Beiträge von Loreley

    Ich koordiniere die Weiterbildung bei uns. Meiner Erfahrung nach würde ich davon abraten, verspätet einzusteigen. Die kompakte Lehrgangsdauer bedeutet zwangsläufig, dass es von Anfang an knackig zur Sache geht. Bei mir läuft in den ersten Lehrgangswochen immer das Telefon heiß, weil die Teilnehmer von dem Stoff total erschlagen sind und Panik bekommen. Man muss wirklich kontinuierlich was tun und dranbleiben und ein Jahr intensiv lernen. Und bevor hier wieder jemand schreibt, dass das alles total einfach war: Es gibt immer Menschen, denen es leichter fällt ;-)
    Ich denke, man kann sich selbst ganz gut einschätzen, wie diszipliniert und aufnahmefähig man ist.

    Hallo!
    Zitat aus der Prüfungsordnung: "Die Themenstellung muss sich auf den Handlungsbreich „Führen, Betreuen, Verwalten und Ausbilden im büro- und personalwirtschaftlichen Umfeld“, sowie auf einen weiteren Handlungsbereich (frei wählbar) beziehen."
    Im Prinzip kannst du jedes Thema wählen, dass diese Voraussetzungen erfüllt. Ich persönlich finde Themen aus dem Bereich Ausbildung immer sehr dankbar (kann man sich gut reinversetzen, hat jeder schon mal erlebt). Gut ist es aber auch, wenn du etwas wählst, womit du direkt arbeitest. Überleg dir eine Problemstellung und eine Lösung dafür und dann den Weg, wie du diese erreichst.

    Ich habe dazu einen Blogartikel geschrieben (Quelle):

    Die Situation üben
    Nichts hilft besser, als gut vorbereitet zu sein. Damit ist nicht nur die inhaltliche Seite gemeint, sondern auch die organisatorische. Sich auf vermeintliche Nebensächlichkeiten wie „Was mache ich in der mündlichen Prüfung mit meinen Händen?“ vorzubereiten vermittelt Sicherheit und ermöglicht den Fokus auf die wichtigen Dinge.

    Zuerst das lösen, was man weiß
    Was sich banal anhört, ist äußerst hilfreich: Gehe die Prüfungsaufgaben von Anfang bis Ende durch und schieb die Aufgaben, auf die du nicht spontan eine Antwort weißt erstmal ans Ende – so verschenkst du keine wertvollen Punkte, weil am Ende die Zeit nicht reicht. Gleiches gilt auch für mündliche Prüfungen. Es ist durchaus legitim zu sagen, dass man mit der gerade gestellten Frage nicht so richtig viel anfangen kann – oft schwenken die Prüfer dann noch einmal in eine andre Richtung und man bekommt eine neue Chance.

    Rechtzeitig lernen
    Am Morgen der Prüfung noch zu lernen, ist nicht so hilfreich wie es scheint. Der Kopf arbeitet besser, wenn er entspannt und frei in die Prüfung geht. In diesem Zusammenhang gibt es noch einige wichtige gesundheitliche Tipps, die euch Kraft geben:

    Ausreichend schlafen
    Siehe oben. Der Kopf muss ausgeruht sein, um Leistung erbringen zu können. Allerdings ist es nicht ausreichend wissenschaftlich belegt, dass sich das Wissen vermehrt, wenn man auf seinen Büchern schläft ;-)

    Das Gehirn mit Ernährung unterstützen
    Während der Prüfung empfiehlt es sich, Nüsse zu knabbern. Sie enthalten Tryptophan, was die Gehirnleistung anregt, Vitamin B1 hilft gegen Nervosität und Vitamin B3 macht ausgeglichen. Zudem liefern sie Energie, sind also ein Rundum-Kraftpaket. Dazu sollte man ausreichend Wasser trinken, auch das unterstützt die Hirnleistung.

    Ängste notieren
    Ein Tipp, wenn es mit der Angst wirklich akut wird: Schreib sie raus aus dem Kopf! Indem du deine Ängste zu Papier bringst, entlastest du deinen Kopf und die Ängste werden harmloser.

    Entspannen
    Fahr rechtzeitig los zur Prüfung, damit du nicht noch zusätzlich gestresst wirst. Mach vor der Prüfung noch ein paar Atemübungen: Mehrmals tief ein- und ausatmen, am besten an der frischen Luft.

    Bewegung
    Der letzte Tipp lautet: Bewegung. Wenn die Angst einsetzt, geh ein paar Schritte. Bei Angst schüttet der Körper Adrenalin aus, was uns in einen Alarm- und Fluchtmodus versetzt. Bewegung entstresst den Körper. Bei fehlender Möglichkeit, ein paar Schritte zu gehen, reicht es auch, z.B. mit den Füßen zu wippen. Am besten hilft abwechselndes An- und Entspannen der Muskeln.

    Überleg Dir, wie gut du autodidaktisch veranlagt bist. Eine Alternative zu reinen Fernlehrgängen (d. h., du bekommst den Stoff ausschließlich schriftlich) sind Online-Lehrgänge. Die sind im Grunde wie Präsenzlehrgänge, du musst aber nicht in eine "Schule" fahren, sondern kannst von zu Hause / bei der Arbeit / aus dem Hotel teilnehmen. Du bist also auch flexibel, hast aber trotzdem jemandem, der dir den Stoff "erklärt".

    Hallo ErDe,


    um den Betriebswirt IHK zu machen, hast du als Zulassungsvoraussetzung eh einen Fachwirt. Bei uns machen die meisten Industriekaufleute den Wirtschaftsfachwirt. Der ist breiter und nicht so sehr auf Industrieunternehmen fokussiert. Auf Führungsaufgaben bereiten beide vor.
    Für den Technischen Betriebswirt musst du aus dem technischen Bereich kommen und auch dort bereits ein Fachwirt, wahlweise auch ein Techniker oder Meister sein. Die Weiterbildung ist eher für Personen aus diesem Berufsfeld gedacht.

    Ich kann mich Reinhard nur anschließen, bei uns füllen sich die Kurse auch immer recht kurzfristig. Generell geht der Trend aber nicht zum Selbststudium, sondern zum Online-Unterricht. Abends zu Hause vor dem PC sitzen ist offensichtlich reizvoller und praktikabler, als nach der Arbeit noch in irgendeine Schule zu fahren.

    Hallo Barbarella,


    meiner Erfahrung nach ist es schwierig, aus einem anderen Fachbereich ins Personalwesen zu kommen (über andere Meinungen freue ich mich). Wenn es überhaupt klappt, dann über ein Studium. Der Betriebswirt beinhaltet im Grunde die gleichen Themen wie der Wirtschaftsfachwirt, nur noch tiefer, insbesondere im Bereich Management. Seminare machen nur Sinn, wenn du eine Stelle bekommst und merkst, dass dir noch Wissen fehlt. Ansonsten sind Zertifikate nur Wandschmuck.
    Studiengänge für den Personalbereich:
    (Wirtschafts-)Psychologie
    Wirtschaftspädagogik
    Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Personal
    BWL mit Schwerpunkt Personal
    An der Fernuni Hagen z. B. kannst du Wirtschaftswissenschaften zu ganz normalen Semesterbeiträgen studieren, ohne zusätzliche Lehrgangskosten.

    Besonders der Themenbereich der Projekte ist für uns wichtig. Würdet ihr sagen man lernt von Anfang bis Ende ein Projekt zu planen , umzusetzen, reflektieren und abzuschließen? Inklusive Personalplanung?

    Ja. Das sind zwei Schwerpunkte der Weiterbildung.
    Die Inhalte im Detail:

    • Koordinieren von Entscheidungsprozessen

      • Bewertung von Informationen und Entscheidungsprozesse
      • Optimierung von betrieblichen Prozessen
      • Durchführung von betrieblichen Projekten unter Berücksichtigung des Projektmanagements
      • Anwendung von Methoden des Zeit- und Selbstmanagements zur Optimierung der Büro- und Arbeitsorganisation


    • Gestalten und Pflegen von Kundenbeziehungen in betrieblichen Leistungsprozessen

      • Organisieren und Dokumentieren von kundenorientierten Projekten
      • Zielgruppen- und Marktanalysen unterstützen
      • Planen und Koordinieren von zielgruppen- und produktbezogenen Werbemitteln
      • Veranstaltungen planen, gestalten und durchführen
      • Kundenkontakte und -kommunikation unter Berücksichtigung des betrieblichen Beschwerdemanagements und von Verhaltensregeln gestalten



    • Führen, Betreuen, Verwalten und Ausbilden im büro- und personalwirtschaftlichen Umfeld

      • Prozesse aus der Personalplanung begleiten, bei der Personalbeschaffung mitwirken und Personalbetreuung
      • Ausbildung planen, organisieren, durchführen und kontrollieren
      • Konflikte erkennen und analysieren, daraus Konfliktbewältigungsstrategien ableiten und umsetzen
      • Moderation von Projektgruppen vorbereiten und unter Einsatz von Kommunikations- und Präsentationstechniken durchführen



    • Steuern von Geschäftsprozessen im bürowirtschaftlichen Umfeld

      • Aufbereiten von Kennzahlen zur Unterstützung der Steuerung betrieblicher Entscheidungsprozesse
      • Koordinieren von Aufgaben des Einkaufs und der Beschaffung
      • Beurteilen von Datenbanksystemen und anderen bürowirtschaftlichen Anwendungen für den zielorientierten Einsatz
      • im Rahmen des Wissensmanagements Erfahrungen und Informationen sichern sowie einen Austausch ermöglichen