Hallo Wonny!
Und erstmal: Danke

Ist schon wieder so lange her, dass ich schon genug gefeiert habe
Zu Deiner Vorbildung: Das sollte für Dich bestimmt machbar sein. Aber erwarte nicht, dass es einfach wird. Frage ist auch, wo Du Deine Berufserfahrung hast. Wenn die Berufserfahrung im Zusammenhang mit mindestens einem der Themen aus dem Wirtschaftsfachwirt steht hast Du schon halb gewonnen.
Ich habe befürchtet, dass die Frage kommt, wo ich denn den Kurs gemacht habe. Deswegen 'befürchtet', weil ich eigentlich keine Werbung machen möchte, andererseits aber gerne meine positiven Erfahrungen weitergebe, auch wenn es sich am Ende vielleicht nach Werbung anhört.
Aus verschiedenen Gründen habe ich mich für einen 'Crash-Kurs' entschieden und meinen WFW in einem halben Jahr 'berufsbegleitend' wochenends bei der trineos Akademie gemacht.
Das war hart, hat aber auch einige Vorteile.
Wie gesagt - ohne jetzt Werbung machen zu wollen bin ich von diesem Weiterbildungsanbieter überzeugt, obwohl andere im Kurs das anders gesehen haben.
Mein Ziel war jedoch, den Wirtschaftsfachwirt in kürzester Zeit zu absolvieren - und das hat letztendlich auch geklappt.
Der Vorteil dabei war sicherlich, dass die Weiterbildung sehr zielgerichtet war - immerhin haben wir gerade einmal knapp 4 Monate vor der ersten Teilprüfung mit dem Lehrgang begonnen. Im Prinzip war also jede Unterrichtsstunde direkt Prüfungsvorbereitung.
Im Vergleich zu anderen Lehrgangsanbietern war der Terminkalender in diesem halben Jahr eben deutlich voller. Während andere Anbieter Samstags 4-6 Stunden über 1-2 Jahre Unterricht anbieten, hatten wir quasi ein halbes Jahr fast jedes Wochenende (Samstag UND Sonntag) 8 Stunden Unterricht. Heftig war (was ich so schnell nicht vergessen werde) das Oster-Wochenende - aufgrund von (vom Kurs gewünschten) Terminverschiebungen hatten wir Karfreitag, Oster-Samstag, -sonntag und -montag) Unterricht. Nix mit Ostereiern suchen, aber eben in 1/2 Jahr Wirtschaftsfachwirt..
Dazu kommt, dass die trineos eine eigene 'schnell-lern-denk'-Methode anwendet, die meines Erachtens sehr erfolgreich sein kann, wenn man sich darauf einlässt. Das bedeutet zum Beispiel Entspannungsübungen vor dem Unterricht, Entspannungsübungen und Stoffzusammenfassung am Unterrichtsende. Abgerundet wird das dann noch von durch die trineos selbst erarbeiteten Skripten / Unterlagen und einer Lernkartei. Sowohl Skripte als auch Kartei sind im Kurspreis enthalten - und meines erachtens didaktisch sehr gut aufbreitet. Dazu kam noch eine online-Lernplattform, mit der man ebenfalls lernen konnte und die ebenfalls im Kurspreis enthalten war.
Auch von anderen Teilnehmern weiß ich jedoch, dass das nur möglich ist, wenn man entweder eine absolute Disziplin an den Tag legt und/oder durch den Arbeitgeber unterstützt wird oder bereit ist, selbst zu investieren - z.B. Urlaubstage o.ä.
Es kann auch nicht jeder 100%ig mit der Methode glücklich werden, ich selbst habe mir noch das ein oder andere Buch besorgt und alternativ damit gearbeitet, was auch einen großen Teil zum Bestehen beigetragen hat. Und genau das meine ich eben - Du mußt bereit sein, Opfer zu bringen (weniger Freizeit, Wochenenden eben nicht mit Hobbys o.ä. verbringen, sondern lernen) und gleichzeitig aber auch Engagement an den Tag legen (lernen, aber auch mal schauen wie/womit Du am besten lernst u.a.). Die Empfehlung der trineos lautete hier: regelmäßig und stetig, jeden Tag wenigstens 1/2 Stunde lernen. Das ist halt auch heftig, aber zielführend.
Mir kam die sehr kleine Lerngruppe (wir waren nur

sehr entgegen, das schaffte eine sehr persönliche Atmosphäre, die vielleicht bei größeren Anbietern nicht unbedingt gegeben/möglich ist.
Sicherlich gab es auch Kritik am Anbieter, teilweise gab es relativ viele Rechtschreibfehler in den Skripten, ein paar Informationen kamen verspätet, die abgegebenen Übungsaufgaben wurden relativ spät zurückgegeben.
Bereits während unseres Kurses wurden aber o.g. Kritikpunkte angegangen und werden in zukünftigen Kursen kaum mehr eine Rolle spielen.
Die Dozenten waren alle qualifiziert, sympathisch und auch immer ansprechbar.
Alles in allem - und gerade nach Gesprächen mit Teilnehmern von anderen Weiterbildungsanbietern (da war es teilweise nicht besser, eher schlimmer) - würde ich das genauso noch einmal machen.
Und das bringt mich dann zu Deiner nächsten Frage: So wie es momentan aussieht werde ich im November dort meinen Betriebswirt dranhängen.
Thema 'Lerngruppe' - das kann ich eigentlich nur empfehlen. WENN man dann auch wirklich lernt. Denn das ist so ein Problem - man trifft sich, sagt 'hallo', quatscht ein bisschen - und dann hat man am Ende doch nicht gelernt.
Da wir relativ weit auseinandergewohnt haben (Frankfurt, Limburg, Darmstadt, Mainz, ..) hat es sich nicht unbedingt ergeben, dass wir uns regelmäßig getroffen haben, eigentlich fast gar nicht oder eher nur einzelne.
Was mir unheimlich geholfen hat war ein Treffen mit einer Mit-Lernenden, in der wir 2 Wochen vor der Prüfung noch einmal den Stoff anhand des Rahmenlehrplans durchgegangen sind. Da tun sich dann Lücken auf - oder es zeigen sich Stärken. Und gemeinsam kann man dann noch vieles erarbeiten - mit anderen Worten: es hilft, wenn man das Treffen dann wirklich zum Lernen nutzt.
'Nachhilfe' haben wir uns selbst gegeben - im Zweifelsfall per eMail oder telefonisch. Das hat sogar Spaß gemacht, Du brauchst halt nur jemanden, der mit Dir lernen will und mit dem Du Dich verstehst, aber so jemanden findet man bestimmt irgendwo im Kurs. Und wie gesagt konnten wir uns auch immer an unsere Dozenten wenden.
Sorry, das ist jetzt länger geworden als ich dachte - und als ich wollte..
Viele Grüße aus Mainz