IHK Handelsfachwirt mündliche Prüfung

  • Hallo Zusammen,


    ich bin gelernte Floristin und mache gerade den Handelsfachwirt. Ich hätte mich auch schon auf ein Thema für die mündliche Prüfung eingeschossen, da wir mit einer Dozentin verschiedene Themen mal durchgegangen sind und bei mir kam das dann in Frage.

    Mein Thema wäre aus den Handlungsbereichen Unternehmensführung u. -steuerung und Vertriebssteuerung.


    Thema:
    Optimierung der Ladengestaltung in einem Florisitikunternehmen

    Kurzbeschreibung:

    Im Rahmen von Konkurrenzbeobachtungen und Kundenbefragung wurde in einem Floristikunternehmen erkannt, dass die Ladengestaltung optimierungsbedürftig ist. Hierzu soll ein Vorschlag präsentiert werden.



    Meine Frage wäre nun ob jemand gute Tipps zur Ausarbeitung für mich hätte, denn ich bin mir bei manchen Sachen noch sehr unschlüssig, z.B. wie man Konkurrenzbeobachtung umsetzt/formuliert oder ob man Statistiken verwenden soll (bzw alle die ich gefunden habe sind leider nicht so wahnsinnig toll auf ein kleines Floristikunternehmen umzusetzen)
    Vielleicht gibt es hier ja schonmal eine Floristin die auch den Handelsfachwirt gemacht hat und gute Tipps geben kann.


    Würde mich sehr auf Antworten freuen. :saint:

    Liebe Grüße Fran.Drescher

  • Hallo,


    ich bin mit der Prüfung der Handelsfachwirte nicht genau vertraut. Wie setzt sich diese denn genau zusammen? Muss eine Hausarbeit vorab abgegeben werden, oder beschränkt sich die Prüfung auf die Präsentation? Grundsätzlich finde ich das Thema geeignet für eine Prüfung, es bietet viel Potenzial. Den Beginn der Arbeit hast du ja beschrieben, wichtig ist noch, dass du ein vernünftiges Ende setzt. Z.B. "Umsetzung und Überprüfung der Maßnahmen".


    Die Ergebnisse einer Konkurrenzbeobachtung könnte man wohl sehr "frei" formulieren, am Besten tabellarisch Unterschiede gegenüberstellen und dann bewerten/Interpretieren -> Hier mal in das Thema Benchmarking einlesen, das könnte hilfreich sein.


    Weiterhin würde ich viel mit den Ergebnissen der Kundenbefragung arbeiten, diese Ergebnisse wären wohl treffender als Statistiken von Dritten. Welche Statistiken hättest du dir denn hier vorgestellt?


    Gruß

  • Hi, danke für die schnelle Antwort :)

    Also die mündliche Prüfung läuft wie folgt ab:

    • einer 15-minütigen Präsentation eines selbst gewählten betrieblichen Themas mit Bezug zu
      • je einem Handlungsbereich aus der 1. und (bei mir wäre das Unternehmensführung -steuerung)
      • einem Handlungsbereich aus der 2. Teilprüfung (und Vertriebssteuerung)
    • sowie einem 20-minütigen Fachgespräch zur Präsentation


    Mir wurde von unserer Dozentin folgendes für den Inhalt vorgeschlagen:


    Einleitung:

    Begrüßung, Themenvorstellung, Situationsbeschreibung

    Hauptteil:

    Aufzeigen der Analyseergebnisse      (also für meine Präsentation evtl. Kundenbefragung und Benchmarkanalyse?) Kundensegment/Zielgruppe

    Veranschaulichung der momentanen Gestaltung   (aufzeigen und erklären anhand von Bildern?)

    Vorstellung der geplanten Optimierung. (Kostenplan für den Umbau/neue Präsentationsregale, und geplante Umgestaltung anhand von Bildern?)

    Ausblick auf die Umsetzung (Finanzierung, Kosten, Zeitplan?)

    Erfolgsprognose (was erhoffe ich mir davon?)

    Abschluss:

    Zusammenfassung, Empfehlung, Schlusswort

    Das blau Geschriebene wären meine Überlegungen dazu.


    Bilder hab ich schon bzw die vom Umbau werden noch erarbeitet. Bei der Kundenbefragung würde ich einen kleinen Fragebogen aufsetzen und von ein paar ehemaligen Kunden/Bekannten von mir ausfüllen lassen. (Dozentin meinte Fakten müssen nicht belegt werden)

    Vielleicht hast du ja noch ein paar Tipps für mich wie ich z.B. die ganzen Finanzierung/Kostensachen darstellen/aufstellen kann. :-)



    Vielen Lieben Dank schonmal für die Mühen :-)


    Lg Fran.Drescher


  • Hallo,


    ich finde das sieht ganz gut aus.


    Deiner Dozentin würde ich da Recht geben, du musst das Vorhandensein deiner Quellen nicht "beweisen". Den Prüfern ist es vermutlich auch bewusst, dass einige vorgestellte Daten auch mal fiktiv sind, bzw. etwas abgeändert, so dass sie ins Thema passen. Wichtig ist nur, dass deine daraus abgeleiteten Interpretationen und Entscheidungen schlüssig und nachvollziehbar sind.


    Für die Erfolgsprognose wäre eine Gegenüberstellung der Kosten für die Umsetzung, sowie der prognostizierte/gewünschte Benefit der Maßnahmen eine gute Darstellungsweise => Die Ergebnisse der Maßnahmen müssen ja messbar sein (SMARTe Zielformulierung).


    Hier könntest du ein einfaches Säulendiagramm verwenden. Z.b. eine Säule sind entspricht den gesamten Umsetzungskosten, die andere Säule wäre der dadurch erreichte Gewinn. Allerdings ist dies natürlich von der untersuchten Messgröße abhängig.


    Da es sich um eine Ladengestaltung handelt, wirst du vermutlich die Steigerung der Kundenzahl (z.B. pro Monat) untersuchen. Wenn dir der durchschnittliche Umsatz pro Kunde vorliegt, könntest du eine Art Break-Even Analyse einsetzen: Wie hoch müsste die Steigerung der Kundenzahl sein, um die eingesetzten Maßnahmen als Erfolg werten zu können. Grafisch könnte man dies mittels einer Kombination eines Säulen- und eines Liniendiagramms darstellen: Die Säule zeigt die Höhe der angefallenen Kosten / Die Linie wäre der Gesamtumsatz (Y-Achse), in Abhängigkeit von der Kundenanzahl (X-Achse). Ab einer gewissen Kundenzahl wäre die Linie dann auf Höhe der Säule (Break-Even-Point).

  • Was die Prüfer immer genau erkennen wollen ist ein roter Faden. Ich habe mal eine Betriebswirtarbeit in der Hand gehalten, bei der auf einmal Vergleiche gemacht wurden die zwar an sich richtig waren, aber ich konnte nicht erkennen warum diese an dieser Stelle gemacht wurden.

    Also, wenn du einen Plan hast, dann kannst du alle Fragen dazu schlüssig beantworten.


    Viel Erfolg

    Streben