen aufbringen muss ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Das wirst du rausfinden.

Gruß
Martina
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Beitragvon MaBoe » 3. Mai 2011, 21:32

Also ganz ehrlich, mir haben drei Wochen Urlaub vor der Prüfung 1. Teil und eine Woche vor der Prüfung 2. Teil gereicht. Nachgearbeitet habe ich nie, hatte dazu weder Zeit noch Lust. Und von denen, die es so gehalten haben wie ich, kenne ich einige. Sicherlich war es nach der alten Prüfungsordnung leichter, da viele Prüfungen zum lernen vorliegen, aber ich halte es trotzdem für übertrieben zu sagen, man müsse jeden Tag nacharbeiten...
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Beitragvon M.Wilhelm » 4. Mai 2011, 10:19

Hallo,

das "jeden Tag nacharbeiten" hat prinzipiell nichts mit dem Volumen an Info zu tun, sondern mit der Lernkurve und damit der Qualität des Wissens.
Ich habe jetzt nicht die Zeit, das hier genauer auszuführen, vielleicht kann das einer der Dozenten übernehmen.
Fakt ist allerdings, dass ständige Wiederholung das Wissen festigt.

Einfach mal "Lernkurve" googeln.

Gruß,
wi
IHK-Bildungshaus Grunbach
Bildungshaus der IHK Region Stuttgart
http://www.ihk-bildungshaus.de/
M.Wilhelm
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