Karriere Dilemma /Wiedereinstieg

  • Hallo Freunde,

    Kurz zu meiner Vita:

    Ich werde 25 Jahre im November. Nach meinem Abitur im Jahr 2015 habe ich von 09/2016 bis 02/2019 meine Ausbildung zum SteuerFA absolviert. StBk-Abschluss 2,2, Berufsschule 2,0. Meine Ausbildungskanzlei war eher klein (Chef, 2 Vollzeit, 3 Teilzeit plus Empfang). Theoretisch habe ich mich gut ausgebildet gefühlt, aber praktisch habe ich mir mehr Arbeit sowie einen direkten Ansprechpartner gewünscht. Letztendlich habe ich mich etwas unsicher am Ende meiner Ausbildung gefühlt, auch wenn mich mein Chef übernehmen wollte, habe ich dankend abgelehnt und bin leider in den Familienbetrieb (gastro) eingestiegen. Seitdem arbeite ich in der Gastro und habe leider keine steuerrelevanten Arbeiten verrichtet. Im Juli 21 habe ich dann doch den Mut zusammengefasst, und mich an einer Hochschule für Steuerrecht berufsbegleitend eingeschrieben. Dieses Studium läuft seit September 2021,ich habe aber noch keinen passenden Arbeitgeber. Ich hatte diese Woche 3 Gespräche (alle liefen gut). Nächste Woche nochmal 2. Es handelt sich zum einen um Steuerkanzleien und zum anderen um verschiedene Industrieunternehmen. Bei den Unternehmen geht es um die Position Junior Accountant. Ich bin nun sehr verunsichert, weil mein Gespräch bei einem Unternehmen sehr gut lief, aber was habe ich denn für Chancen in Zukunft? Dort werde ich vorerst in der Debitorenbuchhaltung arbeiten. Was kann ich danach machen? Das Unternehmen ist riesig. Potential ist da. Würde nach 3 jähriger Praxis in dem Unternehmen in der Debitorenbuchhaltung der BiBu Sinn machen? Denn dann würde ich das Studdum ja nicht brauchen. Auf der anderen Seite reizt mich auch eine Steuerkanzlei. Das wäre vor allem für das jetzige Studium ideal.

    Im Prinzip ist mir ein guter Einstieg ganz wichtig. Ich möchte unbedingt praktische Erfahrungen in der Buchhaltung sammeln, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit haben mich weiterzuentwickeln. Beim Unternehmen habe ich aber die Sorge, dass ich dort auf ewig in der Debitorenbuchhaltung bleibe. Bei der Kanzlei mache ich mir Sorgen, dass mein Wissen zu schlecht ist, aufgrund meiner "durchschnittlichen" Ausbildung + Auszeit von fast 3 Jahren.

    Was denkt ihr darüber, wenn ich in der Debitorenbuchhaltung anfange, und nach 3 Jahren den BiBu mache. Recht das um nach Abschluss eine Stelle als BiBu anzunehmen?

    Wie sind denn die Verdienstmöglichkeiten eines Bibus in München herum? Was kann man als reiner Debitorenbuchhalter in München Umgebung verdienen? Eure Meinung würde mich sehr interessieren.


    Danke für die Leute, die sich das hier durchgelesen haben.


    Gtuß

  • Hallo Thomas,


    ich würde erstmal abwarten wie das Studium läuft. Du hast derzeit einen Job und kannst somit Studium und Arbeit verbinden.
    um Praxiserfahrung zu sammeln kannst du aber doch die Stelle dort annehmen. Was hast du zu verlieren? Ich bilde unter anderem Steuerfachleute aus und sehe das nicht als sinnlos wenn du dort deinen Einstieg findest, es,ist mehr als eine solide Grundlage. Du bist jung und kannst dann mit erfolgreichem Studium ( vermutlich ca 5 Jahre) dich in jedem Bereich bewerben.
    An deiner Stelle würde ich erstmal ein 5Jahresplan machen und dann nachjustieren.

    Nimm die Chance des Studiums an denn als Alter Mann zu studieren ist kein Ponyhof ( ich spreche aus Erfahrung ).
    wie die Arbeitsmarktlage in München ist kann ich als NRWler nicht einschätzen


    Gruß Michael