Wirtschaftsfachwirt im Selbststudium (WBQ und HSQ gleich nacheinander schreiben?)

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  • Wirtschaftsfachwirt im Selbststudium (WBQ und HSQ gleich nacheinander schreiben?)

    Hallo,

    ich befinde mich derzeit ein Jahr in Elternzeit und würde dieses gerne für eine Weiterbildung nutzen.
    Ich bin alleinerziehend und habe das Geld für einen Fortbildungskurs nicht (auch nicht mit Meisterbafög o. ä.). Ich habe aber die Studienunterlagen der IHK von einer Freundin bekommen und würde mit diesen versuchen ein Selbststudium durchzuziehen.

    Ich bin gelernte Notarfachangestellte. D. h. etwas rechtliches Vorwissen ist zumindest da. Und...naja, in der Berufsschule haben wir auch ein Wirtschafts-Fach gehabt. Inwieweit mir dieses Mini-Wissen aber hilft, hmm... vermutlich eher weniger.

    Ich habe mir das ungefähr so gedacht:

    Ich beginne nun zu lernen. Als realistischen Zeitaufwand würde ich 2 Stunden täglich einplanen.
    Und ich würde dann gerne BEIDE Prüfungen im Herbst machen, d. h. den wirtschaftlichen Teil und den handlungsspezifischen Teil.

    Puh, ganz schön viel, oder? Allerdings beginne ich im Dezember wieder Vollzeit zu arbeiten und wenn überhaupt, dann ist JETZT die Möglichkeit zu lernen.

    Tja, was meint ihr?
    Ist das ein halbwegs realistisches Ziel, was ich mir gesetzt habe?
    Hat hier jemand Erfahrung damit den Wirtschafts- und den handlungsspezifischen Teil gleich hintereinander zu schreiben?
    Bekomme ich überhaupt die Ergebnisse des Wirtschaftsteils vor der handlungsspezifischen Prüfung? Weil diese muss doch bestanden sein, um zur Handlungsspezifischen zugelassen werden?!

    Wäre super lieb, wenn mir jemand antworten würde :)

    Liebe Grüße
    Buntspecht (was... ich hab mich in der Anmeldung eben tatsächlich BLAUspecht genannt?! 8o :shock: )
  • Ich habe auch WBQ und HSQ direkt nacheinander abgelegt und bestanden.

    Aus eigener Erfahrung würde ich allerdings sagen: Mit 2 Std. täglich ab jetzt ist es schon ein sehr sportliches Ziel, die diesjährige Herbstprüfung komplett mitzumachen.

    Du kannst es versuchen - fang einfach mal an zu lernen; du wirst vielleicht selbst sehr schnell bemerken, ob du den Stoff in der verfügabren Zeit schaffst.

    Die HSQ kannst du auch schreiben, ohne die WBQ-Ergebnisse zu haben. Es muß nur die WBQ abgelegt, aber nicht bestanden sein. Daher passiert es einzelnen Kandidaten auch schon mal, daß sie die HSQ schon "im Sack" haben, aber einzelne Fächer der WBQ noch mal schreiben müssen. Wenn alles Schriftliche bestanden ist, geht's in den letzten Teil, die mündliche HSQ-Prüfung.
  • Den Wirtschaftsfachwirt ohne Unterricht wäre für mich unmöglich gewesen.

    Ich habe auch "Vorwissen" als Bürokauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin und im kfm Bereich 14 Jahre gearbeitet. Davon viel in der Buchhaltung
    aber diesen Fachwirt macht man nicht so nebenbei mit 2 Stunden am Tag. Da würdest du nur entäuscht sein. Klar hast du was das Fach Recht betrifft
    Vorwissen, das bringt dir aber nix in Rewe, UF, Vwl , BWL, Marketing , FiZ , FuZ es sind insgesamt 9 Textbände zum Durcharbeiten!

    Mit dem Unterricht ist es schon schwer innerhalb eines halben Jahres alles zeitlich durchzuarbeiten, dass alleine ist bis zum Herbst kaum zu schaffen.

    Vielleicht mit WQ im Herbst und HQ im Frühjahr 2016 zzgl. Wiederholungen in 1 oder 2 Fächern ist es realistisch. Wenn es doch klappt gehörst du zu den
    fitten. Nur mal so am Rande wir waren 12 in der Klasse im Schnitt mit einer guten Vorbildung und es haben auf Anhieb 5 bestanden. Im Nachbarkurs haben von
    über 20 Leuten 15 nicht bestanden und nur ein Mädchen bereitet sich weiter vor um im Herbst ein drittes Mal anzutreten ..

    Klar ist so ein Kurs teuer aber absolut ungeeignet für ein Selbstudium.

    LG
  • Hallo Buntspecht,

    ich muss Lari77 zustimmen. Den WFW macht man nicht mal so nebenbei. Zudem möchtest du beide Prüfungen zusammen im Herbst schreiben, dass halte ich für unrealistisch. Meiner Meinung nach fehlt dir Zuviel Kaufmännisches Grundwissen zumal der Wirtschaftsfachwirt eine Weiterbildung im Kaufmännischen Bereich ist. Daher wäre die Frage, ob es der richtig Fachwirt für dich ist oder ob nicht ein anderer Fachwirt besser zu deinem Beruf passt. Denn das Fach Recht ist nur ein kleiner Teil dessen was du wissen musst und bezieht sich in erster Linie auf Recht im Kaufmännischen Bereich. Denn da kommen noch so tolle Fächer wie Rechnungswesen mit Bilanz, Finanzierung, BAB, Kosten-, Leistungsrechnung, Handelskalkulation und einigen anderen netten Sachen :) .

    Daher würde ich dir empfehlen, den Rahmenlehrplan des Wirtschaftsfachwirts von der IHK runterzuladen und mal schauen ob du was zu den einzelnen Fächern weißt. Hast du schon abgeklärt ob du die Voraussetzungen für den WFW erfüllst, damit du hinterher überhaupt zur Prüfung zugelassen wirst. Den wenn nicht, würdest du nur eine Menge Zeit investieren für nichts.

    LG
    SvenK
  • ich beginne nun zu lernen. Als realistischen Zeitaufwand würde ich 2 Stunden täglich einplanen.
    Und ich würde dann gerne BEIDE Prüfungen im Herbst machen, d. h. den wirtschaftlichen Teil und den handlungsspezifischen Teil.



    So meine Einschätzung.

    Für die WBQ hab ich im Selbststudium ca 5 1/2 Monate gebraucht bis ich mit dem Stoff durch war und die alten Klausuren bearbeiten konnte ohne durchzufallen. Aber ReWe und Recht&Steuern waren da noch Lücken und noch keine "Klausurpraxis" hab ich da tlw nur knapp 50-60 Punkte erreicht, also ziemlich knapp. Hier musste ich dann also noch etwas mehr machen und insbesondere an der Arbeitsweise arbeiten.
    Meine Selbsteinschätzung liegt jetzt das ich in Rewe bei ner schwierigeren Klausur und unter Stress um die 70kommen kann, wenn die Zeit reicht und ich GLück habe auch mehr.
    Die anderen Fächer erreiche ich jetzt ungefähr zwischen 75 und 90. In 2 Wochen werde ich sehen wie das laufen wird.

    Bei meiner Zeit dürften das im Durchschnitt dürften das auch ca 2H pro Tag runtergerechnet gewesen sein, ich habe mir dafür aber extra mehr Zeit genommen und z.B. Rechnungswesen (hatte ich noch nie) in der Zeit von Grund auf erarbeitet und fast nen ganzen Monat nur Fibu mit dem Schmoltke gemacht. -
    Wenn man die "Rahmenfragen" Fibu jetzt auswendig lernen kann, dann kann man sich das sicher ersparen aber sollte man dann doch im mündlichen Landen dann hat man ein Problem und es fehlt einem später das Grundverständnis...


    Als im Sommer zu lernen angefangen habe hatte ich auch mit dem Gedanken gespielt evtl. die Herbstprüfung schon mitzumachen aber der verstrichene Anmeldungstermin machte mir da einen Strich durch die Rechnung, als die Herbstprüfung dann war, war ich mit dem Stoff noch gar nicht durch...

    Der Wirtschaftsfachwirt hat ungefähr einen Stundenumfang von 650 Stunden zum lernen kannste nochmal dieselbe Zeit rechnen und Repitorium ist noch nicht dabei.

    Mit viel Vorwissen mögen die WBQ in 4 Monaten schaffbar sein bei täglich 2h. Die HsQ kann ich noch nicht so wirklich einschätzen, laut Rahmenempfehlung soll man dafür mehr einplanen als für die WBQ in Unterrichtsstunden, aber es ist auch viel Wiederholung dabei, aber auch einige ganz neue Nüsse...

    Grundsätzlich.
    Bis zum November ist es zwar noch eine Zeit hin, aber mit 2h täglich ist das wenn man "normal lernt" wenig realistisch.

    Beide Teile auf einmal haben hier im Forum auch schon einige gemacht, bei manchen Bildungsträgern ist das auch so Praxis. aber nur wenige haben das mit nur einem Anlauf geschafft, aber dann noch mit recht frischer Ausbildung oder bereits schonmal ein BWL Studium angefangen gehabt etc.

    Wenn du das schafffen willst in beiden Prüfungen fit zu sein, dann musst du hier anders planen und rangehen d.h. den Stoff von den HSQ der sich überschneidet gleich mit dem Fach Unternehmensführung in den WBQ zusammen erarbeiten. Dann ist weniger Wiederholung und das kann Zeit sparen, und mit Bullemie-Lerntechnik mag es dann reichen das man durch beide Prüfungen kommen mag....

    Ich würde davon aber auch aus grundsätzlicher Überzeugung abraten es sei denn es geht dir wirklich nur darum den Zettel zu bekommen.
    Mir ging es bevor ich mit dem Wirtschaftsfachwirt angefangen habe darum mir hier Wissen zur Anwendung zu erarbeiten, denn ich hatte auch keine kaufmännische Grundausbildung.
    Das hätte ich auch so gemacht, aber "Wenn ich es schon lerne, dann will ich das auch beweisen können" der Wirtschaftsfachwirt ist hier nur ein Rahmen und ein Vehikel für mein Selbststudium.
    Da es im ersten Teil den WBQ vor allem um die Erarbeitung von Grundlagenwissen geht habe ich dafür ca 9 Monate eingeplant damit ich Pufferzeiten habe, die Stoffgebiete die mich interessieren vertiefen kann und genug Zeit zum Üben und Wiederholen und zur direkten Prüfungsvorbereitung habe. 7 Monate hätten sicher auch gereicht, aber die letzten Wochen haben sich z.B. Lücken im Sozialrecht bei mir aufgetan die zwar nicht im Rahmenplan (beim Industriemeister schon) stehen aber durchaus relevant sein könn(t)en.
    Ob ich die jetzt noch machen kann? Muss ich mir noch ansehen anstatt bei den HSQ weiterzumachen...

    Trotz anfänglicher Skepsis bin ich mittlerweile von dem Modell Wirtschaftsfachwirt überzeugt. Am Anfang wollte ich nur so ne Art "Grundkurs", jetzt aber zeichnen sich am Horizont für mich auch Optionen wie der Betriebswirt-IHK oder auch ein Fernstudium mit echtem Bachelor-Abschluss ab.

    Ist das grundsätzlich im Selbststudium schaffbar? Klar ist es das, es setzt aber auch etwas Selbstorganisation und höheren "Reifegrad" vorraus. Die IHK Skripte alleine werden vmtl. auch nicht reichen.

    Ein Kurs war für mich aber grundsätzlich keine Option. Ich arbeite Vollzeit mit Wechselschichten, dazu wäre Reiseaufwand gekommen.
    Frontalunterricht ist langwierig zumindest ich lerne da meist viel langsamer als alleine, und in solchen Kursen sind regelmäßig auch Leute drin die sich aufführen wie in der Schule und Bremsen. "Können wir früher schluss machen Herr Lehrer?", und wenn man Pech hat taugt der eine oder andere Dozent dann auch nix und dafür wäre mir mein hart verdientes Geld zu Schade.

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17

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  • Blauspecht schrieb:


    Ich beginne nun zu lernen. Als realistischen Zeitaufwand würde ich 2 Stunden täglich einplanen.
    Und ich würde dann gerne BEIDE Prüfungen im Herbst machen, d. h. den wirtschaftlichen Teil und den handlungsspezifischen Teil.


    Kurz: Vergiss es, ich habe auch einiges an Vorwissen und habe im November die gleiche Frage gestellt (findest du vielleicht noch). Mittlerweile weiß ich: Ich habe es unterschätzt, es ist umfangreicher, als gedacht. 650 Unterrichtsstunden (= 487,5 Stunden) sind laut Rahmenplan vorgesehen, für die erste Prüfung sind es ca. 170 Stunden und ich habe bereits die 200er Marke geknackt und fühle mich noch nicht ordentlich vorbereitet (wobei ich immer 1er, 2er Kandidat war, noch sind ja 2 Wochen Zeit :whistling: )

    Mach dir nicht unnötig so einen Stress, mit 2 Stunden täglich wird das nichts, dann solltest du schon mindestens das doppelte kalkulieren oder aber die 2. Prüfung ein halbes Jahr später schreiben (meine Empfehlung!).
  • Hallo Buntspecht,

    du hast ja bereits einige gute Einschätzungen hier bekommen, allerdings entspricht mein gerade abgeschlossener Durchzug, mit der Weiterbildung zum WFW ziemlich genau deinen Vorstellungen.

    Ich habe letztes Jahr im April komplett ohne kaufmännische Vorausbildung, aber mit 20 Jahren umfangreicher Berufserfahrung mit dem WFW angefangen. Theoretische Theorie also praktisch NULL mit dem Ziel, in einem Rutsch alle Prüfungen im Herbst hintereinander zu bestehen :)

    Soviel dazu, hatte dann einen Vollzeit Fernlehrgang, der (im Nachgang kann ich das SO sagen), zwar sowas, wie ein rosafarbenes Bindfädchen für den Rahmenlehrplan darstellte,
    aber a) war es alles sehr, sehr trocken und ohne echte Struktur, glaube das Wort Übersicht und Struktur haben die noch nie gehört (200 Seiten pro Lernheft, teilweise ohne ein einziges grafische Hilfsmittel zum besseren Verständnis, inhaltliche Fehler, alter Gesetzeslage von 2008 und solche Spielchen und falsche Berechnungen in Rewe inklusive)
    und b) war der Kurs für mich! nicht annähernd an der eigentlichen Aufgabenstellungen (Wortwahl, Fragestellungen und vor allem Zeit) von den Prüfungen der IHK orientiert. Diese IHK Prüfungen leiden nämlich an der Krankheit SUBSTANTIVIS und der sorgfältige Umgang damit, will geübt sein.

    Jedenfalls habe ich ziemlich schnell gecheckt, dass es mit dem Zeug wohl nichts wird für mich, nachdem ich mir zusätzlich den offiziellen Rahmenplan, alle WBQ Prüfungen von 2010-2013 und zumindest HBQ 2012-13 besorgt hatte. Ich habe dann den Kurs sehr schnell "weg" gearbeitet mit 1 bestanden, aber für die Prüfungen NIE wieder ein Auge reingeworfen. Ein Kurs ist also relativ O_O

    Zusammen mit beiden Fachbüchern von Kiehl, den kompakten Fresowsbüchern , den alten Prüfungen, den sehr gut erklärten Marius Ebert Videos, diversen Uni-Unterlagen zum besseren Verständnis für mich, habe ich dann effektiv für die Prüfungen gebüffelt. Rewe habe ich ganz klassisch bis zum abwinken über den Rewe Trainer, s.u. gepaukt.

    lernnetz24.de/rewe/hinweise/index.html

    Der Rest ist eigentlich mit gesundem Menschenverstand, halbwegs vorhandenem IQ, eiserner Disziplin und der Kunst das Internet zu bedienen, gut zu bewältigen. Meine größten Herausforderungen waren eher, hinter die Logik der finanzmathematischen Berechnungen der gesamten Investitionsrechnungen und Logistik, zu steigen. Nachdem mich hier sogar befreundete und "frisch" gebackene Master of Science (Bauingenieurwesen) wissenstechnisch haben hängenlassen, hat es dann irgendwann von alleine klick gemacht. Gott sei dank!

    Die WBQ habe ich dann im ersten Anlauf direkt bestanden und auch die schriftliche HBQ 2,5 Wochen später. Fachgespräch dann vor kurzem erfolgreich bestanden und das Ganze mit einer sehr guten 3.

    Aber! ich habe auch knapp 1400 Stunden insgesamt da rein gebuttert, einschließlich dem Kurs, den ich mir hätte sparen können, Erarbeiten des Lernstoffes, Recherche und dem Lernen selbst.Es ist also machbar, alle beide hintereinander abzulegen. Dafür brauchst du aber auch eine IHK, die das anbietet, machen nämlich nicht alle. Insbesondere, die in Bayern nicht. Vorher bitte abklären. Und mit "nur" 2 Stunden täglich wird das bis Oktober eher nichts. Das wären bis dahin gerade mal 420 Stunden grob gerechnetes Lernpensum. Selbst die Kurse der IHK haben mindestens 640 Stunden OHNE den gleichen Input, den du zusätzlich nochmal investieren solltest.

    Da gilt es zu überdenken, ob du das alles neben deinem kleinen Wussel, den du jetzt zuhause hast,wirklich schaffen kannst und willst oder musst :)

    Mir persönlich wäre die Elternzeit zu wertvoll, um mich diesem Stress, unter deinen eigentlich sehr schönen Umständen, die du hast, auszusetzen.

    Lg
    Masara
  • Dafür brauchst du aber auch eine IHK, die das anbietet, machen nämlich nicht alle. Insbesondere, die in Bayern nicht.


    Ich hätte mich in München gleich für beide anmelden können.

    Aber! ich habe auch knapp 1400 Stunden insgesamt da rein gebuttert, einschließlich dem Kurs, den ich mir hätte sparen können, Erarbeiten des Lernstoffes, Recherche und dem Lernen selbst.


    So um den Dreh rum wird man insgesamt auch brauchen, einige Fachhochschulen erkennen für den Wirtschaftsfachwirt bis zu 50ETCS an also doch ganze 2 Semester im BWL Studium an. 1ECTS = 25-30Stunden, davon ca 15 Präsenz 15 daheim. Bei nem Studium geht man pro Semester von 25-30 Ects aus, und es gibt Semesterferien.


    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • Aber jetzt setzt Unterichtseinheiten (a 45 Minuten) mal nicht mit Stunden gleich, liebe Freunde. Da sind wir laut Rahmenplan nämlich ca. 480 Stunden für beide Teile zusammen :P

    Nun ist es aber das 2. mal, dass ich von über 1000 Stunden für den Fachwirt höre, bin ja mal gespannt, wie sich das bei mir entwickelt. Habe ca. 600 einkalkuliert. Fakt bleibt aber, dass die angegebenen Stunden bei IHK Fortbildungen knapp bemessen sind. Anders als beim BWL Studium, bei den Privaten reichen 10 Stunden pro ECTS aus, um mit "gut" / "sehr gut" zu bestehen.

    Ein Bachelor Studium wäre bei 30 Stunden pro ECTS ja bei 5400 Stunden, Wirtschaftsfachwirt nur bei ca. 480. Glaubt wirklich jemand, dass der Workload beim Bachelor 11,25 mal so hoch ist, man 11,25 mal so viel lernt? Im Leben nicht, es mag das 3 fache sein, mehr aber auch nicht.

    Betriebswirt hinterher, dann ist man bei 2/3 des Bachelors und das deckt sich auch mit den Angaben der FOM, denn da kann man in 3 Semester aus dem Betriebswirt den Bachelor machen (Google: FOM 3 Stufensystem o.ä.). In diesem Sinne: unterschätzt den Fachwirt und überschätzt den Bachelor nicht :D
  • Ich hab 2009 mene Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen und 2012 mit dem Fachwirt begonnen.
    Ich dachte immer: Ach du weist eh noch einiges aus der Berufsschule und das wird dann schon...
    Vor der WBQ hab ich fest gestellt, dass ich mich sauber vertan habe! Ich hab viel zu wenig gelernt und musste demnach VWL/BWL nochmal nachschreiben.
    Was ich dir damit sagen wll: Unterschätz den Fachwirt auf keinen Fall!

    Meine Freundin wollte während der Elternzeit ne Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheitswesen per Fernstudium machen. Hat sie schnell wieder aufgegeben. Ein Kind ist schon anstrengend genug und dann noch ne Weiterbildung dazu - sehr sportlich muss ich da sagen!

    Du kannst es versuchen, aber ich würd dir raten mehr Zeit einzuplanen und evtl. auch über den Unterricht bei der IHK nachzudenken. Ohne den wär ich echt aufgeschmissen gewesen (Vor allem in Recht und Steuern).
    AEVO 2011
    Wirtschaftsfachwirt (IHK) 09/2014
    Betriebswirt (IHK) 12/2016