Projektarbeit Gepr. Betriebswirt IHK

  • Hallo zusammen :)


    nachdem die Prüfungsteile 1 und 2 geschafft sind geht es für mich nun an die Projektarbeit. Da ich den BW im Selbststudium mache und somit keine Dozenten um Rat bitten kann, hoffe ich hier auf ein paar Meinungen zu meinem Themenvorschlag stoßen zu können :)


    Ausgangslage: Mein Arbeitgeber beschäftigt über 5000 MA an verschiedenen Standorten im Öffentlichen Dienst. In meinem Unternehmen werden Spezialberater in jedem Team unterschiedlich eingearbeitet. Es existieren Zentrale Qualifizierungsbausteine im Unternehmen. Diese beginnen jedoch erst, sobald die Teilnehmergruppen voll sind (teils erst 9 Monate nach Besetzung der Stelle). Die Einarbeitung erfolgt auch am Standort unserer Direktion in jedem der 4 Beratungsteams unterschiedlich und nachdem, wie viel zu tun ist und ob Zeit und Motivation da ist die "Neuen" einzuarbeiten. Da die Spezialberater auch Kostensteuerung betreiben gehen hier Einsparpotentiale aufgrund zu Beginn schlechterer Arbeitsqualität verloren.


    Mein Thema: "Konzept einer systematischen Qualifizierung für Spezialberater Fachgebiet am Standort XYZ"

    1. Vorstellung des Unternehmens

    2. Ist-Situation (Stellen werden erst ausgeschrieben wenn sie vakant werden - hierdurch wird die Qualifizierung oft improvisiert und es entstehen akute Probleme der Nachbesetzung + oben genannte Ausgangslage)

    3. Problemstellung uns Ursachen dieser (genauere Ausführung der Ist-Situation)

    4. Ziele für die Einführung der systematischen Qualifizierung (höhere Qualität und somit mehr Kosten Einsparen, gezielte Nachbesetzung der neuen Berater an ihren vorherigen Arbeitsplätzen, höhere Beratungsqualität und damit verbundene Steigerung der Kundenzufriedenheit)

    5. Maßnahmen und Bewertung dieser (Ausschreiben der Beraterstelle und Personalauswahl d. AC und Soll-Stellenbeschreibung bevor diese vakant werden, Vorteil: Qualifizierung erfolgt bereits im Vorfeld und Nachbesetzung kann geplant werden, E-Learnings zur Qualifizierung (Fachlich, Methoden, Rhetorik) Bewertung durch Nutzwertanalyse, Mentoring für die Übergabezeit durch den aktuellen Spezialberater an den Neuen), Qualifizierungsseminar wie aktuell bleibt bestehen

    6. Empfehlung der drei genannten Verbesserungen an Entscheider

    7. Fazit


    Da meine IHK eine maximale Seitenanzahl von 20 Textseiten vorgibt (kein Witz :shock: ) habe ich die Befürchtung mit meinem Themenvorschlag in dieser Ausarbeitung zu Vieles nur "anzuschneiden".


    Würde mich über eine Rückmeldung von Euch freuen, gerne auch im Hinblick auf den Themenbereich "Konzept", halte diesen in dem Fall für geeigneter als "Einführung" bzgl. der Schwerpunkte aus der IHK-Empfehlung zur Projektarbeit.


    DANKE schon mal an Alle, die sich das hier durchlesen :)

    Freue mich über Rückmeldung.:thumbsup:

    LG Eduard

  • Hallo,


    ich bin gerade gestartet mit dem Betriebswirt und habe noch gar keinen Plan für ein Thema zur Projektarbeit. Würde mich aber gern gedanklich bereits mit der Themenauswahl beschäftigen und mich gezielt darauf vorbereiten. Die Zeit ist schnell vorbei, und ich möchte ungern erst kurz vor Abgabetermin nach einem geeigneten Thema suchen. Außerdem lernt es sich leichter, wenn man bereits den Blick auf das Thema hat.


    Wie schaut es bei euch aus? Sucht ihr das Thema innerhalb des Unternehmens oder gibt es Anregungen zu Themen außerhalb des Unternehmens?


    LG Julika

  • Hallo Eduard,


    20 Seiten für eine Arbeit auf Master-Niveau sind eine recht ... äh ... originelle Begrenzung. Egal, damit musst Du leben ...


    Bei der PA solltest Du bedenken, dass das Thema auf dem Zeugnis steht. Willst Du bei dem Unternehmen bleiben?

    Falls nicht, solltest Du das Thema allgemeiner formulieren und ausgestalten. Der Standort XYZ ist nicht relevant.


    "Konzept" und "Einführung" sind zwei paar Stiefel. Pass auf, dass Du das Thema nicht verfehlst. Bei "Einführung" liegt ein Konzept bereits vor.


    In Deiner Grobgliederung benennst Du Ziele. Willst Du die ausschließlich über eine NWA bewerten? Wäre etwas mager ...


    Ich kann auf Basis der von Dir gelieferten Informationen nur erahnen, was Du genau machen möchtest. Das sollte aber auf 20 Seiten unterzubringen sein. Dir stehen ja noch mindestens 20 Seiten Anhang zu Verfügung, wo Du z. B. die Details der NWA unterbringen kannst.


    LG

    -Tim

  • Hallo Tim,

    vielen Dank für deine Antwort. Ja ich möchte bei meinem Unternehmen bleiben. Die IHK hat mir mittlerweile mein Thema zugewiesen und es wurde "Konzept einer systematischen Qualifizierung für Spezialberater Fachgebiet am Standort XYZ", also mein Wunschthema.


    Zur Qualifizierung gibt es in meinem Unternehmen einen eigenen Bereich der Personalentwicklung, bzw. interne Seminare, diese beginnen jedoch häufig erst 6 Monate nach Stelleantritt und vermitteln Wissen, welches dann bereits schon im Berufsalltag gesammelt wurden. Sie beginnen einfach zu spät.


    Mein Lösungsansatz, auf Basis einer SWOT-Analyse, besteht darin die Mitarbeiter für die Spezialberater bereits frühzeitig per AC inkl. Gesprächssimulation auszuwählen und mit einer Qualifizierung bereits vor der Vakanz der Spezialberaterstelle zu beginnen. Sprich: Die Mitarbeiter werden im Vorfeld bereits qualifiziert um den Antritt der Stelle und die Einarbeitung am neuen Arbeitsplatz zu erleichtern.


    Zusätzlich möchte ich ein Mentoring während dieser Zeit einführen und eine intensive Übergangszeit von "Neuen" und "Alten" Mitarbeiter, bei dem offene Fälle besprochen werden können. Da die Stelleninhaber Berater sind und keine Produkte o.Ä. verkauft werden ist eine quantitative Erfolgsmessung hier sehr schwierig. Daher möchte ich die Einarbeitung, Zufriedenheit und Wissenstranfer mittels Fragebögen und Beruteilungsbögen messen.



    In Deiner Grobgliederung benennst Du Ziele. Willst Du die ausschließlich über eine NWA bewerten? Wäre etwas mager ...

    Da hast du recht!

    Die Einführung von Blended Learnings oder der Vergleich von Gesprächstrainings/ Coaching (in regelmäßigen Abständen nach Stellenantritt) durch Interne und externe Trainer (Ermittlung mit Nutzwertanalyse, Kostenvergleichsrechnung) wären meiner Meinung nach auch gute Lösungen, die evtl. besser Betriebswirtschaftlich belegbar sind. Bei den anderen Vorschlägen fallen mir leider nur die Fragebögen, Beurteilungen d. Führungskräfte und die NWA ein.

    Evtl. hättest du hierzu noch eine Idee bzw. Einschätzung?


    Vielen Dank für die Unterstützung und viele Grüße

    Eduard

  • Hallo Tim,

    Danke für die Seite. Habe meine Lösungsansätze nun genauer formulieren können.:


    Zuerst: Personalauswahl mit AC und Interviews

    Danach: Abgleich zwischen Stellenanforderung und Kompetenzen der künftigen Stelleninhaber, Methodenqualifizierung durch ein internes Training (aktuell schon Standard, die Anmeldung erfolgt nun aber früher als sonst), Entwerfen eines Einarbeitungsplans (aktuell nicht vorhanden) und Zuteilen eines Paten (aktuell ebenfalls nicht vorhanden) dieser Pate übernimmt nun schon Monate vor Stellenantritt teilweise die Einarbeitung mittels Unterweisung am Arbeitsplatz.


    Bei Stellenantritt sind die Mitarbeiter nun höher qualifiziert. Der Erfolg der Maßnahmen wird durch Fragebögen an die Teilnehmer, Mitarbeiterbeurteilungsgespräche inkl. Auswertungsbögen und in Rückschlüssen auf die Entwicklung der Kundenzufriedenheit gemessen. Möchte die IHK hierzu auch ausgearbeitete Bögen im Anhang sehen? (Sorry falls die Frage etwas komisch klingt, habe im Internet leider nichts hierzu gefunden.)

    Nun stehe ich vor der Entscheidung entweder ein E-Learning oder ein externes Kommunikationstraining als zusätzliche Qualifizierungsmaßnahme zu wählen. Bei beiden Maßnahmen könnte ich mittels Kostenvergleichsrechnung und Nutzwertanalyse Anbieter vergleichen. Habe die Vermutung ein Blended Learning, welches nur Fachwissen vermitteln soll ist aufgrund des Patenmodells obsolet, ein Vergleich von Gesprächstrainingsanbietern sprengt evtl. auch weniger den Rahmen 20 Seiten Arbeit.

    Wie ist deine Einschätzung hierzu?


    Danke schon mal und viele Grüße

    Eduard

  • Hallo Eduard,


    "Möchte die IHK hierzu auch ausgearbeitete Bögen im Anhang sehen? "

    ja, die würde ich als Prüfer gerne sehen. Sonst hängt das ja im luftleeren Raum.


    "ein Vergleich von Gesprächstrainingsanbietern sprengt evtl. auch weniger den Rahmen 20 Seiten Arbeit"

    Ich stimme Dir zu. 20 Seiten sind echt ein Witz. Da fehlt es dann entweder in der Breite oder in der Tiefe. Zum normalen Umfang einer PA fehlen 50 %.


    LG

    -Tim

  • Danke Tim,

    ich werde denke ich eine Kostenvergleichsrechung + Nutzwertanalyse für Anbieter von Gesprächstrainings in meinen Lösungsansatz rein nehmen. Je nachdem wie viel Platz neben den anderen Maßnahmen noch übrig bleibt.


    Die Beurteilungsbögen werde ich zusätzlich erstellen und in die Anlage packen. Eine kleine Frage noch: um meinem Problemstellung (schlechte Qualifizierung) auszudrücken sind Quantitative Messungen wie Kennzahlenauswertung für die Berater leider unbrauchbar. Würdest du, um meinen Standpunkt zu untermauern, hier eine Umfrage mittels Fragebögen (kommt auch in die Anlage) starten und die Auswertung dieser nutzen um die Ist-Situation zu belegen? Ist im Betrieb natürlich ein heißes Thema, jedoch werde ich da gut unterstützt und die Durchführung sollte kein Problem sein.


    Danke und einen schönen Sonntag dir :)