Rahmenplan zur neuen Verordnung vom 3. Dezember 2019

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mir gerade den neuen Rahmenplan bestellt und bin gespannt was so alles gefordert wird, bzw. wie die Änderungen im Detail aussehen.


    Mein Plan war es eigentlich dieses Jahr mit den Vorbereitungen für den gepr. BW anzufangen, habe auch schon einiges dafür angeschafft. Natürlich alles auf Grundlage der alten Verordung.


    Nach der alten Verordnung kann zwar noch die nächsten Jahre geprüft werden, ich überlege aber gerade ob ich nicht besser noch ein wenig warte und dann direkt nach der neuen Verordnung die Prüfung mache... Zumindest bis es ein paar Erfahrungswerte gibt ;-)


    Okay, der Stoff ändert sich jetzt bestimmt nicht wirklich und lernen muss man den eh.


    Wie seht Ihr das? Noch jemand in der gleichen Situation?



    Gruß

    Daniel

  • Hi,


    also ich finde dass sich die Struktur der schriftlichen Prüfung sehr stark geändert.


    Die schriftliche Prüfung findet künftig nur noch an drei Tagen (je 240 Minuten) stattfindet und nicht mehr an vier.

    An den drei Tagen gibt es nur noch Situationsaufgaben in denen alle Bereiche abgefragt werden.

    An den drei Tagen werden die Aufgaben zu jeweils einem Bereich in englischer Sprache gestellt und müssen auch in englischer Sprache beantwortet werden.


    Danach dann noch 45 Minuten mündliche mit Schwerpunkt Planung, Steuerung und Überwachung. Aber auch hier kannn wieder alles dran kommen. Und zum Ende natürlich noch die Projektarbeit.


    Klingt soweit alles sehr interessant.


    Nun zum Rahmenplan. Mein erster Gedanke dazu war dass die einzelnen Bereiche nicht mehr wie früher klar voneinander getrennt sind. Spiegelt sich ja auch in dem schriftlichen Prüfungsteil mit den Situationsaufgaben wider. Alles geht irgendwie ineinander über und wird mehr in einem größeren Zusammenhang betrachtet. Inhaltlich würde ich sagen, reden wir immernoch über die gleichen Sachen, nur halt moderner verpackt.


    Selbststudium stelle ich mir gerade aber trotzdem noch etwas schwierig vor, da es ja noch keine weiteren Unterlagen und Erfahrungswerte gibt. Also doch besser noch nach der alten Verordnung lernen und zur Prüfung antreten!?!?


    Gruß

  • Hallo Daniel L


    "Inhaltlich würde ich sagen, reden wir immernoch über die gleichen Sachen, nur halt moderner verpackt."

    das trifft den Kern der Sache.


    "Also doch besser noch nach der alten Verordnung lernen und zur Prüfung antreten!?!?"

    Wäre meine Empfehlung, auch aufgrund meiner Erfahrungen bei der letzen Reform.


    "An den drei Tagen werden die Aufgaben zu jeweils einem Bereich in englischer Sprache gestellt und müssen auch in englischer Sprache beantwortet werden."

    Da bin ich mal gespannt, wie man das umsetzen will. Da es irgendein Thema sein kann, das in englischer Sprache abgeprüft wird, müssten alle Themen auf Englisch unterrichtet werden. Wie sonst sollte man die Fachbegriffe kennen? Und: Welche Qualität erwartet man bezüglich der Antworten?


    "The cost has rised so I make my price higher." Wie bewertet man sowas?


    LG

    -Tim


    PS: Ich weiß, dass der englische Satz nicht korrekt ist.

  • Hi,


    danke für die Infos. Ich überlege momentan auch, ob ich den Betriebswirt im Selbststudium schaffen könnte und da sind diese Infos sehr hilfreich.

    Wie gliedern sich den die 3 Tage auf? Wahrscheinlich erste Prüfung 2 Tage schriftlich und bei der zweiten Prüfung ein Tag schriftlich und ein Tag mündlich oder? Ist ja auch zeitlich viel weniger als vorher was mir entgegen kommen würde. Aufgabenstellungen die in Englisch beantwortet werden müssen sind natürlich spannend - die Bewertung stelle ich mir auch interessant vor. Wird Grammatik auch mit bewertet oder reicht es, wenn es inhaltlich verständlich ist - Fragen über Fragen. Aber grundsätzlich macht es schon Sinn.


    Werde mich da wohl wirklich noch eingehender mit beschäftigen müssen, wahrscheinlich sind die alten Unterlagen einer Bekannten dann doch nicht mehr so hilfreich und ich sollte mich nach neueren umschauen oder es halt doch über einen Kursanbieter machen. Allerdings fand ich beim Wirtschaftsfachwirt die Unterlagen des Anbieters auch nicht so toll und die Dozenten waren eher naja. Aber es hat natürlich alles Vor- und Nachteile.


    Gruß

    -Lara

  • Hallo Timeburner,


    ob der Betriebswirt nach der neuen Verordnung intellektuell herausfordernder sein wird, bleibt abzuwarten.


    Als angehender Betriebswirt würde ich warten, bis die IHK ihre Prüfungen auf die Reihe bekommen hat. Die ersten Jahrgänge werden Versuchskaninchen sein. Ob das durch großzügige Bewertung der Prüfungsleistungen kompensiert werden wird, steht in den Sternen.


    LG

    -Tim

  • Zitat


    Wie bewertet man sowas?


    Vielleicht 60% der Punkte weil "verständlich"? :S


    Schwer zu normieren, da die IHK bis jetzt ja nicht unbedingt als Institution auf dem Gebiet des "Business English" aktiv waren...


    Klar natürlich, bei der "alten Ordnung" weiß man ja mittlerweile ungefähr was man bekommt.


    Zitat

    Allerdings fand ich beim Wirtschaftsfachwirt die Unterlagen des Anbieters auch nicht so toll und die Dozenten waren eher naja


    Die Kursanbieter werden sich für die neue Ordnung jetzt auch erst neue Unterlagen und Lehrwerke erstellen müssen, wahrscheinlich werden sie sich natürlich stark an anderen Prüfungen und der alten Ordnung noch orientieren müssen. - Wenn man das ganze im Selbststudium angeht klingt es momentan (für mich persönlich) aber irgendwie reizvoll das selber zu tun. Natürlich ist es Arbeit, und der Erfolg und "gute Note" sind etwas "unsicherer".


    Andererseits, im Selbststudium geht man eh einen anderen Weg.. und höchstwahrscheinlich kann der Prozess auf etwas "unbekannten Terrain" am Ende für einen selbst lehrreicher sein, das ist auf jeden ein ganz anderer Prozess als ein "Schnellkurs" mit viel auswendig Büffeln bei ner "Titelmühle".

    Letztendlich stellt die Prüfung und danach das Zeugnis halt nur eine Tagesleistung dar, der Weg dorthin ist ja eigentlich das entscheidende.




    Wirtschaftsfachwirt bestanden 03/16
    Ausbildereignungsprüfung bestanden 07/16

    Meister für Schutz und Sicherheit 05/17

  • Ich habe gestern mit einem Anbieter vor Ort (Hannover) gesprochen und dort hat man mir gesagt, dass erst mal weiter auf Grundlage der alten Verordnung geprüft wird da die IHK die neue Verordnung erstmal umsetzen muss was eine Weile dauern wird. Deshalb unterrichten die auch weiterhin anhand der bisherigen Unterlagen.


    Letztendlich stellt die Prüfung und danach das Zeugnis halt nur eine Tagesleistung dar, der Weg dorthin ist ja eigentlich das entscheidende.



    Das trifft es natürlich. Ich hatte bei meiner Rüfung zur Wirtschaftsfachwirtin im November definitiv keine guten Tage, weiß aber trotzdem dass ich den Stoff beherrsche da ich mich viel mit den Themen beschäftigt habe und mich nicht einfach nur in den Kurs gesetzt und sonst nichts gemacht habe. Aber auf Grund von diversen privaten Umständen war ich bei der Prüfung leider ein wenig durch den Wind. Auf Grund der Tatsache, dass ich mir beim Fachwirt vieles selbst erarbeitet habe, tendiere ich beim Betriebsrat zum Selbststudium. Mal schauen, muss auch mit meiner Familie klären ob sie das nochmal so mit durchziehen. Reizen tut es mich schon, aber es soll natürlich auch nicht zu Lasten aller anderen um mich herum sein. Muss mit drei Kindern schon gut organisiert sein damit es funktioniert, haben andere aber sicherlich auch geschafft. Mein großer Vorteil ist, dass ich in der Firma meiner Eltern arbeite und diese auch übernehmen werde. Von dieser Seite habe ich also volle Unterstützung, und kann mir gerade in der Prüfungsvorbereitungszeit auch mal zum lernen frei nehmen da ja alle wissen wofür ich es mache. Trotzdem ist es natürlich eine Belastung.