Hi mati,
der Betriebswirt der VWA ist auf der Niveaustufe DQR 6 wie auch der geprüfte Wirtschaftsfachwirt. Ich kenne aus dem eigenen Betrieb viele Absolventen des Betriebswirts VWA und als Dozent bei der IHK viele Fachwirte. Mit beiden Abschlüssen machst du nichts falsch. Die Anerkennung richtet sich (meiner Erfahrung nach) immer nach der Person mit der du sprichst. Je nachdem ob die Person positive oder negative Erfahrungen mit den Abschlüssen gemacht hat, wird sich auch die Anerkennung entsprechend ausrichten. Die wesentlichsten unterschiede zwischen den beiden Varianten sind für mich:
- der Begriff Betriebswirt ist in der Gesellschaft eher geläufig (Pro für VWA)
- der VWA Betriebswirt ermöglich eine gute Durchgängigkeit wenn man den Bachelor schnell dran hängen will (Pro für VWA)
- der Betriebswirt VWA ist ein "Zertifikat" und kein staatlich anerkannter Abschluss (Contra VWA)
- es gibt scheinbar große Niveau-Unterschiede bei den jeweiligen VWAs, was auch logisch ist, da ja die VWA immer an einer Hochschule angegliedert ist und die Hochschulen haben ja auch unterschiedliche Rankings (Contra VWA).
Für den Wirtschaftsfachwirt spricht hingegen, dass es
- ein anerkannter und geschützter Abschluss ist und
- es durch die bundeseinheitliche Prüfung keine Niveauunterschiede gibt. Egal wo und wie du in Deutschland diesen Abschluss erwirbst.
Dagegen spricht, dass der Abschluss noch nicht so geläufig ist wie ein "Betriebswirt" und daher der Abschluss trotz formaler Gleichwertigkeit stellenweise (aus Unkenntnis) nicht als gleichwertig betrachtet wird.
Mittlerweile kann man auch mit dem Fachwirt an zahlreichen Hochschulen ein Studium aufnehmen und viele Module anrechnen lassen. Dadurch verkürzt sich die Studiendauer. Oder man macht einfach den gepr. Betriebswirt bei der IHK. Der ist dann dem DQR7 zugeordnet und schimpft sich mittlerweile sogar offiziell Master Professional of Business Management CCI.
Wie du siehst, beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Beide Varianten sind besser, als nach der Erstausbildung nichts weiter zu lernen. Es liegt an dir, welche der beiden Studiengänge mehr deinen Vorstellungen hinsichtlich Inhalt, Zeit, Geld und Lernorganisation entspricht.