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Wirtschaftsfachwirt alte/neue Prüfungsordnung - Unterschied?

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Wirtschaftsfachwirt alte/neue Prüfungsordnung - Unterschied?

Beitragvon Scheriffa » 9. März 2010, 12:46

Hallo Zusammen,

bin ganz neu hier und auch ganz neu im Thema Wirtschaftsfachwirt.
Hatte am Samstag zum ersten Mal Schule.
Ich mache die Weiterbildung allerdings am IFM mit anschließender
IHK-Prüfung.

Was mit etwas verärgert, dass in der ersten Vorlesung (Buchhaltung und Jahresabschluss) völlig
unterschiedliche Fachwirte zusammen Unterricht hatten.
Es können doch also gar keine Schwerpunkte gesetzt werden...

Was ich mich nun frage - was ist der Unterschied zwischen der alten und der
neuen Prüfungsordnung?
Ich habe an meinem ersten Prüfungstag vier verschiedene Fächer.
- Rechnungswesen
- Recht und Steuern
- VWL
- Unternehmensführung

Drei Wochen später habe ich dann zwei Tage hintereinander die
situationsbezogene Fachaufgaben.
Danach dann mündlich.

Ist das nun die neue oder die alte Verordnung?

... bin schon gespannt auf eure Hilfe.
Vielen lieben Dank :-)
Scheriffa
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Beitragvon cafu » 9. März 2010, 12:49

das ist die neue verordnung!
Hier könnte ihre Werbung stehen!
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Prüfungsordnung

Beitragvon Reinhard » 9. März 2010, 17:16

Eine Übersicht über die Regelungen / Fächer der Prüfungsordnung findest Du hier: http://www.fachwirte.org/index.php?id=21
Am Ende ist auch ein Link zum download der kompletten PO als pdf-Datei.

Über das IFM findest Du hier in verschiedenen Foren Einträge mit Beschwerden, dass Leute mit völlig unterschiedlichen angestrebten Fachwirte-Prüfungen zusammen unterrichtet werden, um überhaupt einen Kurs voll zu kriegen. Ich kann das IFM nicht aus eigener Erfahrung beurteilen; im gegebenen Fall ist es jedenfalls so, dass die Fächer bis zur 1. Teilprüfung ("wirtschaftsbezogene Qualifikationen") bei mehreren Prüfungsordnungen gleich sind - spannend wird es allerdings beim spezifischen (zweiten) Teil...

Für bedenklich halte ich diesen Gemeinschaftsunterricht trotzdem:
1. die Vorkenntnisse und Erfahrungen der Teilnehmer sind noch heterogener;
2. für die Dozenten ist es schwieriger, praxisorientierte Beispiele zu finden, die alle nachvollziehen können;
3. die Klausuren setzen auch bei identischen Fächern unterschiedliche Schwerpunkte - z.B. VWL kommt bei Handelsfachwirten fast immer Preiselastizizät vor, bei Bilanzbuchhaltern Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, bei Industriefachwirten Außenhandel.
e-books zu Lernpraxis; Klausurtipps; Ergänzungsprüfungen; Präsentation und Fachgespräch - bei amazon:
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Beitragvon Scheriffa » 9. März 2010, 19:38

Hallo Reinhard,

da hast du wohl recht.

Ich finde es auch absolut nicht in Ordnung, dass die verschiedenen
Fachwirte zusammen gewürfelt werden.
War am Samstag wirklich etwas geschockt darüber.
Immerhin bezahle ich viel Geld und dafür, dass ich den FW innerhalb
von einem Jahr absolviere, möchte ich eigentlich eine gute und vor allem
intensive Betreuung.

Zu was das führt, habe ich am Samstag gesehen.
Die gesamten Techniker hatten noch nie von einer Bilanzierung und einer
GuV-Rechnung gehört... Na prima!!

Marketing z. B. umfasst in meinen Skripten 300 Seiten.
Buchführung enthält weniger Seiten...!!
Läuft da alles richtig?! Vielen Dank, da bleibt einem nur noch die
Sekundarliteratur... :-(
So frage ich mich auch, ob es dem Studienteilnehmer gegenüber korrekt ist, wenn er nicht mal eine auf seinen Fachwirt spezifische Prüfungsvorbereitung erhält.

Aber gut - eine Erfahrung mehr, die man gemacht hat.
Jetzt muss ich mich wohl entsprechend dahinter klemmen und zusehen, den FW gut zu bestehen, der BW geht dann wohl zurück zur alt bewährten IHK...
Scheriffa
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Beitragvon Dakini » 12. März 2010, 08:25

Bei meinem Fortbildungsträger in Bremen war die Situation ähnlich - unsere Klasse bestand aus 3 Wifa, 6 Hafa und einem Techn. BW.

Ich fand es nicht sonderlich gut, zumal wir auch 95% des Unterrichts zusammen hatten, dadurch das die Hafa den Schwerpunkt Personal machten, hatten wir sehr viel Unterricht diesbezüglich, das kam und allerdings auch im Bereich Unternehmensführung ziemlich zugute. Steuern sind ziemlich zu kurz gekommen, Recht wurde auch im Schnelldurchlauf durchgenommen, sollte aber bei mir gereicht haben.

Skripte hatten wir allerdings alle verschiedene, was es den Dozenten nicht gerade leichter machte. Ich kann auch nur betonen, dass die Weiterbildung in meinen Augen sehr viel Eigeninitiative braucht ohne instensives Lernen wird man es nicht schaffen!
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)
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Beitragvon Sunshine0803 » 12. März 2010, 11:18

Hallo Scheriffa,

ich kann das was du geschrieben hast nur bestätigen. Bei meiner Suche nach dem geeigneten Lehrgangsträger hab ich mich einen Tag in den Unterricht des IFMs gesetzt.
Es hatte mir damals auch überhaupt nicht gefallen, dass dort TN aus verschiedenen Fachwirtkursen zusammengewürfelt waren.

Ein weiterer Nachteil für mich war auch, dass es eigentlich keine Zusammenfassungen des ganzen Materials gibt und auch, dass es teilweise sehr kompliziert erklärt ist.

Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg und drücke dir die Daumen für deine Prüfungen.

Grüßle Sunshine :)
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Beitragvon Colognelion » 12. März 2010, 15:31

Hi,
ich hab auch bei IFM meine Weiterbildung gemacht und gestern meine Prüfung geschrieben. Nach meiner Erfahrung her unterrichtet das IFM alle unterschiedlichen Fachwirte zusammen und deckt das gesamte Thema ab, sodass jeder etwas vom anderen "zu viel" lernt, was einem beim lernen echt die Laune verderben kann, weil man absolut keine Prioritäten setzen kann. Hierbei hilft einem der Rahmenlehrplan. Nachdem ich nun gestern die Prüfungen geschrieben hab, weiss ich, dass ich definitiv viel zu viel gelernt hab. Man konnte sich auf die relevanten Themen nicht konkret vorbereiten und erwartet gänzlich andere Fragen. Ich hab beim Aufschlagen der Prüfungen einen viel breiter gestreuteren Themenumfang erwartet. Es kam mir irgendwie wie eine Stichprobenkontrolle vor. Naja und die Fragestellungen ließen einen sowieso wie man es von der IHK kennt im dunkeln.
ALso ich würde die IFM nicht empfehlen, wobei man jedoch beachten muss, dass das System bezüglich des Samstagsunterrichts das einzige ist, welches man als Berufstätiger warnehmen kann.
Hoffe geholfen zu haben.
Colognelion
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