Klausuren WBQ 16. März - Berichte, Meinungen, Fragen

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  • Und genau das ist doch der Unterschied zwischen Schule und Erwachsenenbildung. In der Schule wird eben genau das abgefragt, was der Lehrer bearbeitet hat. Leider hat das gerne mangels Erfahrungen des Lehrers in der realen Welt, oft wenig, bis keine Relevanz im Berufsleben. Die Lehrer, die ich bisher kennen gelernt habe, sind ihr ganzes Leben lang nie aus der Schule rausgekommen. Ein Pädagogikstudium ist ja ach so ein eigenes Dingens. :mrgreen:

    In der Erwachsenenbild ist es dagegen üblich den Rahmen eigenständig zu erweitern.Tut man das nicht, ist es höchstens ausreichend.
    Ich würde niemanden in meinem Unternehmen haben wollen, der eine Arbeit nicht leistet, weil diese nicht im Unternehmenshandbuch steht.

    Der Begriff "Onboarding" ist seit mehr als einem Jahrzehnt fester Bestandteil im Personalvokabular. "Cafeteria" seit den frühen 90ern. Wenn´s nicht im Skript steht, ist das zwar ärgerlich, aber trotzdem kein Grund nicht in einer Prüfung danach zu fragen. Schließlich sollen die Fachwirte auch Standardvokabular beherrschen. Vielleicht mal den Dozenten ansprechen, warum diese Vokabeln nicht benutzt wurden? Wenn der Dozent kein Lehrer ist, bringt er normalerweise Erfahrungen aus genau dem Personalbereich für dieses Fach mit. Wenn nicht... :roll:

    Und es wird nie ein Buch geben, in dem man alles auf einmal nach lesen kann. Deshalb gibt es ja auch für jedes Fach gute Standardliteratur. Wenn man da nicht rein schaut, ist man entweder schlecht beraten worden, oder hat nicht hingehört. man kann es auch anders sehen. 33 Punkte für Standardwissen ist ein Geschenk! ;)
  • Also zum Thema Cafeteria System und Onboarding...

    Ich zb habe mit mehreren Medien gearbeitet... dem Skript der Schule, dem Hörbuch von Dr. Marius Ebert und dem Buch von Dr. Holger Stöhr...

    Bei keinem steht etwas von den beiden Sachen oder wurde besprochen...

    Aber naja letzten Endes sehen es einige so und die anderen so... komisch nur das diejenigen, die die Prüfung anscheinend nicht geschrieben haben es nicht verstehen können das man sich etwas veräppelt fühlt bei solchen Fragen und einer solchen Punkteverteilung...
  • lecturer schrieb:

    Und genau das ist doch der Unterschied zwischen Schule und Erwachsenenbildung. In der Schule wird eben genau das abgefragt, was der Lehrer bearbeitet hat. Leider hat das gerne mangels Erfahrungen des Lehrers in der realen Welt, oft wenig, bis keine Relevanz im Berufsleben. Die Lehrer, die ich bisher kennen gelernt habe, sind ihr ganzes Leben lang nie aus der Schule rausgekommen. Ein Pädagogikstudium ist ja ach so ein eigenes Dingens. :mrgreen:

    In der Erwachsenenbild ist es dagegen üblich den Rahmen eigenständig zu erweitern.Tut man das nicht, ist es höchstens ausreichend.
    Ich würde niemanden in meinem Unternehmen haben wollen, der eine Arbeit nicht leistet, weil diese nicht im Unternehmenshandbuch steht.

    Der Begriff "Onboarding" ist seit mehr als einem Jahrzehnt fester Bestandteil im Personalvokabular. "Cafeteria" seit den frühen 90ern. Wenn´s nicht im Skript steht, ist das zwar ärgerlich, aber trotzdem kein Grund nicht in einer Prüfung danach zu fragen. Schließlich sollen die Fachwirte auch Standardvokabular beherrschen. Vielleicht mal den Dozenten ansprechen, warum diese Vokabeln nicht benutzt wurden? Wenn der Dozent kein Lehrer ist, bringt er normalerweise Erfahrungen aus genau dem Personalbereich für dieses Fach mit. Wenn nicht... :roll:

    Und es wird nie ein Buch geben, in dem man alles auf einmal nach lesen kann. Deshalb gibt es ja auch für jedes Fach gute Standardliteratur. Wenn man da nicht rein schaut, ist man entweder schlecht beraten worden, oder hat nicht hingehört. man kann es auch anders sehen. 33 Punkte für Standardwissen ist ein Geschenk! ;)
    Es geht ja hier nicht um die Dozenten, die waren gut. Allerdings lehnen die sich auch an das Skript der IHK an und dann sollte das da auch drinstehen wenn es geprüft werden soll.
    Im technischen Teil zum technischen Fachwirt hätte man mir auch lauter Fragen stellen können die für mich zum Standard gehören, aber lange nicht in den Textbänden aufgeführt sind. Das fände ich aber auch nicht fair den Leuten ohne technischen Hintergrund gegenüber. Der Buchhalter fragt sich wahrscheinlich warum in den Rechnungswesen Prüfungen nicht einfach lauter Buchungssätze gebildet werden müssen, ist doch standard.
    Es soll ja jeder die Möglichkeit bekommen für die Prüfungen zu lernen. Und dass nicht jeder alles wissen kann ist auch klar.
    Aber wenn schon Rahmenstoffpläne vorgegeben und Textbände mit den Prüfungsinhalten von der IHK herausgegeben und verkauft werden um damit Gewinne zu erzielen, dann sollte auch alles drin stehen oder nur das geprüft werden was auch drin steht. Sonst sollten sie es lieber als kostenloses "Nice to have" bei den eh schon hohen Prüfungsgebühren dazugeben.
  • "Bedeutet im Umkehrschluss, dass die Leute dir z.B. die Kompetenzen abgraben können und gegen das Unternehmenshandbuch arbeiten, nur weil sie es anders gelernt haben??? Damit wäre ein Handbuch ja schon überflüssig."

    Stimmt, deshalb sind in der Regel die Handbücher das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. :thumbup:
    Denn so schnell wie sich im Unternehmen alles verändert, wird das Handbuch nicht gepflegt.
    Passt insofern 1:1 zum Rahmenlehrplan. Guck mal, wann der geschrieben wurde.
    Das mit dem "abgraben" verstehe ich nicht. Ohne die Kompetenzen meiner MA bin ich eh verloren. Was die alles können kann ich nicht und umgekeht, mit kleinen Überschneidungen, drum läuft der Laden ja.

    Ich verstehe, die Aufregung darüber, dass man viele Punkte nicht hat, wenn man diese zwei Sachen nicht wusste. So würde es ja bedeuten, dass das fast 1/3 des Wissens ist, wenn man diese 2 Sachen weiß. :whistling:

    "Aber wenn schon Rahmenstoffpläne vorgegeben und Textbände mit den Prüfungsinhalten von der IHK herausgegeben und verkauft werden um damit Gewinne zu erzielen, dann sollte auch alles drin stehen oder nur das geprüft werden was auch drin steht. Sonst sollten sie es lieber als kostenloses "Nice to have" bei den eh schon hohen Prüfungsgebühren dazugeben."

    Da ist eben genau de falsche Annahme. Siehe was ich zum Thema unterschied Schule und Erwachsenenbildung geschrieben habe. :idea:

    Wo ich Dir allerdings Recht gebe, ist dass es schon frech ist, dass die IHK hier als Mitbewerber in den normalen Markt eintritt und auch Textbände verkauft. Das ist Marktverzerrend und das nicht nur, weil sie erstens: Zuwendungen vom Staat und der Wirtschaft erhalten, sondern auch, weil sie das (falsche) Image schüren, ihre Textbände und Bildungszentren, wären besser als die der freien Wirtschaft.
    An der Uni bekommst Du auch kein Buch geschenkt und nicht nur eines empfohlen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lecturer ()

  • Woher und wie tief man sich manche Themen aneignet und lernt steht ja auf einem anderen Papier. Aber wenn man als IHK solche Textbände entwickelt und vertreibt, dann sollten alle prüfungsrelevanten Themen zumindest in einem Satz mal erwähnt werden. Vertiefen kann der Prüfling die Themen dann sicherlich auch mit zusätzlicher Lektüre. Das ist mit dem Thema "Onboarding" leider nicht geschehen. Und im Anbetracht auf die Punktzahl finde ich das schon frech.
    Aber da für den technischen Fachwirt das Bestehen von TQ und WQ Vorraussetzung für die Zulassung zur HQ ist, was von Seiten der IHK (alle 3 Teile direkt hintereinander zu absolvieren) nicht wirklich vorgesehen ist, braucht man natürlich auch eine gewisse Quote an Durchfallern. Daraus könnte man schon ein System erkennen.
  • Nein - dahinter steckt ganz bestimmt KEIN System. Das setzt eine planende und steuernde Intelligenz dahinter voraus, die sich dazu auch noch Arbeit damit macht. All das kann ich nicht im geringsten erkennen. Es ist schlichtes Versagen...
    Gesetzessammlungen – speziell zusammengestellt und optimiert für die jeweilige Prüfung:
    Gesundheitsfachwirte - Wirtschaftsbezogene Qualifikationen
    - natürlich entsprechend den Anforderungen der Hilfsmittelliste zugelassen -

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reinhard ()

  • Sicherlich steckt da eine Menge Arbeit und Organisation drin. Gewisse Themen sind mit der Zeit von der Frageerstellung sicherlich auch ausgelutscht und müssen optimiert und erneuert werden. Aber dann müssen auch die Textbände zeitlich dazu passend angepasst sein und nicht 3 Jahre hinterherhängen. Sonst muss mit der Frage eben gewartet werden bis der Textband passt. Sonst ist es ja schon fast eine arglistige Täuschung wenn mit den Texbänden geworben wird.
    Mir fehlt da ein wenig das Fingerspitzengefühl in der Organisation der Abläufe, gerade weil es bundeseinheitlich ist.
  • Stimmt, aber der eigentliche Pferdefuss an der Sache ist, dass die Prüflinge hier wohl ganz offensichtlich nicht verstehen, dass sie die Texte und Klausuren nicht bei der IHK eingekauft haben, sondern bei der DIHK Service GmbH. Das ist somit keine staatliche Institution. Sondern - das ist meine Kritik - bei einem Unternehmen, dass von der IHK in besonderer Weise bevorzugt mit Informationen versorgt wird.
    Nachweislich erhalten andere Unternehmen der freien Marktwirtschaft diese Informationen nicht!
    Und jede GmbH hat eine Gewinnerzielungsorientierung. Daher ist es nur normal, dass keine 100% Qualität zu erwarten ist. (Siehe auch Pareto 80/20 ^^ )

    Das sind schon merkwürdige Konstrukte....siehe auch:
  • Hallo lecturer,

    "jede GmbH hat eine Gewinnerzielungsorientierung".

    die "DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung - Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH" nicht, da sie gemeinnützig ist und vom "Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V." letztendlich nur gegründet wurde, weil unternehmerische Tätigkeiten für eine GmbH einfacher sind als für einen e. V.. Und wohl auch, weil der DIHK selbst schon kompliziert genug konstruiert ist - Stichwort: viele Köche - so dass eine Auslagerung sicher sinnvoll war. ;)

    Zum Aufregerthema möchte ich nur anmerken, dass es vom Aufgabenerstellungsausschuss ungeschickt ist, Themen, die noch nie geprüft wurden, mit derart vielen Punkten zu bedenken. Mich erinnert das an Verirrungen wie den Fall mit dem Scheingeschäft in Recht und Steuern. Dissimulierte Rechtsgeschäfte sowie die Heilung eines Formfehlers gem. § 311 b Abs. 1 S. 2 BGB braucht kein Fachwirt in seinem beruflichen Leben.

    LG
    -Tim