Investition Vergleich Kapitalwert periodisch Break Even Deckungsbeitrag

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  • Investition Vergleich Kapitalwert periodisch Break Even Deckungsbeitrag

    Guten Abend,

    auf Empfehlung einer Freundin (Personalkauffrau) wende ich mich hier an Betriebswirte und sonstige Experten mit einem sehr wichtigen Anliegen.

    Ich arbeite in einer Galerie als Kreativberaterin und in Teilen als Event Managerin. Bei Stellenantritt hatte ich mit meinem Chef vereinbart, dass ich im Bedarfsfalle auch mal einfache kaufmännische Aufgaben mit übernehme.
    Letzte Woche wurde unser Fachmann für kaufmännische Fragen gekündigt und gestern morgen hatte ich per Mail eine Arbeitsanweisung, die mich total überfordert.

    Mein Chef plant den Erwerb von vermutlich zwei Luxus PKW um bei Events VIP Kunden chauffieren zu lassen.
    Es stehen mehrere Fabrikate zur Auswahl, die Daten sind mir bekannt und eine einfache Kostenvergleichsrechnung bekomme ich hin.
    Ich soll aber zusätzlich eine Kapitawertberechnung erstellen, diese in einfacher und periodischer Form, eine Break Even Berechnung und eine Deckungsbeitragsrechnung.
    Ab hier bin ich völlig überfordert und weiß gar nicht mit welchen Daten ich rechnen muß.
    Bei der Kapitalwertmethode brauch ich doch eigentlich Einnahmen oder Rückflüsse oder nicht?
    Die anderen Berechnungen sind bislang auch völlig verwirrend.
    Meine Chef meinte, es sei alles nicht so schwer und ich könnte mich ja übers Wochenende einarbeiten.

    Ich hoffe, mir kann hier jemand helfen und sei es nur in Ansätzen um den richtigen Weg zu finden.
    Oder vielleicht eine Webadresse wo diese Berechnungen leicht nachzuvollziehen sind.
    Vielleicht ist es auch ein Anstoß für eine Diskussion unter Betreibswirten, wie man diese Rechnungen löst.

    Ich hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann.
    S.
  • Hallo Frau_S.,

    "Bei der Kapitalwertmethode brauch ich doch eigentlich Einnahmen oder Rückflüsse oder nicht?"
    Nein, brauchst Du nicht. Du kannst bei einem Vergleich zwischen zwei Pkw auch die Barwerte der Auszahlungen als Vergleichsgröße nehmen.

    "Ich soll aber zusätzlich eine Kapitawertberechnung erstellen, diese in einfacher und periodischer Form, eine Break Even Berechnung und eine Deckungsbeitragsrechnung."
    Deinem Chef scheint die Materie fremd zu sein, sonst würde er nicht alles durcheinander werfen - in diesem Fall statische und dynamische Ansätze.

    Was ist denn das Ziel der ganzen Rechnerei? Geht es darum, ob Pkw A oder B gekauft werden soll? Ob gekauft oder gemietet werden soll?

    Viele Grüße!
    -Tim
  • Hallo Tim,
    vielen Dank für deinen Beitrag.
    Vor lauter Nervosität habe ich wohl mindestens die Hälfte vergessen.
    Es geht um 4 Alternativen, zumindest wenn ich nach den Prospekten hier urteilen kann.
    Entschieden werden muss dann, ob man kauft oder least.

    Die Vielzaahl an Berechnungen hängt vermutlich mit irgendwelchen Finanzrichtlinien der stillen Partner zusammen. Aber da ich auf dem Gebiet nicht einmal Laie bin, kann ich es nicht beurteilen.
    Jedenfalls würde ich mich sehr freuen wenn du mich hier ein Stück weit begleiten könntest.
    Ich sehe schon das gleiche Schicksal auf mich zukommen wie das meines ex-Kollegen.

    Bei der Kapitalwertmethode soll ich also die jährlichen Kosten je Periode und den vermutlichen Restwert auf den Anschaffungszeitpunkt diskontieren?
    Jährliche Kosten = Unterhalt wie Steuer, Versicherung, vermutete Inspektionskosten? Vermutlich ohne die aus der Kostenvergleichsrechnung berücksichtigten Kalk. Zinsen und Abschreibungen, oder müssen die auch jährlich einbezogen werden? Ich denke nicht?!
    Und dann ist das Ergebnis mit dem geringsten negativen Betrg das beste?
    oder wie muss ich das verstehen?
    Danke und Grüße
    S.
  • Frau_S. schrieb:

    Hallo Tim,
    vielen Dank für deinen Beitrag.
    Vor lauter Nervosität habe ich wohl mindestens die Hälfte vergessen.
    Es geht um 4 Alternativen, zumindest wenn ich nach den Prospekten hier urteilen kann.
    Entschieden werden muss dann, ob man kauft oder least.

    Die Vielzaahl an Berechnungen hängt vermutlich mit irgendwelchen Finanzrichtlinien der stillen Partner zusammen. Aber da ich auf dem Gebiet nicht einmal Laie bin, kann ich es nicht beurteilen.
    Jedenfalls würde ich mich sehr freuen wenn du mich hier ein Stück weit begleiten könntest.
    Ich sehe schon das gleiche Schicksal auf mich zukommen wie das meines ex-Kollegen.

    Bei der Kapitalwertmethode soll ich also die jährlichen Kosten je Periode und den vermutlichen Restwert auf den Anschaffungszeitpunkt diskontieren?
    Jährliche Kosten = Unterhalt wie Steuer, Versicherung, vermutete Inspektionskosten? Vermutlich ohne die aus der Kostenvergleichsrechnung berücksichtigten Kalk. Zinsen und Abschreibungen, oder müssen die auch jährlich einbezogen werden? Ich denke nicht?!
    Und dann ist das Ergebnis mit dem geringsten negativen Betrg das beste?
    oder wie muss ich das verstehen?
    Danke und Grüße
    S.
    Bin drei Tage im Urlaub, melde mich später.
  • Hallo Frau_S..

    "Bei der Kapitalwertmethode soll ich also die jährlichen Kosten je Periode und den vermutlichen Restwert auf den Anschaffungszeitpunkt diskontieren?"
    Nicht die Kosten ...

    "Jährliche Kosten = Unterhalt wie Steuer, Versicherung, vermutete Inspektionskosten? Vermutlich ohne die aus der Kostenvergleichsrechnung berücksichtigten Kalk. Zinsen und Abschreibungen, oder müssen die auch jährlich einbezogen werden? Ich denke nicht?!"
    ... aber das hast Du ja schon erkannt. :)

    Und dann ist das Ergebnis mit dem geringsten negativen Betrg das beste?
    Ja. Letztendlich ist das nicht schwierig. Du musst nur die stat. Investitionsrechnung und die dyn. IR strikt trennen. Beides zu rechnen ist eh in den allermeisten Fällen überflüssig, aber Du musst es ja offensichtlich tun.

    "Entschieden werden muss dann, ob man kauft oder least."
    Damit hast Du in der Rechnung halt immer das Problem, dass Du nicht genau weißt, was am Ende der Leasingdauer passiert. Natürlich kannst Du rechnerisch da einige Varianten durchspielen. Es ist halt immer schwierig, vorauszusehen, was für irgendwelche Dellen und Kratzer vom Leasinggeber in Rechnung gestellt wird.

    Und: Die aktuelle Situation Deines Unternehmens ist für eine Entscheidung auch von Bedeutung, insbesondere die Liquiditätslage.

    "Jedenfalls würde ich mich sehr freuen wenn du mich hier ein Stück weit begleiten könntest."
    Da kann ich nichts versprechen.

    Viele Grüße!
    -Tim
  • Hallo Tim,
    vielen Dank.
    Irgendwie verstehe ich es nicht. Was meinst du denn mit "Nicht die Kosten".
    Ich muss doch die Ausgaben für den Betrieb der Fahrzeuge erfassen also z.B.
    berücksichtigten würde ich:
    jährlich: Steuer, Versicherung und vielleicht inspektion (aber hier bin ich mir nicht sicher, zumal der betrag variieren kann)

    nicht berücksichtigen würde ich:
    kalkulatorische Abschreibungen
    kalkulatorische Zinsen
    Ich vermute die gehören nicht in die Kapitalwertrechnung, da es keine wirklichen Ausgaben sind



    Wenn ich nun die gekauften Fahrzeuge mit den geleasten vergleichen möchte, dann muss ich beim Leasing doch auch den Kapitalwertberechnen.
    Nach langer Suche im internet bin ich auf folgende Berechnung gestoßen:
    Vorschüssiger Barwert (die Raten müssen lt. Vertrag am Monatsanfang gezahlt werden): = R + R/q + R/q² + R/q³+.....R/qn-1
    q=1+i
    wobei ich dann den zu zahlenden Zinssatz auf Monate berechnen muss: i=Zinsfuß/Periodenanzahl /100
    Ist das soweit richtig?

    Und die Schlussrate, welche ich ja auch diskontieren muss, berücksichtige ich dann nachschüssig diskontiert, weil sie zum Monatsende zu zahlen ist.
    Richhtig?

    Ich weiss schon warum ich in den kreativen Bereich gegangen bin und nicht in den gehobenen kaufmännischen...
    Freue mich auf dein Feedback.
    S.

    P.S.: An welche rechnerischen Varianten beim Leasing denkst du?
  • Frau_S. schrieb:

    Wenn ich die Berechnung Kapitalwertmethode richtig verstanden habe, dann gehören dort nur Ein- und Auszahlungen hin.
    Ich glaube, die BWL trennt streng was Ausgabe, Auszahlung, Aufwand etc. ist.
    Vermutlich meinte Tim das oben auch mit Kosten, hoffe ich.
    Ja, das meinte ich. Ist aber für unsere Zwecke jetzt eher nachrangig.

    Deine Vorgehensweise passt so weit. :)

    Beim Leasing meinte ich die Frage, was am Ende der Grundmietzeit geschieht. Kauf? Weiterhin leasen? Neuer Vertrag?

    "Wenn ich die Berechnung Kapitalwertmethode richtig verstanden habe, dann gehören dort nur Ein- und Auszahlungen hin."
    Ja. Würdest Du kalk. Abschreibungen berücksichtigen, hättest Du die Anschaffungskosten doppelt berücksichtigen, da Du dynamisch ja die Anschaffungsauszahlung ansetzt. Würdest Du kalk. Zinsen berechnen, dann wären die auch doppelt berücksichtigt, denn Du zinst ja auch noch ab.

    Vor- oder nachschüssig sind Feinheiten. Letztendlich würde ich das auch schlicht jährlich berechnen um nicht auch noch unterjährige Verzinsung reinzubringen. Geht ja auch nur um das Delta zwischen dem Bentley und dem Aston Martin.

    LG
    -Tim
  • Guten Morgen,
    vielen Dank, Tim.

    Die Kapitalwertberechnung für das Leasing der Fahrzeuge habe ich jetzt wie oben besprochen gemacht.

    Zum Thema Leasing selbst: Die Fahrzeuge werden mit Ablauf zurück gegeben, und anschliessend neue wieder geleast. So ist wohl der Plan.

    Jetzt habe ich aber ein neues Problem: wie kann ich denn Leasing mit Kauf direkt vergleichen? Schon bei der Kapitalwertmethode verstehe ich es nicht.
    Beim Kauf berücksichtige ich den Anschaffungspreis und die laufenden Auszahlungen je Periode.
    Beim Leasing fallen doch nur die Raten und die laufenden Auszahlungen wie beim Kauf an.
    Wie bekomme ich denn den Anschaffungspreis beim Vergleich ausgeglichen?

    Ist das ein Auf und Ab an Frust und Freude.

    Freue mich auf Feedback. Vielen Dank.
    S.