Wirtschaftsfachwirt allgemeine Fragen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Wirtschaftsfachwirt allgemeine Fragen

    Guten Tag,

    ich werde höchstwahrscheinlich mein Studium abbrechen ( BWL 2. Semester) und möchte gern mich weiterbilden zum Wirtschaftsfachwirt. Ich habe bereits eine Ausbildung als Industriekaufmann absolviert und 1 Jahr Berufserfahrung gesammelt.
    Ich habe auch mein Abi in Wirtschaft & Verwaltung gemacht, daher denke ich ist es die perfekte Weiterbildung da ich danach gute Chancen habe eine super Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Das eine 1 Jahr Berufserfahrung habe ich in Kanada absolviert.

    Nun hätte ich gern von Absolventen dieser Weiterbildung gewusst, wie schwer ist diese Weiterbildung und kann man diese empfehlen? Ich bin mir noch unsicher ob Teilzeit (12 Monate) und nebenher noch als Werkstudent arbeiten soll oder in Vollzeit ( 6 Monate) und Meister-Bafög beantragen könnte. Was sind eure Erfahrungen dazu?

    Ich hab nur mal kurz die Aufteilung der Prüfungen gesehen, zum einen:

    Wirtschaftsbezogene Qualifikationen (1. Teil)
    Schriftliche Prüfung:
    • Volks- und Betriebswirtschaft
    • Rechnungswesen
    • Recht und Steuern
    • Unternehmensführung


    was eigentlich relativ klar ist, mit einem Vorbereitungskurs ob Voll oder Teilzeit ist man denke ich sehr gut darauf vorbereitet.


    Handlungsspezifische Qualifikationen (2. Teil)

    Eine betriebliche Situationsbeschreibung mit 2 gleichgewichtigen Teilen aus den Handlungsbereichen
    • Betriebliches Management
    • Investition, Finanzierung, betriebliches Rechnungswesen und Controlling
    • Logistik
    • Marketing und Vertrieb
    • Führung und Zusammenarbeit


    Bei dem 2.ten Teil kann ich mir noch nicht vorstellen wie die Prüfung aussieht, vielleicht kann ja da der ein oder andere mal Feedback dazu geben, ich hätte jetzt gesagt das ich 2 Themen von diesen Bereichen vorgeschlagen bekomme mit einer Situation und diese Lösen soll....



    Mündliche Prüfung:
    Situationsbezogenes Fachgespräch

    Ist bei der mündl. Prüfung es in etwa so wie bei der Ausbildung damals das man selbst ein Thema auswählen konnte und dazu seine Lösungen präsentiert oder wie stell ich mir die mündl. Prüfung bei einem Wirtschaftsfachwirt vor?



    Danke im Voraus für eure Antworten!



    LG Chris
  • Hallo,

    ChrisCross22 schrieb:

    Ich habe bereits eine Ausbildung als Industriekaufmann absolviert.

    macht es dann nicht eher Sinn den Industriefachwirt zu machen? Wenn du es in der Industrie schaffst, schaffst du es auch woanders. Die WBQ sind identisch, im Handlungsteil ist der Schwerpunkt etwas anderes und du hast das
    • Fach Produktionsprozesse(Logistik + Produktion) und
    • Wissen- und Transfermanagement(Betriebsorganisation, Projektorga. und das namensgebende Fach)
    Finanzierung & Investition, Marketing & Vertrieb und Führung & Zusammenarbeit ist größtenteils Deckungsgleich und der Schwerpunkt liegt wie gesagt woanders und ist spezieller auf die Industrie gerichtet an statt allgemein.

    ChrisCross22 schrieb:

    Bei dem 2.ten Teil kann ich mir noch nicht vorstellen wie die Prüfung aussieht, vielleicht kann ja da der ein oder andere mal Feedback dazu geben, ich hätte jetzt gesagt das ich 2 Themen von diesen Bereichen vorgeschlagen bekomme mit einer Situation und diese Lösen soll....
    Der erste Teil (WBQ) sind vorwiegend Aufgaben zur Wissensabfrage(mit einen gewissen Transferanteil). Der zweite Teil liegt vom Hinblick der Abfrage auf Transferaufgaben, also das gelernte Wissen auf die Situation zu transferieren und anzuwenden. Diese Aufgaben sind eben keine reinen Wissensabfragen, da du gezwungen bist eigene Lösungsvorschläge zu erarbeiten & entwickeln - die man nicht nach Schema F auswendig lernen kann. Man bekommt einleitend zu den Situationsaufgaben eine Situationsbeschreibung, die das Unternehmen beschreibt, z.B. Produkte, Probleme und so weiter. Hier hat der Industriefachwirt natürlich den Vorteil das er immer ein verarbeitenden/produzierenden Betrieb bekommt. Der Wirtschaftsfachwirt kann hier durchaus auch mal einen Dienstleistungsbetrieb bekommen.

    ChrisCross22 schrieb:

    Situationsbezogenes Fachgespräch
    Ist bei der mündl. Prüfung es in etwa so wie bei der Ausbildung damals das man selbst ein Thema auswählen konnte und dazu seine Lösungen präsentiert oder wie stell ich mir die mündl. Prüfung bei einem Wirtschaftsfachwirt vor?
    Der Wirtschaftsfachwirt hat den Nachteil das er sein Thema an dem Tag seiner Prüfung zieht und nach einer Vorbereitungsphase(ich glaube 30 Minuten) dieses präsentieren muss. Der Industriefachwirt hingegen reicht ein Thema(ähnlich wie beim Industriekaufmann) ein und erarbeitet vorab seine Präsentation und präsentiert diese in 10 Minuten. Beide Fachwirte haben im Anschluss ein Fachgespräch(ca. 20 Minuten) ausgehend von der Präsentation.

    Grüße
    geprüfter Industriefachwirt (IHK) 02.2019 ✅
    REFA-Produktionsplaner 10.2016 ☑
    REFA-Arbeitsorganisator 12.2015 ☑
    Ausbildung der Ausbilder nach AEVO 01.2015 ☑
    Industriekaufmann 01.2013 ☑
    Kaufmann im Einzelhandel 06.2009 ☑

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kainchen ()