Übersetzung Abschlusszeugnis

  • Hallo Daniel Qu,

    "Verboten ist garnichts."

    So so ...

    Mit Schreiben vom 21. Januar 2016 Nr. 6–6002/508 nimmt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz [...] wie folgt Stellung:

    In Baden-Württemberg dürfen Übersetzungshilfen wie „Bachelor Professional“und „Master Professional“ nicht verwendet werden, da sie eine vom Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg (LHG) nicht gebilligte Verwechslungsgefahr mit akademischen Graden darstellen.Dort heißt es in § 36 Abs. 1 Satz 1 und 2 LHG: „Aufgrund einer Hochschulprüfung,mit der ein erster Hochschulabschluss erworben wird, verleiht die Hochschule einen Bachelorgrad. Aufgrund einer Hochschulprüfung, mit der ein weiterer Hochschulabschluss erworben wird, verleiht die Hochschule einen Mastergrad.“§ 36 Abs. 4 LHG besagt: „Deutsch- oder fremdsprachige Hochschulgrade sowie entsprechende staatliche Grade, Titel oder Bezeichnungen (Grade) dürfen im Geltungsbereich dieses Gesetzes nur von einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule aufgrund einer mit Zustimmung der Rektorin oder des Rektors erlassenen Prüfungsordnung oder aufgrund von besonderen landesrechtlichen Bestimmungen verliehen werden. Andere Grade, die denen nach Satz 1 zum Verwechseln ähnlich sind, dürfen nicht verliehen werden.“ Nach § 75 Abs. 2 Nr. 4 LHG handelt ordnungswidrig, wer entgegen § 36 deutsch oder fremdsprachige Grade oder ihnen zum Verwechseln ähnliche Grade verleiht.

    LG
    -Tim
  • das ist aber deshalb eine sehr kühne und schon aggressive Auslegung, weil der in der VO zitierte Gesetzestext sich ausdrücklich auf das Verleihen eines Grades bezieht, die VO aber auf eine "Übersetzungshilfe" zielt. Letzten Endes dürfte man dann ja nicht mal erwähnen, dass der Fachwirt in der gleiche Stufe des QR eingeordnet ist, wie ein gewisser akademischer Grad,den auch nur zu erwähnen Nicht-Akademikern untersagt ist...

    Der Umgang mit dem Thema durch die Kultusminister ist beschämend. Eine Ausbildung, bei der oft ein und dieselben die Prüfungen stellen, abnehmen, bewerten - und dann von den Geprüften "evauiert" werden, bei der es dann nicht überrascht wenn eine 3 die neue 5 ist wird privilegiert gegenüber der harten Währung bundeseinheitlicher Fachwirt-Prüfungen mit Bestehensquoten von nur 60 bis 80 %. Liegt vielleicht auch daran, dass solche VErordnungen ja logischerweise von #akademikern verbrochen werden.
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  • Reinhard schrieb:

    . Letzten Endes dürfte man dann ja nicht mal erwähnen, dass der Fachwirt in der gleiche Stufe des QR eingeordnet ist, wie ein gewisser akademischer Grad,den auch nur zu erwähnen Nicht-Akademikern untersagt ist...

    Der Umgang mit dem Thema durch die Kultusminister ist beschämend. Eine Ausbildung, bei der oft ein und dieselben die Prüfungen stellen, abnehmen, bewerten - und dann von den Geprüften "evauiert" werden, bei der es dann nicht überrascht wenn eine 3 die neue 5 ist wird privilegiert gegenüber der harten Währung bundeseinheitlicher Fachwirt-Prüfungen mit Bestehensquoten von nur 60 bis 80 %. Liegt vielleicht auch daran, dass solche VErordnungen ja logischerweise von #akademikern verbrochen werden.
    Gerade deshalb solltet du doch auf eine Bezeichnung als Fachwirt bestehen! Stell dir vor man würde diese herausragende Leistung aus versehen mit einer einfachen akademischen Ausbildung verwechseln. Man mag sich auch gar nicht vorstellen, wie die derzeitigen Bachelors vom Glanz der Verwechslung mit einem echten Fachwirt-Bachelor profitieren würden.
  • Ich muss da Titelmissbrauch in Teilen recht geben.
    Lineare Algebra, Statistik, Wissenschaftliches Arbeiten mit einem Umfang in meinem bisherigen Studium von ca. 200 Seiten wissenschaftlicher Hausarbeiten sind nun mal nicht Fachwirt Niveau geschweige den Teil dessen.
    DQR Gleichstellung hin oder her.
    EIn Beispiel, In Rechnungswesen beim Fachwirt wird alles ein wenig zusammen geworfen, im Studium ist Rechnungswesen, Bilanzierung nach HGB und IFRS, Strategische Unternehmensführung nach Kennzahlen sowie Controlling jeweils ein eigenes Fach mit 120 Minutiger Prüfung und mit jeweils 5-6 CP bewertet. Wobei man noch die Wahl hat Controlling II als Wahlfach zu vertiefen.
    Ich räume aber genauso ein, das ca. der Leistungsumfang von ca. 60-80 Credits Points dem des Fachwirtes vollumfänglich entspricht. Das wäre etwa 1/3 bis knapp 1/2.
    Hier aber den einen Auf/Ab Werten und von Gleichsetzung zu sprechen halte ich völlig übertrieben.
    Ein Bachelor ist ein akademischer Grad der Hochschulen und Universitäten, ein Fachwirt ein Weiterbildungsgrad der IHK.
    Schon der gesamte Lehrkörper ist faktisch nicht vergleichbar, geschweige das ich bei meinem IHK Kurs weder von Dr. oder Professoren unterrichtet wurde.
    Hier ist das theoretische Know-How der Lehrenden um Längen anders.
    Ich will damit nicht sagen Pro/Contra, Besser/Schlechter, mir geht es darum den Unterschied greifbar zu machen.

    Das dürfte als Argument gelten, Reinhard.
  • Muß nicht sein.

    Wir hatten einen Professor (Universität) Doktor.
    Dann noch einen juristischen Doktor und nochmal eine.


    Dagegen in Steuern einen Finanzbeamten der naja...

    Kann einem aber durchaus auch an einer FH passieren,
    daß ein Angestellter von VW was in Unternehmensethik hält ohne Prof. Dr. zu sein. :D
    (kein Witz! aber schon 10 Jahre her)
    Fachwirt bestanden März 2015
    Ausbildereignung Februar 2016
    Prüfertätigkeit in der Ausbildung Juli 2016