Autodidaktisch vs. Präsenzunterricht

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  • Autodidaktisch vs. Präsenzunterricht

    Guten Tag,

    mein Name ist ZED, ich bin Ende 20 und habe mir vorgenommen die Handelsfachwirt Prüfung im Frühjahr 2017 abzulegen.


    Eigentlich bin ich schon sehr lange aus der Branche raus, nach meiner Mittlere Reife strebte ich eine Ausbildung im Einzelhandel an, leider ohne Erfolg.

    Jedoch ließ ich mich nicht demotivieren und Jobbte in mehrere kleine Einzelhandel Geschäften, bis es zur Einstellung kam.
    Zuhause lernte ich selber für die Fachabitur Prüfung (Nichtschülerprüfung) und nach vier Jahren trat ich zur Prüfung an und bestand es mit 2,7

    Ich Studierte anfangs Wirtschaftsrecht und Wechselte zur Wirtschaftsinformatik, mittlerweile habe ich das Studium fast hinter mir und ich kann mir nicht vorstellen,
    für immer in diesem Beruffeld zuarbeiten. Nach einer Praktikum an der UNI Klinik bin ich zudem Entschluss gekommen, eine Medizin Studium zu beginnen.

    Leider ist dies mit einer Fachabitur nicht möglich, schon gar nicht mit 2,7

    Einige Bundesländer lassen Fachwirte zur Medizin Studium zu, wenn natürlich der Schnitt stimmt.

    Deshalb möchte ich meinen Fachwirt Prüfung ablegen und natürlich mit 1,2 oder besser bestehen.
    In der Schule war ich eigentlich nie besonders gut, jedoch konnte ich im meinem Studium mir Lerntechniken aneignen mit denen ich sehr gut klar komme.

    Laut IHK erfülle ich die Voraussetzungen, da ich mehr als 5 Jahre im Einzelhandel gearbeitet habe.

    - Wie schwer wird die Prüfung sein, ist eine 1,0 - 1,2 möglich?
    - Was halten ihr von Fernlehrgängen z.B. ILS?
    - Was halten ihr von Präsenzunterricht - Örtliche Institute?

    Mein Studium würde ich dann pausieren und mich aufs Fachwirt Prüfung stürzen, ich habe mir 9-10 Monate Lernphase eingeplant und ohne berufliche Tätigkeit.

    LG
  • Hallo,

    nur eins vorweg.

    Mit einem Handelsfachwirt kannst du definitiv kein Medizinstudium beginnen. Egal wo. Das geht ja sogar mit einem Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen oder anderen Fachwirten aus dem medizinischen oder gesundheitlichen Sektor kaum bis überhaupt nicht.

    Da hilft dir also der Handelsfachwirt definitiv null komma null. Da spielt auch der Schnitt keine Rolle und 1,0 bis 1,2 dürfte zudem nahezu nicht erreichbar sein.
  • PSB_IHK schrieb:

    Mit einem Handelsfachwirt kannst du definitiv kein Medizinstudium beginnen. Egal wo.
    Kannst Du das rechtlich belegen? Denn laut Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6.3.2009, die mit geringen Einschränkungen in allen Bundesländern umgesetzt wurde, erhalten die erfolgreichen Absolventen einer IHK Fachwirtprüfung eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.

    Entscheidend sind wahrscheinlich die Zugangsbeschränkungen der Universitäten bzw die weiteren Voraussetzungen für ein Medizinstudium. Und ein Notendurchschnitt von 1,2 entspricht 96 Punkte. Dies ist bei einer Fachwirtprüfung nahezu ausgeschlossen.
  • Auch bei Medizin müssen für beruflich qualifizierte Studienplätze freigehalten werden..

    Die Anzahl der Bewerber ist dafür sicher bundesweit aber auch nicht unerheblich und soweit man ließt wird da auch "gemauert" von Seiten einzelner Unis die da keine Leute haben wollen...

    Von der Abbruchquote bei Medizin und dem Frauenanteil und anderen Punkten nun ja...


    Ich Studierte anfangs Wirtschaftsrecht und Wechselte zur Wirtschaftsinformatik, mittlerweile habe ich das Studium fast hinter mir und ich kann mir nicht vorstellen,
    für immer in diesem Beruffeld zuarbeiten. Nach einer Praktikum an der UNI Klinik bin ich zudem Entschluss gekommen, eine Medizin Studium zu beginnen.

    Ähem ja... meine paar Cent,

    -wenn das Studium Wi-Info fast zu Ende hast dann mach es doch erstmal fertig das überhaupt nen Abschluss hast...

    -Wenn Fachwirt: wär der Wirtschaftsfachwirt wohl geeigneter für dich von den Inhalten her solltest du im Studium das meiste schon gehabt haben. Zulassungsvorraussetzungen erfüllst du ebenso.
    Da musste imho auch nicht dein Studium für Unterbrechen sondern vor allem Wiederholen, meld dich mal für die nächsten WBQ an.

    -Notendurchschnitte wie Schule gibts bei IHK Prüfungen nicht, die laufen eher wie Staatsexamen ab, und die Benotung ist hmm ich sags auch nicht unerheblich Spielraum. In alles Klausuren 81+ Punkte für ne 2 zu erreichen muss man zusätzlich zu solider Vorbereitung auch viel Glück und wohlwollende Korrektoren haben. Als du externes Fachabi gemacht hattest, hat da jemand ne 1.5 oder besser bekommen ohne das dich fragst ob das mit rechten Dingen zugeht? -. Manchmal posten hier Fachwirte mit angeblich nur 90+ Noten - aber das sind wenn dann Ausnahmen die die Regel bestätigen, Ist imho kaum möglich in den Prüfverfahren, jedenfalls kein Ziel das man wirklich "greifbar" verfolgen könnte.




    Ansonsten würd ich mal nen "Realitycheck" machen mit Ende 20, das jetzige Studium nicht zuende machen wär auf jeden Fall das allerdümmste was du machen kannst, Problem Nummeru zwei wäre, sagen wir mal du bekommst jetzt nach der Entdeckung deines Medizininteresses einen Studienplatz nach - weiß Gott wievielen Wartesemester - Dann ist das ein Zweistudium - Bafög haste vermutlich noch die erste zu zahlen? Semesterbeiträge wollen se dann auch das die Brieftasche aufmachst usw... , da stellt sich die Frage der Finanzierung weil Leben willste vielleicht auch noch, dann haste 12 Semester Regel zu studieren. Realistisch mit Puffer etc. eher 13 also 6,5 jahre...
    Dann biste hmmm sagen wir 35-36 Jahre alt... und hast dann vielleicht ne Approbation... naja, das ist ein Anfang... jetzt nochmal dieselbe Zeit ca Facharztausbildung...

    Du planst jetzt also nach einem Praktikum weit über deinen 40. Geburtstag hinaus.

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • PSB_IHK schrieb:

    Mit einem Handelsfachwirt kannst du definitiv kein Medizinstudium beginnen. Egal wo.
    Hallo PSB,

    deine Behauptung ist falsch.

    Mit dem Handelsfachwirt habe ich z.B. eine HZB in Baden-Württemberg. Hier nachzulesen (Berufliche Qualifikation)


    Martin.Lesny schrieb:

    Und ein Notendurchschnitt von 1,2 entspricht 96 Punkte. Dies ist bei einer Fachwirtprüfung nahezu ausgeschlossen.
    Das heißt, dass die Prüfungen so ausgelegt sind, das man es gar nicht schaffen kann? Wie kann das sein?
    Es werden ja wie üblich Stoff abgefragt, die nach einem bestimmt Lehrplan / Lehrinhalt basiert.
    Soviel abweichen kann und darf es ja gar nicht. Deshalb bereite ich mich 9-12 Monate auf die Prüfung vor,
    dies sollte schon ausreichen, das sind mehr als zwei Semester und in der Zeit schreibe ich normalerweise 10-12 Prüfungen.

    Jedoch möchte ich gerne wissen, Präsenz- oder Fernlehrgang? Was spricht dafür und was dagegen.
  • Timeburner schrieb:

    das jetzige Studium nicht zuende machen wär auf jeden Fall das allerdümmste was du machen kannst
    Dann fällt das Medizin-Studium unter zweit-Studium, auch wenn ich eine 1,0 hätte, müsste ich es begründen wieso ich jetzt Medizin Studieren möchte etc. der Sachbearbeiter hat da ein sehr großen Spielraum :(

    Deshalb lasse ich den letzten Schritt einfrieren und versuche mein Glück mit dem Fachwirt.
  • ZED schrieb:

    Das heißt, dass die Prüfungen so ausgelegt sind, das man es gar nicht schaffen kann? Wie kann das sein?
    Es werden ja wie üblich Stoff abgefragt, die nach einem bestimmt Lehrplan / Lehrinhalt basiert.
    Soviel abweichen kann und darf es ja gar nicht. Deshalb bereite ich mich 9-12 Monate auf die Prüfung vor,
    dies sollte schon ausreichen, das sind mehr als zwei Semester und in der Zeit schreibe ich normalerweise 10-12 Prüfungen.
    Prüfung ist bundesweit einheitlich und es gibt keinen bestimmten Lehrplan, sondern nur die allgemein gehaltene Verordnung. Alles was die Prüfungsersteller von dieser Verordnung gedeckt sehen, kann auch gefragt werden.
    In welcher Tiefe etwas beantwortet werden muss, liegt im Ermessen der Prüfer. Hier einen Schnitt von 96 Punkten zu erhalten, ist natürlich theoretisch möglich, ich kenne aber niemanden, der einen solchen Schnitt erreicht hat.
    Beim Handelsfachwirt nach der neuen Verordnung macht die mündliche Note (Präsentation + Fachgespräch) 50% der Gesamtnote aus. Wenn Du hier einen Prüfungsausschuss hat, der auch bereit ist, 100 Punkte zu geben, kann man es schaffen. Ein Schnitt von 92 Punkten in den 3 schriftlichen Arbeiten ist zwar anspruchsvoll, aber machbar, wenn Du alles perfekt lernst.
    Mit ILS wird das eher nicht klappen - ich empfehle einen Präsenzkurs oder ein Webinar, bei einem Bildungsanbieter, der mit den DIHK-Skripten arbeitet.
  • Hi Zed, da hast du dir aber was vorgenommen mit deinem 1er - 2er Schnitt. :)
    Verschaffe dir erst einmal einen Überblick über die Themenkomplexe deines Fachwirts. Aufgrund deiner Anforderungen an das Endergebnis würde ich dir zu einem Bildungsträger (nicht ILS) raten.
    Wenn dich interessiert wie autodidaktisches Lernen funktioniert, kannst du dir meinen Thread durchlesen. http://www.fachwirt-forum.de/Thread/9210-Meine-Erfahrungen-Operative-Professional/
  • ZED schrieb:

    PSB_IHK schrieb:

    Mit einem Handelsfachwirt kannst du definitiv kein Medizinstudium beginnen. Egal wo.
    Hallo PSB,
    deine Behauptung ist falsch.

    Mit dem Handelsfachwirt habe ich z.B. eine HZB in Baden-Württemberg. Hier nachzulesen (Berufliche Qualifikation)
    Sorry, du hast da wohl etwas missverstanden!

    Meine Behauptung ist richtig. Du kannst mit einem Handelsfachwirt zu 99,9% KEIN Medizinstudium beginnen. Du hast zwar die HZB, jedoch ist das ein vollkommen anderer Bereich (Medizin). Ein Medizinstudium ist meines Erachtens auszuschließen. Frag gern bei einer betreffenden Hochschule oder Universität an und verifiziere deine Hoffnung!

    Im Übrigen muss ich sagen, dass du hier um ein Meinungsbild gebeten hast. Wenn dir dann Leute darauf antworten, stellst du deren Antworten in Frage. Bitte recherchiere vorher, ob es Grund zum Zweifeln an den Aussagen der anderen gibt (siehe 1,0 - 1,2er Schnitt).

    Die erfahrenen User hier im Forum haben da sicher etwas mehr Erfahrung (wo ich mich nicht einschließen will!) und bezüglich des 1,0er Schnitts ist es einfach unrealistisch, das zu schaffen.

    In diesem Sinne!!! Viel Erfolg für deine Weiterbildung!
  • Martin.Lesny schrieb:

    PSB_IHK schrieb:

    Mit einem Handelsfachwirt kannst du definitiv kein Medizinstudium beginnen. Egal wo.
    Kannst Du das rechtlich belegen? Denn laut Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6.3.2009, die mit geringen Einschränkungen in allen Bundesländern umgesetzt wurde, erhalten die erfolgreichen Absolventen einer IHK Fachwirtprüfung eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.
    Entscheidend sind wahrscheinlich die Zugangsbeschränkungen der Universitäten bzw die weiteren Voraussetzungen für ein Medizinstudium. Und ein Notendurchschnitt von 1,2 entspricht 96 Punkte. Dies ist bei einer Fachwirtprüfung nahezu ausgeschlossen.
    Ja, denn wie du selbst schreibst, gibt es da die Zulassungsbeschränkungen der Hochschule oder Uni. Und die werden sicher keinen vollkommen fachfremden Interessenten auf einen Medizin-Platz setzen.

    Dazu passt auch die Aussage von @Timeburner:

    "Auch bei Medizin müssen für beruflich qualifizierte Studienplätze freigehalten werden."

    Ich sehe bezüglich des Medizinstudiums aus den Angaben und Erläuterungen von ZED keinerlei berufliche Qualifikation für ein Medizinstudium. Daher dürfte das ein hoffnungsloses Unterfangen sein. Sorry!

    Aber die Fragestellung des TE war ja auch eine andere, daher entschuldige ich mich für diesen Ausflug ins OT!

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