Den Fachwirt für Einkauf gab es damals noch nicht, deshalb haben Sie den Wirtschaftsfachwirt gemacht.
Davor gab es den Fachkaufmann für Einkauf & Logistik .... und für den gab es Fachbücher seit 2009.
Ich habe ein wenig recherchiert aber es ist gar nicht so einfach einen nicht-konsekutiven Master zu machen (nur dieser Weg wäre für mich sinnvoll). Aber ich müsste enorm viele Leistungen vorweisen, die ich aber nicht habe. Somit fällt dieser Weg für mich leider flach. Eine Ausbildung wird beim Studium, so weit ich weiß, nicht angerechnet.
Auf jeden Fall kann man zusammenfassen, das ich selten einen so ungewöhnlichen beruflichen Werdegang gesehen habe. Was ich aber öfter mal höre ist, dass nicht konsekutive Master für völlig BWL-fremde Studienrichtungen angeboten wird; warum denn dann nicht für einen Soziologen ? Was für Leistungen müsstest du den vorweisen ?
Da hast du völlig recht, ich sehe das auch so. Es ist ein schwieriger trade off (zumindest für mich): Einerseits möchte ich maximale Flexibilität für die Zukunft, andererseits möchte ich mir schon einen Schwerpunkt geben. Einfach auch deswegen weil es nicht anders geht. Ich muss auch gestehen dass es mir immer schon schwergefallen ist, mich beruflich festzulegen. Ich weiß dass das für jemanden in meinem Alter schon ein starkes Stück ist. Umso mehr freut es mich mit dem Einkauf einen Beruf gefunden zu haben, der mir gefällt.
Ich bin etwas älter als du, wobei es mir nicht schwer fällt, mich zu entscheiden; sofern dir der Einkauf liegt, warum dann nicht so weitermachen ? Hast du denn auch Aufstiegschancen im derzeitigen Unternehmen oder würdest du da bis zum Renteneintritt "Sachbearbeiter" bleiben ?
Ich bin nun für die Beschaffung der Materialien, für die Einhaltung der Liefertermine und Materialplanung zuständig.
Sofern du nicht für jede Schraube erst noch den Chef fragen musst, ist das ja schon eine verantwortungsvolle Aufgabe, so dass zu vermuten ist, dass du in dem Unternehmen schon Aufstiegschancen hast.
Dass mit dem Wirtschaftsfachwirt ein Generalist ausgebildet wird hat natürlich auch seine Vorteile.
Dies zumal du über deine Berufserfahrung ja bereits auf den Einkauf festgelegt bist; anderseits : würde dein Arbeitgeber die Aufstiegsfortbildung (egal ob das eine oder das andere) denn honorieren ? Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das von Außenstehenden schwer zu beantworten ist. Dies zumal du eben auch über deine Berufserfahrung ein Stück weit festgelegt bist.
Er will aber danach aber definitiv mit einem BWL Studium unterfüttern, da mit man am Markt breiter aufgestellt ist.
Werde dir erst mal über dein Ziel bewusst.
Willst du die nächsten 30 Jahre im Einkauf oder einkaufsnahen Umfeld bleiben?
Wie groß ist die Gefahr, das du ohne was zu tun in deiner jetzigen Tätigkeit ersetzt wirst?
Wie sicher fühlst du dich im Einkauf mit deinem bisherigen Werdegang?
Willst du Karriere im Einkauf machen oder reicht deine Tätigkeit. Inhaltlich und Monetär aus?
Welchen Werdegang haben Führungskräfte in deinem Bereich?
Würden dich andere Unternehmen mit deiner gemachten Einkaufserfahrung bei Bewerbungen berücksichtigen?
Mit einem Master in Soziologie hatte der Fragesteller mit ziemlicher Sicherheit nicht im Sinn, irgendwann einmal Einkäufer zu werden. Insofern ist eine entsprechende Planung sicherlich vorteilhaft; man sollte aber nicht verkennen, dass es manchmal ganz anders kommt, als man denkt.
Es gibt spezielle Kontaktstudiengänge für Logistiker, die einige von meinen Kollegen jetzt für ein Jahr machen, ob das Zertifikat was bringt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
Ein Kollege macht jetzt dies hier Supply Chain Manager , ob dies hilft ist offen.
Er will aber danach aber definitiv mit einem BWL Studium unterfüttern, da mit man am Markt breiter aufgestellt ist.
Wie schon gesagt; mir wäre zuerst ein nicht-konsekutiver Studiengang eingefallen, weil die notwendigen akademischen Grundvoraussetzungen bereits vorliegen; solche Studiengänge dauern meist 4 Semester; also etwas länger als der Wirtschaftsfachwirt. Aber das hängt von den Lebensvoraussetzungen ab und was man vom jeweiligen Abschluss erwartet; möglicherweise reicht der Fachwirt für Einkauf bzw. der Wirtschaftsfachwirt aus, um die Karriere anzuschieben; möglicherweise eben auch nicht.
Dies zumal es ja offensichtlich Probleme mit der Zulassungsvoraussetzungen zu geben scheint (im Bezug auf einen weiteren Master).
LG
Garfielf