Beiträge von Timeburner

    Du willst ne Einkaufsliste? Ok.


    Im DIHK Shop gibt es eine Formelsammung die identisch mit der während der Prüfung herausgegeben wird ist. (Dort gibt es auch alte Prüfungen und den Rahmenplan)


    Gesetzbücher gibt es mehrere. Für den Betriebswirt bietet sich an z.B. IAS/IFRS Texte aus dem NWB Verlag, + "wichtige Steuergesetze" + "wichtige Wirtschaftsgesetze"... um das "mobile Bücherregal" auf nur 3 Bücher über 1000 Seiten zu beschränken.


    Zum sonstigen Kram:

    Taschenrechner ein gebrauchter Casio FS-MS 85 oder was vergleichbares (wenn noch nen alten aus der Schulzeit hast, kauf ne neue Knopfzelle dafür), besser wegen dem "altmodischen Display" und 1000er Trennzeichen für lange Zahlen, und als Kugelschreiber würde ich die Schneider Loox empfehlen, oder halt 2-3 von nem Modell mit dem du lange ermüdungsfrei schreiben kannst.

    Ein transparentes 20cm Lineal, und wenn man Zeichnen muss nen Druckbleistift, z.B. Faber-Castell 1345 (Strichstärke M, Taschenfest) - und ein Textmarker der auf hellblauem IHK-Papier funktioniert, neogrün/rot.



    Zitat

    Reicht also so ein oberflächliches Wissen für die Prüfung aus?


    Wie oberflächlich genau die Bücher sind weiß ich nicht, aber bei den Fachwirten geht es konzeptionell von der Prüfung her natürlich mehr in die Breite anstatt in die Tiefe. Versuch dir mal eine Originalprüfung zu organisieren und ließ dir die Lösungshinweise durch. Diese "Hinweise" sind aber keine Musterlösung und in den Aufgaben geht es dann um das verstehen und anwenden, d.h. du sollst dann mit dem was du "oberflächlich" weißt einen Lösungsvorschlag erarbeiten, eine Aufgabe die mit vielen Punkten versehen ist dann natürlich ausführlicher als eine "Lernfrage" mit 2 oder 4 Punkten wo man einfach nur etwas benennen und auflisten soll, der Stil der Aufgaben die "Prüfungslyrik" und die Durchführung der Prüfung ist selbst ein Thema mit dem man sich befassen solltest, wenn du ungefähr weißt was von dir erwartet wird, weiß man auch ungefähr was und wie man lernen muss.


    Zitat

    Wie ergibt sich die im Vergleich mit dem Selbststudium so lange Unterrichtszeit?

    Die Unterrichtszeit ist auch im Rahmenplan als Konzeption und Stundenempfehlung angegeben.

    620 Unterrichtsstunden. - Eckert Schulen bietet aber z.B. einen Teilzeitkurs mit Präsenz dafür mit ca 430 Stunden an. Die Mehrzahl ist ungefähr bei 500 Stunden


    Zitat

    Dauert das so lange, weil so langsam vorgegangen wird und so viel wiederholt wird, dass auch wirklich jeder mitkommt?

    "Alles schläft, und einer spricht, das ganze nennt man Unterricht. "

    Im Grunde genommen, ja. Im Prinzip wird tendenziell nochmal der "Kaufmann für Büromanagement" (Vielleicht aktuelles Buch aus der Ausbildung dazu organisieren? 978-3-8045-3503-9 ? ) wiederholt werden, also das Grundwissen nach oben, danach kommt der neue Stoff, ein Fokus liegt hier wohl auf Projektmanagement; danach Zeit für Fragen, Erklärungen, Übungszeiten usw. man bezahlt den Unterricht ja damit man es mitbekommt und alles erklärt bekommt.


    "Nur" 67 Stunden Netto für den ganzen Fachwirt scheinen mir aber, auch wenn man im Selbststudium effizienter lernt doch etwas unrealistisch wenn ich von den anderen Fachwirten zum Vergleich ausgehe. Die Kurse finden gestreckt in Zeiträumen bis zu 2 Jahren statt.

    Ich habe den Rahmenplan nicht vorliegen und weiß nicht wie weit man z.B. bei der Kostenrechnung ins Detail geht, auch kommt es sicher auf dein Vorwissen an.
    Aber tendenziell würde ich sagen das man etwas was in einem komprimierten Präsenzkurs mit 430 Stunden erledigt werden kann, sich doch in 2/3 der Zeit alleine erarbeiten. Da sind wir aber bei 2 Stunden jeden Tag lernen doch bei wenigstens 5 Monaten Vorbereitungszeit.



    Zitat

    Auch hätte ich - ich finde zu Recht - erwartet, dass die Bücher nach dem Rahmenplan gegliedert sind und dass alle Stichwörter aus dem Rahmenplan im Stichwortverzeichnis der Bücher zu finden sind.

    Ja, das ist tatsächlich Schade wenn die wenig brauchbar sind. Evtl. fährst du mit Materialien für den Wirtschaftsfachwirt und Betriebswirt besser. Zumindest für die Themen Personal, etc. wird es da hohe Übereinstimmungen geben.

    Gratuliere! Das ist ja ziemlich erfreulich gelaufen.



    Der "Industriekaufmann" nur zum Vergleich, von wegen KMU Handwerk/Industrie, und kaufm. Angestellter mit vglw hochwertiger Ausbildung.

    Ich selbst habe ein Sicherheitsunternehmen, Kunden hauptsächlich in Industrie und Logistik.

    Zitat

    frage ich dich ob du das fair findest?


    Nun was ist schon fair?
    Das wird immer subjektiv gesehen, wenn du siehst das andere Leute "unter" dir welche aus deiner subjektiven Sicht weniger wichtige Leistungen für das Unternehmen erbringen gleichviel oder mehr verdienen als du, dann kann das schon für Frustration sorgen, verständlich. Andererseits vergleichst du dich hier auch mit ganz anderen Positionen bei deinem AG.

    Ein Bandarbeiter bei nem Autokonzern bekommt auch mehr als ein kaufmännischer Angestellter.

    Mit "Fairness" "Anstand" "Angemessen" argumentiert jede Gewerkschaft, redet dann über Gehälter anderer Leute, Wachstumszahlen, oder den Lebensstil der Chefetage... feiern sich dann später wenn sie 5% Lohnerhöhung rausbekommen haben, für die der Arbeitgeber zumeist dann bei der "Reise nach Jerusalem" dann ein paar Stühle wegstellt.


    Zitat

    aber 2900 Euro bekommen ja teilweise schon Abteilungsleiter im Einzelhandel, was eher eine sehr schlecht bezahlte Branche darstellt.


    Ja, aber dann wieder auc nur "teilweise", ohne Firmenwagen, und dann sind die AG in der Branche die "größten und besten"...Natürlich kommt es immer auf Branche und Region an, KMU-Betrieb Handwerk/Industriedienstleitung im Münsterland (schon lang keine Spitzenregion mehr) ist jetzt eben auch nicht die Position "Projektleiter" in anderen Branchen wo ein Hochschulstudium vorrausgesetzt wird, womit sich Leute dann nach Zeitungslektüre wo gerne untopische Bruttolöhne angegeben werden vergleichen. -

    in der Realität sieht es ganz anders aus, der Großteil der Arbeitnehmer bis 35 in Deutschland ist aber nach wie vor atypisch und/oder prekär beschäftigt, und nur eine Minderheit kommt überhaupt über 2200€ Brutto.


    Nur mal um das ganze in Perspektive zu setzen.
    Unter Berücksichtigung des Firmenwagens, des Alters usw. ist das mindestens ein durchschnittliches bis zu einem "ordentlichen" Gehalt für nen Industriekaufmann mit ein paar Jahren Berufserfahrung. Mehr geht sicher, aber auch nicht generell "schlecht bezahlt" oder "unterbezahlt".

    Zitat

    Deine Aussage " was ich das Unternehmen koste" ist ja ganz nett, aber das ist mir egal. Den Arbeitgeber interessiert ja auch nicht was bei mir bei Netto steht.


    Richtig, einen Arbeitgeber interessiert (oder sollte es zumindest) der Wert den du dem Unternehmen bringst, dem Arbeitnehmer ist der aber in der Regel auch egal, sonst würden die sich bemühen diesen möglichst zu steigern.

    Deine Abzüge scheinen mir allerdings etwas überhöht, wahrscheinlich gibt es da auch noch ein bisschen Optimierungspotential das nicht ausgeschöpft ist.


    Zitat

    Ich habe eine Menge Verantwortung und habe im Laufe der Jahre stets die Projektziele in jeglicher Hinsicht erreicht.


    Ja, aber all diese Leistungen liegen in der Vergangenheit. Und wenn du das alles jahrelang so "billig" gemacht hast, und nebenbei noch "geheim" deine Fortbildung... Warum sollte dein AG nicht glauben dass das jemand anders nicht auch tun würde? Im bevölkerungsreichsten Bundesland? - "Chef, ich brauch jetzt sofort 1/3 mehr Gehalt oder ich gehe!!!"

    Natürlichste Reaktion wäre aber hier "Wir lassen uns von Ihnen doch nicht erpressen, dann gehen Sie eben! Reisende soll man nicht aufhalten."

    Wären 800€ mehr angemessen? Bei mehr sagt keiner nein, und wenn man nicht derjenige ist der es bezahlen muss kann man natürlich drüber reden, weil reden kostet nichts.

    Klar Pistolentaktik kann man machen, wenn du tatsächlich gebraucht wirst und man dich halten will wird man dir sicher auch etwas anbieten, aber wenn die eine wenig realistische Höhe haben weil die in deiner persönlichen Kalkulation rückwirkend mal erbrachte Leistungen jetzt für das Selbstwertgefühl ausgleichen müssen...Schwierig.


    Aber mittlerweile wirst du ja dazu etwas gehört haben, ich hoffe natürlich etwas Positives.:)








    Da der Fachwirt eine Fortbildung ist kannst du das als Werbungskosten absetzen, die Pauschale für Werbungskosten ohne Angaben liegen immernoch bei 1000€,


    also das ganze Jahr schön alles sammeln damit du [i]über[/] diese 1000€ kommst. Die Liste der Werbungskosten und was alles absetzbar ist, die ist ellenlang, dazu gehören z.B. die Fahrtkosten zu deiner Arbeit. Kontoführungsgebühren, aber auch Gebühren für z.B. ein Aktiendepot, weil wenn du Gewinne und Dividenden bekommst, ist das ja auch steuerpflichtiges Einkommen.

    Dein Computer und die Kosten für Windows (50%) oder MS-Office (100%) damit du mit dem Finanzamt kommunizieren und Bewerbungen schreiben kannst. Und natürlich Kursgebühren für deine berufliche Fortbildung, jegliche Fachliteratur, die Prüfungsgebühren der IHK, die Parkgebühr für das Parkhaus der IHK, wenn deine Prüfung in einer anderen Stadt wäre die Kosten für das Hotel... usw. usf.


    Abzugrenzen sind die Werbungskosten mit den Lebenserhaltungskosten, deine Wohnungsmiete und dein Bett sind nicht wirklich "Werbungskosten", ein Schreibtisch oder ein Arbeitszimmer das überwiegend oder anteilig für deine Arbeit genutzt wird (z.B. wenn du im Außendienst arbeitest und Unterlagen etc. zuhause fertig machen müsstest) hingegen schon.

    Frage stellt sich hier eher nach "Was gibt es überhaupt?"


    Also:

    9783658050412 - Geprüfter Betriebswirt (IHK) - Rechtliche Rahmenbedingungen der Unternehmensführung

    9783658139667 - Geprüfter Betriebswirt (IHK) - Bilanz- und Steuerpolitik


    Eine Gesamtübersicht

    978-3470631967 - Die Prüfung der Betriebswirte; Wolfgang Vry, Kiehl Verlag


    Vom "Lernstarter"-Verlag: Gab es auch ein Buch dazu, ist aber mittlerweile schon älter und vergriffen, der Verlag konzentriert sich jetzt auf Karteikarten, die aber von ziemlich guter Qualität sind.


    Skripte von Reinhard Fresow für die Prüfungsvorbereitung:

    https://fachwirteforum.de/fach…en-fuer/betriebswirte.php


    Als Alternative zu gebrauchten IHK Skripen gibt es hier wohl auch ein ganzes Lehrwerk:

    https://www.fachbuch-betriebswirt-ihk.de/#buecher Ist zwar nicht ganz billig, die Vorschauunterlagen machen aber einen ziemlich guten Eindruck.



    Alte Klausuren und Formelsammlung im IHK-Shop, Direkt, Rahmenplan auch (aber Achtung, gibt gerade eine Reform des Abschluss)

    Nicht spezifisch:

    Nachschlagewerk: 9783486763768 "Allgemeine Betriebswirtschaftslehre" von Hans Jung, inhaltlich nah am IHK Kosmos.


    Vertiefung Jura:
    Die Anfängerklausur im BGB - 978-3540712824 -Erklärung Grundprobleme BGB und Gutachtensti

    -

    Hans D. Schwind "Wirtschaftsrecht leicht gemacht".



    Hilfreich kann noch das Skript für den Rechnungswesenteil des WFW für den Fachwirt sein.

    9783943743142

    -


    Meine Wahl wären wohl:

    1. Der Rahmenplan; 2. gebrauchte Prüfungen

    2. Die "fachbuch-betriebswirt" Bücher +

    3. Wolfgang Vry;

    -Hans Jung Betriebswirtschaftslehre und Arbeitsbuch.


    So hat man den Stoff aus zwei Perspektiven dargestellt, + noch etwas das ein bisschen außerhalb des Rahmenplans gräbt.


    Schauen wie man zurecht kommt, evtl. ein bisschen Eingreifen in Sachen Rechungswesen oder Recht sind in der Regel die größten "Hürden" drin. Bammel hätte ich da aber wohl eher vor der Projektarbeit.  



    Zitat

    Gehalt ist Scheiße ----> Grundlohn 2900€ auf 154 Stunden + 25% Überstundenvergütung. Komme also Momentan nach Abzügen auf ca 1650€ Nettolohn.

    Rechne ich den Vorteil des Firmenwagens ein schlage ich mal 250 - 300€ drauf die ich sonst pro Monat an Kosten mit meinem Privatauto hatte.


    Per se ist nichts gut oder schlecht, wie wir drüber denken macht es dazu.


    Schau mal das Mediannettoeinkommen pro Haushalt in Deutschland an... für knapp 30 ist das eigentlich überhaupt nicht so schlecht. Mit nem Einstiegsgehalt als Bachelor oder sagen wir mal nem Assistenzarzt der sein Auto selber bezahlen muss hast du kaum nen Unterschied, und die machen nicht nur 154 Stunden...


    An Geld gewöhnt man sich natürlich schnell, besonders wenn man zur der Sorte gehört die ihren Konsum leicht nach oben anpasst.


    800€ Mehr Brutto? Wenn du fast bei 3 Riesen bist? Die meisten Arbeiter und Angestellten machen den Fehler dass sie den Wert ihrer persönlichen Arbeitsleistung maßlos überschätzen... Rechne mal was du das Unternehmen monatlich schon kostest...Also +Arbeitgeberzuschläge...und schau mal die Tarife der meisten Branchen an.

    und du willst ne Gehaltserhöhung von 27%? Wenn ich dein Chef wäre würdest du morgen von mir selbst wenn deine Leistung etc. etc. sonst immer alles tadellos war ein - natürlich diplomatisches - "Verpiss dich" hören...


    Nicht das du morgen aus allen Wolken fällst wenn du auf Granit beißt.

    Hallo, "scheinbar" wird der Betriebswirt HwO nicht so sehr nachgefragt, und für einen Wirtschaftsfachwirt IHK ist es soweit ich das von außen beurteilen kann sehr viel Wiederholung, da der Betriebswirt HwO auf die Handwerksmeister zielt, die in ihrer Meisterausbildung eher "nur" die kaufmännischen Inhalte die man bei einer normalen kaufmännischen Ausbildung mit auf den Weg bekommen.


    Aber wenn du den Wifa-nur mit "grad mal so" bestanden hast, dann ist der Betriebswirt Hwo denke ich jetzt eine gute Gelegenheit das ganze nochmal "richtig" an die Oberfläche zu holen. - Ich würde sagen der Betriebswirt Hwo ist der "technische Betriebswirt" der Handwerkskammern, der auch durchaus seine Eigenheiten hat. Für viele Branchen und Unternehmen gerade im KMU Bereich ist der Betriebswirt HwO imho auch eigentlich ein "passenderer" Abschluss als der Betriebswirt IHK der nach der auslaufenden Ordnung doch schon recht Nahe an den Bilanzbuchhalter gerückt ist und mit Themen wie Internationaler Rechnungslegung und "internationale Wirtschaftsbeziehungen" nicht unbedingt die Realität für das Groß der Betriebe in Deutschland darstellt.


    Wenn du es noch nicht gemacht haben solltest schau ruhig in den Thread hier herüber, da haben wir uns vor kurzem mit dem Abschluss befasst.

    Grundlagen schaffen für Betriebswirt (HwO)