Bilanzbuchhalter im Selbststudium möglich?

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    • Bilanzbuchhalter im Selbststudium möglich?

      Hallo,

      ich habe vor wenigen Wochen die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt erfolgreich abgeschlossen.

      Jetzt würde ich gerne noch den Bilanzbuchhalter dran hängen.

      Den WFW habe ich im Fernstudium bei der ILS gemacht, was aber am Ende ehr in einem Selbststudium geendet ist, da ich die Skripte absolut ungeeignet finde.
      Nun frage ich mich, ob es machbar ist, den Bilanzbuchhalter ganz ohne Lehrgang eigenständig zu schaffen??
      Die nächste IHK bei der entsprechende Kurse angeboten werden ist für mich 40 km entfernt und mit einer 40h-Woche für mich nicht machbar.

      Hat schon jemand Erfahrungen gemacht mit diesem Abschluss und das auf eigene Faust??
      Bzw. kann man die Prüfung überhaupt antreten ohne einen Kurs zu nachweisen zu können?

      Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
    • Hallo bluemchen93,

      um die Prüfung ablegen zu können, benötigst Du keinen Kurs. Laut Verordnung musst Du diese Voraussetzungen erfüllen: bmbf.de/intern/upload/fvo_pdf/Bilanzbuchhalter_08-2009.pdf

      Meiner Meinung nach, solltest Du eine solide Basis mitbringen. Geprüfte Betriebswirte können die Prüfung "Bilanz- und Steuerpolitik des Unternehmens" bestehen, ohne eine Eingangsrechnung verbuchen zu können. Ob das sinnvoll ist, lasse ich mal unkommentiert.

      Rechnungswesen ist im Grunde genommen einfach. Nur: Wer damit nicht täglich zu tun hat, kann sich mit diesem in sich geschlossenen System durchaus schwer tun. Wenn Du umfangreiche praktische Erfahrungen in der Buchhaltung mitbringst, Du zahlenaffin bist und zudem autodidaktisch veranlagt bist - dann kannst Du es versuchen.

      Problematisch sehe ich das Thema Steuern. Mit Logik und gesundem Menschenverstand kommst Du da nicht weiter. Prinzipien gibt es zwar, aber die wurden aus politisch-weltanschaulichen Gründen inzwischen so weit aufgeweicht und durchlöchert, dass nur stures Lernen und Abarbeiten von Gesetzen/Durchführungsverordnungen/Richtlinien zum Erfolg führt. Ohne eine gezielte Anleitung ist das ein hartes Brot.

      Grundsätzlich denke ich, dass ein Geprüfter Betriebswirt schon Probleme hätte, den Bilanzbuchhalter im Selbststudium zu absolvieren. Einem Wirtschaftsfachwirt würde ich stets abraten, zu versuchen, den BilBu "dranzuhängen".

      Viele Grüße!
      -Tim
    • TK schrieb:

      Hallo bluemchen93,

      um die Prüfung ablegen zu können, benötigst Du keinen Kurs. Laut Verordnung musst Du diese Voraussetzungen erfüllen: bmbf.de/intern/upload/fvo_pdf/Bilanzbuchhalter_08-2009.pdf

      Meiner Meinung nach, solltest Du eine solide Basis mitbringen. Geprüfte Betriebswirte können die Prüfung "Bilanz- und Steuerpolitik des Unternehmens" bestehen, ohne eine Eingangsrechnung verbuchen zu können. Ob das sinnvoll ist, lasse ich mal unkommentiert.

      Rechnungswesen ist im Grunde genommen einfach. Nur: Wer damit nicht täglich zu tun hat, kann sich mit diesem in sich geschlossenen System durchaus schwer tun. Wenn Du umfangreiche praktische Erfahrungen in der Buchhaltung mitbringst, Du zahlenaffin bist und zudem autodidaktisch veranlagt bist - dann kannst Du es versuchen.

      Problematisch sehe ich das Thema Steuern. Mit Logik und gesundem Menschenverstand kommst Du da nicht weiter. Prinzipien gibt es zwar, aber die wurden aus politisch-weltanschaulichen Gründen inzwischen so weit aufgeweicht und durchlöchert, dass nur stures Lernen und Abarbeiten von Gesetzen/Durchführungsverordnungen/Richtlinien zum Erfolg führt. Ohne eine gezielte Anleitung ist das ein hartes Brot.

      Grundsätzlich denke ich, dass ein Geprüfter Betriebswirt schon Probleme hätte, den Bilanzbuchhalter im Selbststudium zu absolvieren. Einem Wirtschaftsfachwirt würde ich stets abraten, zu versuchen, den BilBu "dranzuhängen".

      Viele Grüße!
      -Tim
      Blümchen93 möchte aber Bilanzbuchhalter werden und nicht Betriebswirt.
      Aber auch dafür muss man nicht zwingend eine Schule besuchen. Ich denke daher auch Bilanzbuchhalter wäre möglich, obwohl ich dort denke - dass sehr viel PRAXIS - wie sie in einem KURS geboten wird hier benötigt wird. Wie möchte man BUCHHALTER in der Theorie werden? stell ich mir schwer vor.

      Der Betriebswirt muss natürlich keine Eingangsrechnung verbuchen können in der Prüfung. Um überhaupt Betriebswirt werden zu können, muss man im Vorfeld schon genügend Prüfungen abgelegt haben um die Grundlagen der Buchführung zu beherrschen. Sonst könnte man kein Betriebswirt werden. Also niemand wird sich wohl zum Betriebswirt hochgearbeitet haben ohne jemals etwas von SKONTO, AKTIVA/PASSIVA oder LIFO oder FIFO gehört zu haben. Es ist auch nicht Aufgabe eines Betriebswirtes in der Buchhaltung "EINGANGSRECHNUNGEN" zu verbuchen. Dafür gibt es dann den BILANZBUCHHALTER. Also bitte nicht die Berufe durcheinander bringen. Von einem Betriebswirt würde ich nicht erwarten Eingangsrechnungen zu verbuchen, sondern eher die Bilanz zu optimieren um Steuern zu sparen und Beschaffung so zu steuern damit auch hier eine Ausgewogenheit an VERMÖGEN herrscht und eventuelle Abschreibungen die temporär politisch wieder Anreize schaffen, optimal nutzen zu können. Von daher macht es schon sinn, warum ein Betriebswirt keine Eingangsrechnung verbuchen muss in einer Prüfung, dass schafft schon jeder Kaufmann für Bürokommunikation :) Bloß frage mal einen Kaufmann für Bürokommunikation was steuersparender ist: Ein zweites Fenster einbauen, oder ein vorhandenes Fenster vergrößern. Das erwarte ich von einen Betriebswirt. Und nicht wo SKONTO, VORSTEUER zu verbuchen ist... :)
    • Hallo Betriebswirt 2016,
      nicht wenige Geprüfte Betriebswirte, die im Rechnungswesen tätig werden wollen, machen den Bilanzbuchhalter. Ich schrieb, dass ich selbst einem Betriebswirt nicht empfehlen würde, die Bilbu-Prüfung ohne Vorbereitungskurs zu machen. Die Aussage basiert auf Erfahrungen im Prüfungsausschuss.

      Über die Frage, welches Rüstzeug Controller mitbringen sollten, müssen wir keine Einigung erzielen. 8)
      Viele Grüße
      Tim
    • Danke für eure Antworten.

      Ich bin bereits in einem kleinen Unternehmen nebenbei auch in der Buchhaltung tätig (nach dem Prinzig alle machen alles) und habe somit auch bereits praktische Erfahrungen in vielen Bereichen gesammelt. Und natürlich möchte mich auch beruflich mehr in Richtung Buchhaltung bewegen. Somit strebe ich auch einen Jobwechsel an.

      Auf euer Anraten hin habe ich mich nun mal mit möglichen Kursanbietern beschäftigt. Ein Präsenzkurs bei der IHK usw. kommt nicht in Frage da diese zu weit weg sind von meinem Wohnort.
      Nach meinem Fernstudium bei der ILS möchte ich solch einen Kurs ebenfalls meiden, da ich viel zu viel Zeit mit dem Bearbeiten der Einsendeaufgaben verbracht habe und das Lernmaterial so unklar formuliert war, dass ich mir zusätzliche Bücher gekauft habe, mit deren Hilfe ich dann die Prüfung erfolgreich abgeschlossen habe.

      Im Internet bin ich jetzt auf den Anbieter bibukurse.de gestoßen. Hier sind jedoch die Kosten enorm geringer als bei den üblichen Fernschulen.
      Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Ist dieser Kurs hilfreich?

      Viele Grüße
      bluemchen93
    • Hallo,

      ich habe auch gerade den Wirtschaftsfachwirt absolviert und befinde mich parallel dazu noch im Fernlehrgang zur Vorbereitung auf die Bibu-Prüfung. Letztendlich ist auch ein Fernstudium immer ein Selbststudium und natürlich ist die Vorbereitung auf die Prüfung auch abhängig von dem jeweiligen Kursanbieter, der auf die Prüfung vorbereitet. Es gibt Anbieter, die mal schnell nur auf das Bestehen der Prüfung hin puschen und Anbieter, die solide Grundlagen vermitteln. Bei der Prüfung geht es darum, Gelerntes auch im Kontext richtig anwenden zu können. Hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen. :)

      Der Bibu ist relativ anspruchsvoll, schon aufgrund der unterschiedlichen Bewertungsansätze nach HGB, IFRS und USGaap. Ich nutze es als Anpassungsweiterbildung, da sich in den letzten Jahren wirklich viel geändert hat in der Rechnungslegung, nicht zuletzt aufgrund der Globalisierung. Voraussetzung für eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter ist aus meiner Sicht ein absolut sicheres Grundlagenwissen im Bereich Bilanzierung nach HGB. Also, wer noch nie in der Buchhaltung gearbeitet hat oder keine entsprechenden Vorkenntnisse im Bereich Rechnungswesen aus einer kaufmännischen Ausbildung mitbringt, sollte die Finger davon lassen. Das wird nix!!! Und da ist es egal, ob studierter BWLer oder Dr. oder Prof. Pipapo.

      Ich finde es ist eine ganz tolle Weiterbildung für alljene, die gern mit Zahlen und Fakten arbeiten und eine der besten Weiterbildungen, die es im kaufmännischen Bereich gibt. Ich habe es bisher keine Minute bereut! Und in der Kombination mit dem Wirtschaftsfachwirt würde ich es genauso immer wieder tun! :)

      Viele Grüße

      Julika
    • Hallo,

      ich würde zum Thema Aufbereitung des Studienmaterials diverser Anbieter an dieser Stelle nochmal nachsetzen: Nach meiner Erfahrung haben einige Kursanbieter die Arbeitsweise eines Buchhalters nicht verstanden. Buchhalter blicken von oben nach unten!!!. Gute Anbieter beginnen daher bei ihren Skripten z. B. mit der Grundstruktur der Bilanz und vertiefen thematisch entsprechend den Bilanzpositionen nach unten. Und da die Grundlage eines Buchhalters die Arbeit mit Gesetzestexten ist, macht es ebenso Sinn, parallel dazu die Struktur einer Fallbearbeitung anhand der Klärung thematischer Sachverhalte einzustudieren. Und das gelingt nur über entsprechende Aufgabenstellungen zu den jeweiligen Sachverhalten.

      Ich musste zwischendurch leider den Anbieter wechseln und dann aus wirtschaftlichen Gründen unterbrechen - obwohl ich bereits eine Teilbelegung nach der alten Verordnung absolviert hatte. Ich hatte den Eindruck, dass bei dem früheren Anbieter lediglich die älteren Prüfungen der IHK als Grundlage für die Skripte verwendet wurden und die inhaltlichen Erläuterungen dazu geschrieben wurden. Das ist nicht Sinn und Zweck der Sache, denn das kann man wirklich auch ganz gut allein. Dazu braucht es keinen teuren Kurs - dafür genügen Fachbücher, in denen man nachlesen kann.

      Fazit: Man sollte bei der Anbieterwahl darauf achten, wie der Stoff aufbereitet ist, ob ausreichend Fallbearbeitungen zur Verfügung stehen und ob im Idealfall auch ein erfahrener Buchhalter als Dozent zur Verfügung steht. Dann klappt es hervorragend, denn man ist bestens für die Prüfungen vorbereitet (ganz gleich welche Aufgabenstellungen einen erwarten) und auch für die Berufspraxis. Alles andere ist stümperhafte Abzockerei, sorry!

      LG Julika
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