Nach dem Wirtschaftsfachwirt BWL studieren - Ein Fazit

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  • Nach dem Wirtschaftsfachwirt BWL studieren - Ein Fazit

    Hallo,

    da immer wieder die Frage gestellt wird, in wie weit ein Studium nach dem Fachwirt interessant oder durchführbar ist hier mein persönliches Fazit nach meinem Studienabschluss vor knapp 10 Tagen.
    Meinen Wirtschaftsfachwirt habe ich im Frühjahr 2016 erfolgreich in einem 1-Jährigen Schnellkurs bestanden.

    Nach ein paar Wochen war die erste Euphorie verpufft und ich überlegte mir wie ich meinen weiteren Werdegang beruflich gestalten will.
    Im Zuge der Studiengangsauswahl habe ich mich mit Fernstudiengängen und Präsenzstudiengängen auseinandergesetzt.
    Mit einem abgeschlossenen Fachwirt lagen die Kosten bei den Anbietern i.d.R. bei ca. 7-9.000 Euro bis zum Bachelor.

    Für mich persönlich kam am Ende nur ein Präsenzstudiengang in Frage, weil ich die Nähe zu Kommilitonen und auch den Druck der Gemeinschaft brauche.
    Ein Fachwirtskollege hat sich damals für einen Fernstudiengang entschieden, sein letztes Feedback vor einem Jahr war, das er bisher nicht mal 1/5 der Leistungen erbracht habe, weil er sich maximal einer Klausur im Semester stellen wollte.
    Kürzlich habe ich erneut den Kontakt gesucht, aber keine Antwort mehr bekommen. Ich gehe davon aus, das er das Studium abgebrochen hat.

    Nach der Anrechnung von ca. 70 Creditpoints für den Fachwirt ging es dann im 4. Semester los.
    Die Regelstudienzeit im nebenberuflichen Studium für einen Bachelor liegen bei fast allen Studienanbietern bei 8 Semestern.
    Durch Teilanrechnungen belegt man meist zwischen dem 3-4. Semester so dass eine Reststudienlaufzeit von 2,5 Jahren auf der Agenda steht.

    Die ersten 2 Semester waren wirklich anstrengend, hier hatte ich den Eindruck testen die Hochschulen wie belastbar die Studenten, so wie auch Ihr Fachwissen ist.
    In meinem Fall hatte ich im ersten Semester an der Hochschule 6 Module, im zweiten Semester dann 5 Module.
    Die Vorlesungen waren i.d.R. 2-3 Abendveranstaltungen unter der Woche und ca. 2-3 Samstage im Monat von 8 bis 16 Uhr.
    Man darf sich von dem harten Einstieg nicht beeindrucken lassen.
    Die einzigen Abbrüche gab es genau in der Zeit. Etwa 15-20% der Teilnehmer erkennen dort, das Sie nicht bereit sind so viel nebenberuflich zu machen und haben aufgehört.
    Alle die diese schwere Zeit überstanden haben, sind auch bis zum Ende am Ball geblieben.
    Neben Klausuren werden auch Hausarbeiten zu Prüfungsleistungen, wobei man sich bei den Hausarbeiten nach dem Themenauswahl und Gliederungsabstimmung mit dem Prof, die Vorlesungen danach eigentlich schenken kann.
    Nach dem zweiten Semester waren es bei mir nur noch 3-4 Fächer im Semester und der Druck war wirklich nicht mehr auf dem Niveau wie am Anfang.
    Die Thesis war die letzte große Hürde, an der ich teilweise sehr verzweifelt bin, da dort erstmals empirisch geforscht werden musste.
    Aber die Thesis war am Ende nur noch der Schlüssel zum Abschluss.

    Ich kann jedem nur empfehlen, das wenn er für sich ein Studium wirklich will, der Versuch zu wagen, es ist definitiv möglich.

    Falls Ihr Fragen zum Thema Studium nach dem Fachwirt habt, beantworte ich diese gerne.

    Beste Grüße

    JaYson
  • @JerrySun

    Alle Anerkennungen sind immer "individuell" aber je nach Fachwirt individuell gleich.
    Heißt die Note ist egal, die Art des Fachwirts (Wirtschaft,Handel) oder des Betriebswirts entscheiden über die Anerkennung von Leistungen.
    Eine "pauschale" Anerkennung gibt es meines Wissens nach an keiner Hochschule, um sich den Freiraum zu lassen, die Anerkennung nach belieben zu "modifizieren".
  • Ja, zumindest den Standort Stuttgart.
    Den Klausurtourismus kannst du dir auf Facebook in der Gruppe "FOM Netzwerk" mal beobachtend anschauen.
    Die Anrechnung Betriebswirt ist ca. 1 Semester höher als der Wirtschaftsfachwirt. Der Technische Betriebswirt ist gleich wie der Wirtschaftsfachwirt in der Anrechnung.
    Daher gehe ich davon aus, dass der technische Fachwirt also 1. Semester schlechter sein müsste.
    Grundsätzlich auf die BWL bezogen. In Wips würde ich von alle dem abraten, da ist der Effekt zu Aufwand zu gering, das würde ich direkt studieren. (schlechte Anrechnung, ähnlich wie Business Administration)

    @vurria
    Angerechnete Semester zählen als Bestanden unter Anrechnung der Creditpoints. Eine Klausur oder Arbeit musst du nicht mehr erbringen oder einreichen. Eine Note gibt es für diese Fächer aber natürlich auch nicht.
    Sie zählen lediglich als bestanden.