Vergleich Zeitaufwand WBQ zu HBQ

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  • Hallo MartinWFW,

    die Lerndauer ist stark von deiner Vorbildung abhängig. Prinzipiell baut der HSQ-Teil in den Bereichen Führung & Zusammenarbeit und Betriebliches Management stark auf den erstel Teil auf. I & F ist m.M.n recht übersichtlich. Bleiben noch Logistik und Marketing. Besonders Marketing ist recht umfangreich (Allerdings nicht in den Prüfungen ;-)).
    Meiner Einschätzung nach, ist der WBQ zeitaufwendiger, da die HSQ-Prüfung auf den Inhalten aufbaut. Wenn du eine intensive Prüfungsvorbereitung einplanst, solltest du mit 50:50 gut hinkommen.
  • Hi Lau,
    um das Gesagte besser einschätzen zu können, wo stehst du bei deinen Prüfungsvorbereitungen?
    Das hört sich danach an, dass du mit mit HBQ fast durch bist, oder?

    Übrigens, nach genauerer Sichtung des Stoffs und nach kurzer Einarbeitung in die Prüfungen bin ich zu einem ähnlichen Resultat gekommen. Das hat mich ein wenig verwundert, da die IHK bei ihren Seminaren eben die 1/3 zu 2/3 Prinzip fährt.
  • Ich sehe das Selbststudium wird immer beliebter. ^^


    Ich brauche doch mehr Zeit als ich zunächst geplant habe.

    Wenn man ne Frische Ausbildung als Industriekaufmann etc. hat dann kommt das so wie im Plan vielleicht hin,.

    Bei mir waren es sogar eher 60/40.

    Die WBQ sind zeitaufwendiger weil im Prinzip ist das doch der ganze Grundstoff einer kaufmännischen Berufsausbildung nochmal wiederholt.
    Falls das länger zurückliegt und man hier weniger Vorwissen hat dann sollte man hierfür mehr Vorbereitungszeit einplanen und ruhig frühzeitig anfangen.
    Vorbereitungszeit für die HSQ ist eh klar, also der nächste Termin, ich würde aber sagen in 4 Monaten netto kann man sich da auch durcharbeiten.


    Da ich zu spät für einen Anmeldeschluss angefangen hatte ich für die WBQ 9 Monate Zeit. "Durch" war ich mit dem Stoff nach ca 6 Monaten, wobei ich grundlegend die Fibu neu lernen musste. Also "Netto" Vorbereitungszeit 5 Monate sind schon möglich bei 12 bis 15 Stunden pro Woche und gutes Lernmaterial vorausgesetzt.
    Die Zeit nach dem ersten Durchgang bis zur Prüfung habe ich dann zur Vertiefung genutzt und Sachen über den Rahmenplan hinaus. Begleitet vom Repitorium und regelmäßigen üben mit Testklausuren und alten Prüfungen.



    Was ich allen raten kann für die Klausur und auch die Noten verbessern wird:


    -VWL
    Versuchen in großen Zusammenhängen zu denken, und schreiben, schreiben und es am besten für "Doofe erklären", Korrektoren sind faul, und schlagen auch nicht nach wenn sie was nicht kapieren und geben dann auch keine Punkte.
    Die Unternehmensformen oder etwas das damit zu tun hat kommen in der Klausur auch fast immer dran. Diese Fragen sind kürzer und mit weniger Schreibarbeit meist zu lösen, die dann als erstes bearbeiten.

    -Recht und Steuern, die "stinkelangweiligen" Themenbereiche Arbeitsrecht/Kündigungsschutz/Sozialrecht viel Zeit einräumen und das als "Abfragewissen" bearbeiten, da kommt immer was und auch in allen Prüfungsteilen, bis hin zur mündlichen.
    Möglichst wenig Blättern und Suchen. ggf Gesetzbuch (im Rahmen des Möglichen) präparieren / markieren etc. - Wenn kein § gefragt/gefordert ist in der Frage, auch auf gar keinen Fall einen hinschreiben.
    Das bringt in den WBQ gar nichts an Punkten, aber eine sonst im Kern richtige beschriebene Antwort wird durch falsch angegebene Rechtsgrundlage "versaut" was dafür sorgt das keine gegeben werden.

    -Rechnungswesen
    Finanzbuchhaltung auch mit Vorerfahrung sollten die Basics für die WBQ parat sein, das sind immer 1-2 Wissens-abfragen in der Klausur, an denen scheitern dann viele obwohl das Grundwissen und fast "Gratispunkte" sind.
    Ansonsten hier ist wichtig das die Rechenverfahren "blind" sitzen, und sich mit dem Fragestil beschäftigen. In der Klausur ist keine Zeit zum nachdenken. Also hier vorwiegend "exerzieren".

    Wenn die Schulmathematik lange her ist und man Zeit hat hier auch ruhig mal die Grundlagen wiederholen und üben. (Vor allem Formeln Umstellen, Dreisatz, Zinsrechnung, Prozentrechung usw.)

    1-2 Fragen in den Prüfungen sind mathematisch oft einfacher und eleganter zu lösen als wenn man blind mit der Formelsammlung und Taschenrechner "abarbeitet". Oder der Fragetyp "einfache Sache" aber kompliziert gestellt und dann doch 14 Punkte und mehr drauf und hilft auch Rechenfehler zu vermeiden.


    -Unternehmensführung:
    Am besten man sieht sich vor den WBQ den Stoff in "betriebliches Management" und "Führung und Zusammenarbeit" für die HSQ schonmal zumindest grob an weil das aufeinander aufbaut, und sich Fragen wo der Stoff eher bei den HSQ verortet wäre sich immer wieder schon in "Unternehmensführung" (und manchmal VWL) mit reinschleichen. Ich hatte mich drauf verlassen das das stärker abgegrenzt wäre, wird es dann aber nicht bei den Prüfungslyrikern.


    Allgemein: Die volle Prüfungszeit ausnutzen und schreiben. Ist trivial, kann aber nicht genug betont werden. -
    und schreiben, schreiben, schreiben, nur was auf dem Papier ist kann bepunktet werden, wenn schematisch korrigiert wird, dann durchaus auch "nach Textmenge" mit.
    Nichts durchstreichen, lieber ne falsche Lösung als gar keine Lösung abgeben.
    Also drauf was geht, und auch weitermachen wenn man "schon fertig" ist, und eigentlich keinen Bock mehr hat.

    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17
  • HSQ sind recht viele Themengebiete, das stimmt.
    Aber sie sind teilweise "verwandt".
    Und es sind nur 2 Prüfungen.
    Und viele Themengebiete bauen auf WBQ auf bzw. teils müssen Themen in WBQ schon drankommen wegen Allgemeinplätzen im WBQ Rahmenplan.
    Dazu bleibt von Recht und Steuern und VWL/ BWL fast nichts oder nicht viel übrig für die HSQ "übrig".
    Und Arbeitsrecht hat man WBQ schon durch.

    Und es sind (zeitlich gesehen, die Zeit die man "Zeit hat") HSQ eher 2 Tage Marathon während WBQ 4x Sprint an einem Tag ist. Und während jeder Sprint einzeln zählt, zählen die 2 Marathon zusammen. :D

    Und man hat die WBQ schon durchgestanden...


    Also ja, WBQ ist nicht unbedingt das leichteste an den Fachwirten.

    Und kann schon an 50:50 Aufwand gehen.
    Vor allem wenn man Präsentation extra sieht.
    Fachwirt bestanden März 2015
    Ausbildereignung Februar 2016
    Prüfertätigkeit in der Ausbildung Juli 2016
  • Hui, da hast du dir aber Arbeit gemacht - Danke!
    Und hast auch gleich eine neu augekommene Frage beantwortet: Welche Fächster bzw. welche Inhalte der WBQ sind später für die HBQ (und wer weiß, rein theoretisch noch für den Bw) von Bedeiutung?
    Klar, ich lerne primär erst mal auf die Prüfung hin, aber im Laufe eine halben Berufslebens habe ich die Erfahrung gemacht, dass nur für Prüfung gelerntes Wissen, welches danna auch schnell wieder weg ist, ein wenig Zeitverschwendung darstellt. Sprich: Ich frage mich, welches Wissen kann ich auf Dauer wirklich gebrauchen: Da fällt mir spontan Recht ein (Steuern ist eigentlich nichts Neues, außer ein paar Definitionen). Recht ist auch nichts Neues dabei, aber eben nicht wirklich fundiert. Ähnliches gilt für VWL/BWL. OK, also UF scheint auch wirklich von Bedeutung zu sein.
    Puh, noch viel zu tun, aber ich habe ja noch 6 Monate - das sollte mit etwas Disziplin schon funktionieren.

    Allen noch mal Danke für Eure Hilfe.