Welcher Schulabchluss mit Fachwirt

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  • Welcher Schulabchluss mit Fachwirt

    Moin,

    durch ein Gespräch mit einem bekannten hab ich mir folgende Frage gestellt...

    wenn ich einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10a habe, dann habe ich ja mit einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann denn Realschulabschuss als höchsten Schulischen Bildungsgrad. Jetzt stellte ich mir die Frage ändert sich was wenn ich meinen WfW bestehen sollte?
    Hier ein Auszug aus Wikipedia "Damit ist der IHK-Fachwirt zwar nicht [i]gleichartig zu einem Hochschulabschluss, jedoch gleichwertig zu den Abschlüssen Bachelor, Meister und Staatlich geprüfter Techniker[/i]."

    Dies sagt mir nun leider noch nicht so viel, aber leider ist dieses in der Bewerbungsphase nicht so unwichtig, da es genug Online Bewerbungsportale gibt wo genau das nachgefragt wird. Wer hat da eine Antwort für mich :?: ?(
    Wirtschaftsfachwirt (IHK) Prüfung 11.2018
    Ausbildung der Ausbilder nach AEVO 06.2010
    Kaufmann im Einzelhandel 06.2000
  • Hallo Artimis,

    einen Hauptschulabschluss bekommst du nach Abgang der 9. Klasse. Mit dem Abschluss der 10. Klasse hast du den Realschulabschluss. Hast Du einen Hauptschulabschluss und bereits einen Beruf erlernt, kannst du dir nachträglich einen Qualifizierten Bildungsabschluss bescheinigen lassen. Das wäre dann interessant, wenn du für eine Weiterbildung oder Umschulung z. B. den Realschulabschluss benötigst.

    Der Wirtschaftsfachwirt ermöglicht den Zugang zu einem Studium an einer Hochschule, wofür ansonsten das Abitur Voraussetzung ist (Hochschulreife). Personaler fragen eigentlich gar nicht mehr nach dem Schulabschluss, wenn bereits eine Berufsausbildung mit Qualifikation vorliegt. Es genügt also bei einer Bewerbung, die Zeugnisse des letzt höheren Bildungsabschlusses einzureichen. Der gesamte Bildungsweg findet sich ja dann im Lebenslauf.

    VG Julika

    PS: Ich habe mal vor ca. 20 Jahren ein Praktikum im Amt für Schulverwaltung gemacht. War definitiv nicht verkehrt! :) Aber es kann sich seitdem auch einiges geändert haben. In den Stellenbeschreibungen steht ja eigentlich genau drin, was an Vorbildung für die zu besetzende Stelle gefordert ist.
  • Artimis schrieb:

    wenn ich einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10a habe, dann habe ich ja mit einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann denn Realschulabschuss als höchsten Schulischen Bildungsgrad. Jetzt stellte ich mir die Frage ändert sich was wenn ich meinen WfW bestehen sollte?
    Hier ein Auszug aus Wikipedia "Damit ist der IHK-Fachwirt zwar nicht [i]gleichartig zu einem Hochschulabschluss, jedoch gleichwertig zu den Abschlüssen Bachelor, Meister und Staatlich geprüfter Techniker[/i]."

    Dies sagt mir nun leider noch nicht so viel, aber leider ist dieses in der Bewerbungsphase nicht so unwichtig, da es genug Online Bewerbungsportale gibt wo genau das nachgefragt wird. Wer hat da eine Antwort für mich :?: ?(
    Du bringst hier einiges durcheinander.
    Ein Schulabschluss kommt mit Besuch der Schule mit einem entsprechenden Zeugnis.
    Wenn du einen Hauptschulabschluss hast, dann hast du nach einer Ausbildung immer noch einen Hauptschulabschluss und keinen Realschulabschluss, da du eben keine Realschule besucht hast und dort ein Abschlusszeugnis bekommen hast. Nach dem Fachwirt hast du dann immer noch einen Hauptschulabschluss.

    Nach der Ausbildung kann man aber je nach den in deinem Bundesland üblichen Regeln eine dem mittleren Schulabschluss gleichwertige Qualifikation haben bzw. sich bestätigen lassen. Das ist dann aber noch kein entsprechender Schulabschluss.


    Dein Wikipedia Zitat in allen Ehren aber die tatsächliche Aussagekraft ist gleich Null.
    Es kommt durch den DQR. Dieser ist aber unverbindlich, nicht rechtlich belastbar und findet auch in der Praxis keine Anwendung.
  • Julika schrieb:



    einen Hauptschulabschluss bekommst du nach Abgang der 9. Klasse. Mit dem Abschluss der 10. Klasse hast du den Realschulabschluss.


    Nach Klasse 9 hast du einen Hauptschulabgangszeugniss, bei uns gab es 10a und 10b... 10a war der Q. Abschluß, 10b war dann Realschule... zumind. ist es mir so im Kopf geblieben auch wenn es schon 20 Jahre her ist


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    Personaler fragen eigentlich gar nicht mehr nach dem Schulabschluss,
    Nach Klasse 9 hast du einen Hauptschulabgangszeugniss, bei uns gab es 10a und 10b... 10a war der Q. Abschluß, 10b war dann Realschule... zumind. ist es mir so im Kopf geblieben auch wenn es schon 20 Jahre her ist

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    Personaler nicht, aber leider viele Bewerbungsportale wo ich mich bei denn Firmen Bewerbe und ich finde es schon schade das man dann schon eventuell ausm Raster fliegt nur weil man dann z.B. Hauptschule als höcher Bildungsabschluß einträgt.
    Wirtschaftsfachwirt (IHK) Prüfung 11.2018
    Ausbildung der Ausbilder nach AEVO 06.2010
    Kaufmann im Einzelhandel 06.2000
  • Julika schrieb:

    @'Titelmissbrauch

    Ich habe mal ein paar Beiträge von dir gelesen oder besser gesagt "überflogen". :D Kann es sein, dass du ein Problem mit irgendwelchen Abschlüssen hast? Warum? Ist doch toll, wenn Menschen sich fachlich weiterbilden. Wo und in welchem Umfang bleibt doch jedem selbst überlassen, findest du nicht? ;)


    Bei 'Weiterbildung ist gut' sind wir beisammen. Ich habe kein Problem mit irgendwelchen Abschlüssen, jedoch mit der missbräuchlichen Nutzung von 'Bachelor' durch Fachwirte.
    Des weiteren sehe ich es kritisch, dass den Leuten hier immer zu IHK Weiterbildungen und zum Teil dubiosen Titelmühlen geraten wird, wenn ein ordentliches Studium meist die finanziell bessere Entscheidung wäre.
    Und mit dem ganzen DQR-gewedel belügt man sich halt auch selbst.
  • Bei entsprechenden Voraussetzungen schließt ein (Ausbildungs-)Berufschulzeugnis den Realschulabschluss mit ein - soweit okay.
    Der WFW schließt aber keinen Studienabschluss ein, so "gleichwertig" das auch sein will. Du kannst damit z.B. einiges Studieren ohne Abitur - deswegen hast Du trotzdem kein Abitur und auch kein "Studium" im Sinne eines Bachelorabschlusses. Okay?

    Das Problem bei Bewerbungsportalen beginnt, wenn die Auswahlliste für den "höchsten Abschluss" keine Aufstiegsfortbildung berücksichtigt, sondern nur Schul- und Berufausbildung und Bachelor-/Masterstudium. Da bin ich dann absolut bei Dir, dass Du Dich fragst, welche Auswahl die richtige ist. Das würde ich von den gewünschten Voraussetzungen in der Stellenausschreibung abhängig machen und der Möglichkeit, eine Erläuterung zu geben (was und wo "studiert").

    Ob Du in einer Firma arbeiten möchtest, wo offensichtlich nur Studierte gern gesehen sind, solltest Du Dir jedoch gut überlegen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KasiGF ()

  • Wenn du schon gearbeitet hast, sollte deine schulischer Abgang eigentlich keine Priorität haben, da du
    1. Eine Ausbildung abgeschlossen hast
    2. Berufliche Erfahrung gesammelt hast
    3.Arbeitszeugnisse vorweisen kannst
    4. Du dem DQR/EQR 6 zugehörst (gleiche Bachelorstufe) und nur einem unter Master

    Wenn dann noch jemand sagt, dass du unterqualifiziert bist, sollte der Betrieb seine Grundeinstellung ordentlich überdenken. Und ich kenne keinen Betrieb,bei dem der Abgang der Schule nach der Ausbildung noch eine größere Rolle gespielt hat.

    Zur Not Immatrikulierst du und machst deinen Master.
  • Neu

    Moin,

    das Problem sind im grunde die Portalbewerbungen, dort mußt du auch schon mal den Höchsten Schulbildungsgrad angeben und wenn du Hauptschule anklickst bist du schon gerne mal ausm Raster (grade in Führungspositionen) und da ist es egal ob du 10 Jahre Berufserfahrung hast. Das ist einfach ein Raster.

    Ich bin auch der Überzeugung das viele Firmen sich eher dem Feuer des Bewerbers hingeben sollten anstatt sich auf nullen und einsen oder einem Psychologie experten zu verlassen und denn menschen in ein Raster zu stecken, aber es ändert nichts an der sache das ICH einen Job in dieser Firma will.

    Ich glaube der Master ist dann doch etwas zu weit für mich ;) erstmal WfW mit mind. "gut" bestehen :)
    Wirtschaftsfachwirt (IHK) Prüfung 11.2018
    Ausbildung der Ausbilder nach AEVO 06.2010
    Kaufmann im Einzelhandel 06.2000
  • Neu

    Artimis schrieb:

    Ich bin auch der Überzeugung das viele Firmen sich eher dem Feuer des Bewerbers hingeben sollten anstatt sich auf nullen und einsen oder einem Psychologie experten zu verlassen und denn menschen in ein Raster zu stecken,...
    Es ist halt auch eine Abwägung, v.a. bei großen Unternehmen mit vielen Stellenanzeigen, die gerne auch mal Bewerberzahlen im dreistelligen Bereich anziehen. Es ist überwiegend besser und billiger einfach Leute einzuladen die genau ins Raster passen, anstatt Unmengen an Personaler zu haben die alles sichten und individuell beurteilen.

    Als (zukünftige) Führungskraft sollte man dann aber auch in der Lage sein, seine Bewerbung durch persönlichen Kontakt so vorzubereiten, dass sie zumindest gesichtet wird, unabhängig davon ob man genau ins Raster passt.