Projektarbeit (allg. Betriebswirt)

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  • Projektarbeit (allg. Betriebswirt)

    Hallo Zusammen,

    ich schreibe gerade meine Projektarbeit vom Betriebswirt.
    Und hätte da eine Frage an euch :
    Wenn ich eine statische Investitionsrechnung anwende - muss ich dann auch eine dynamische anwenden um den Zeitlichen Aspekt reinzubringen?
    Ich habe mal gehört, dass nur die statische unzureichend wäre und die Gefahr des "Durchfallens" gegeben ist..

    Was meint ihr dazu?

    VG Chiquita
  • Hallo Chiquita268,

    schwieriges Thema, da Prüfer das verschieden bewerten.

    Ich sehe zum Beispiel keinen Sinn darin, wenn ein Prüfling alles statisch UND dynamisch rechnet, denn wozu etwas, das man genau berechnet hat, nochmals ungenau berechnen? Außerdem verheddern sich viele in den Zahlen, weil Sie Kosten und Auszahlungen durcheinanderwerfen.

    Vielleicht kannst Du eine grobe Vorauswahl statisch treffen, z. B. über einen Gewinnvergleich und danach die dynamische Amortisationsdauer berechnen. Dann kannst Du auch begründen, warum Du so vorgegangen bist.

    Viele Grüße!
    -Tim
  • Hallo Tim,

    Danke für deine Nachricht.
    Ja so denke ich eben auch ...
    Mein Thema ist die Entscheidungsgrundlage über das Outsourcing der Entgeltabrechnung.
    Ich habe bereits Eigenleistung ( also die Entgeltabrechnung weiterhin im Unternehmen zu belassen) mit dem Outsourcing verglichen . Dies sowohl mit einem Vergleich laufender kosten und auch einmaliger kosten. Bei beiden ist klar herausgekommen dass Outsourcing mit Abstand günstiger ist. Auch die nutzwertanalyse kommt zu dem gleichen Ergebnis.
    Ich hatte mir jetz überlegt ein dynamisches Verfahren evtl in den Anhang zu packen mit der Begründung, dass es noch einmal das ganze überprüft - aber letztendlich zum gleichen Ergebnis damit kommt und dass die Entscheidung somit nicht verändert...
    Ich hoffe es ist verständlich was ich damit ausdrücken will :)
    Was hältst du von der Idee?

    VG
  • Hallo Tim,

    also ich hab jetzt bei meiner Kammer nachgefragt und ich muss zwingend ein statisches und ein dynamisches Verfahren anwenden.
    Ich habe sowohl bei "Make" oder "Buy-Outsourcing" der Lohn und Gehaltsabrechnung

    -> einmalige Kosten (wie z.B: Seminare, Einstellung eines neuen Mitarbeiters bei MAKE// und bei Buy z.B: Kosten für die Erstellung einer Risikocheckliste, Kosten für die Zusammenstellung eines Leistungskatalogs für den Dienstleister etc.)
    -> laufenden Kosten (z.B: die Gehälter der Mitarbeiter bei Make// die mtl. Kosten für die Lohnabrechnung pro ABrechnung usw..)

    Wie kann ich denn daraus am Besten ein dynamisches Verfahren entwickeln?
    Ich steh total auf dem Schlauch..

    Viele Grüße
    Maria
  • Hallo Chiquita268,

    "also ich hab jetzt bei meiner Kammer nachgefragt und ich muss zwingend ein statisches und ein dynamisches Verfahren anwenden."

    warum? (Rechts-)Grundlage? Egal ... [img]https://www.fachwirt-forum.de/wcf/images/smilies/icon_rolleyes.gif[/img]

    Auf keinen Fall würde ich identische Dinge einmal statisch und einmal dynamisch berechnen. Das ergibt niemals einen Sinn.

    Kannst Du nicht einfach Anbieter statisch über die Kosten vergleichen? Nachdem Du Dich dann für einen Anbieter entschieden hast, dann könntest Du eine Zeitreihe über 4 oder 5 Jahre machen, die Cashflows gegenüberstellen und dann den internen Zinssatz berechnen.

    Viele Grüße!
    -Tim
  • Hallo Tim,

    die Idee klingt echt gut!

    Vielleicht "verkopfe" ich mich bereits .. aber zur Berechnung des Cashflows muss ich ja Einzahlungen und Auszahlungen gegenüberstellen.
    Welche Beträge würdest du denn dann als "Einzahlungen" hernehmen?

    Was mir jetzt alternativ noch gekommen ist:
    Ich könnte auch einfach die "Kostensteigerungen" der nächsten 5 Jahre berechnen und diese Steigerung in einer Zeitreihe aufstellen.
    Würde ich damit den dynamischen Gedanken, nicht nur eine Zeitpunktbetrachtung darzulegen verfolgen?
    Dann hätte ich das Problem mit den Einzahlungen wahrsch. nicht ?

    Ich könnte das ganze auch bei der Erstentscheidung "Outsourcing oder Eigenleistung" machen.. und dann beim Outsourcing die Kostensteigerung betrachten und bei der Eigenleistung die Lohnsteigerung, Kostensteigerungen etc..

    Aber bei dieser einfachen Methode kann ich dann halt keinen internen Zinsfuß berechnen...

    Eine Frage habe ich noch:

    Ich hab ja das Thema Entscheidungsgrundlage über das Outsourcing der Entgeltabrechnung bei der Firma Fabian Müller GmbH.
    -> und ich entscheide ja in Schritt eins ob outsourcen oder nicht das ganze anhand einer Nutzwertanalyse und Kostenvergleichsrechnung
    und komme dann in Schritt zwei zu dem Ergebnis, outsourcen ist definitiv sinnvoller, und dann in Schritt zwei prüfe ich noch anhand einer Nutzwertanalyse und Kostenvergleichsrechnung an welchen Anbieter ich outsource..
    Das ist schon ein guter Weg oder? Nur zur Sicherheit die Frage noch :)

    Viele Grüße
    Maria
  • Hallo Maria,

    "Welche Beträge würdest du denn dann als "Einzahlungen" hernehmen?"

    die durch das Outsourcing ersparten Auszahlungen.

    "Ich könnte auch einfach die "Kostensteigerungen" der nächsten 5 Jahre berechnen und diese Steigerung in einer Zeitreihe aufstellen.
    Würde ich damit den dynamischen Gedanken, nicht nur eine Zeitpunktbetrachtung darzulegen verfolgen?"

    Nein! Auch eine statische Investitionsrechnung sollte jährliche Veränderungen aufzeigen, z. B. in Anlehnung an einen Produktlebenszyklus. Auch sollten Preissteigerungen berücksichtigt werden. Das macht die Rechnerei dann aber keinesfalls dynamisch.

    "Eine Frage habe ich noch:"

    Passt. Im nächsten Schritt rechnest Du auf irgendeine sinnvolle Weise noch dynamisch, wie groß der monetäre Nutzen ist.

    LG
    -Tim