Beiträge von Streben

    Da liegt das Problem mit Prüfungen, es ist theoretisch und es fehlt der Bezug zum Alltag im Fachbereich.

    Der Anspruch ist ja wohl Wissen und KnowHow zu vermitteln und nicht irgendwelchen Nonsens abzufragen.

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.


    Vielleicht habe ich das auch nicht ausführlich und eindeutig beschrieben. Ich lerne schon mit Unterrichtsmaterial IHK-Skripten und dem Kiehl Fachbuch. Ich versuche halt nicht alles im Kopf zu behalten, sondern mich auf die Prüfugsthemen zu fokussieren. Und das kann ich nicht, wenn ich nicht weiß wo die IHK Schwerpunkte setzt.


    LG Streben

    weil man so mit einem geringen Aufwand einen kaufmännischen Titel erwerben kann und in der Breite besser aufgestellt sein könnte. Auserdem ist nach Aussagen einiger Dotzenten die Abbruch- und Durchfallrate beim TBW sehr hoch.


    Also ich persönlich halte das für Schwachsinn. Der TFW und der TBW sind sich sehr ähnlich. Ich lerne teilweise mit TBW Unterlagen. Die gehen etwas tiefer ins Detail und es gibt Aufgaben die ein TFW nicht lösen muss, aber die Unterschiede sind doch nicht so groß und heftig wie ich vermutet hatte. Hätte ich gedurft, hätte ich gleich den TBW gemacht.


    PS: Die Durchfallquoten sind auch beim TFW sehr hoch.

    Warum einen gleichwertigen Abschluss?
    Ich würde sagen: Mach den Technischen Betriebswirt.


    LG Streben

    Wieso soll man von hinten anfangen?


    Man sollte vorher schauen, was überhaupt Lerninhalt ist.


    Mit den Prüfungen anzufangen und danach den Lehrstoff zu nehmen, widerspricht eigentlich jedem nachhaltigen Lernkonzept. ;-)

    In dem Fall muss ich ergänzen, dass ich bei Präsenz-Seminaren war, bevor ich ein eigenes Konzept genutzt habe.


    Zur Frage "wieso von hinten anfangen?"


    Kurz und knapp: Ich hatte erst Zeit verschwendet und dann zu wenig Zeit um Alles zu lernen. Außerdem hatte ich keine Ahnung wie die Prüfungen aufgebaut sind.

    Ich sollte an dieser Stelle meine Gedanken dazu näher erklären.


    Bevor ich überhaupt mit Lehrstoff anfange, ist es mir wichtig zu wissen wie die IHK Fragen stellt, welche Themenschwerpunkte IMMER abgefragt werden und wie viel Zeit ich in Prüfungsteilen für einzelne Aufgaben habe. Mein Ziel ist es, mit so wenig "Bolemielernen" wie möglich die Prüfung zu bestehen. Anders gesagt: Ich vermeide unnötige Arbeit.

    Das hat Vorteile beim Lernen.


    1. Ich muss nicht lernen, was nicht abgefragt wird.

    2. Ich muss mich beim Lernen nicht fragen, ob ich das überhaupt brauche.

    3. Enormer Zeitvorteil ggü. allen Anderen

    4. Meine Handlungskompetenz steigt durch fokussiertes Anwenden der wichtigsten Werkzeuge/Rechnungen/etc.

    5. Ich nehme den Trend der IHK gleich mit (z.B. 2 Aufgaben zur Kalkulation im Rechnungswesen)

    6. Es bleibt mir mehr Zeit für Übungsaufgaben (ergänzend zu 4.)


    Es gibt natürlich auch einige Nachteile, aber für mich überwiegen gerade was den Zeitaufwand angeht die Vorteile.


    Zur Aussage: Kein nachhaltiges Lernkonzept


    Ich bin kein Freund von Didaktik und dem Bildungssystem. Es gibt viel effektivere Methoden, als im Klassen- oder Seminarraum vorne zu stehen und das Thema 1x zu erklären und dann 1x eine Aufgabe dazu zu machen. Das Tun und damit der Transfer auf alle anderen Wissensvorräte im Kopf ist der Schlüssel zum nachhaltigen Lernen.


    Ich hoffe ich habe nicht zuviel geschrieben, aber das musste mal raus. Standardlösungen sind zwar für den DURCHSCHNITT okay, aber ich bin nicht der Durchschnitt.


    PS: Wen das Thema effektives und nachhaltiges Lernen brennend interessiert, dem empfehle ich das Buch: Ultralearning von Scott H. Young

    Ich arbeite in 3-Schicht und habe Ende 2017 mit der Fortbildung zum Technischen Fachwirt begonnen.
    Ich gebe dir jetzt mal das größte Learning von mir persönlich weiter:


    10% deiner Lernzeit sollte Analyse und Planung sein!


    Warum?
    Nur so kannst du herausfinden welche Themen in der Prüfung wirklich relevant sind.
    Wir haben in der letzten Prüfung z.B. 4 Überbegriffe:


    8.Marketing und Vertrieb

    9.Produktionsplanung, -steuerung und -kontrolle

    10. Arbeits-, Umweltschutz und Qualitätsmanagement

    11. Führung und Zusammenarbeit


    Nach gründlicher Vorbereitung weis ich nun:

    Wichtigster Punkt 8.3 Beschaffungslogistik

    Zweitwichtigster Punkt 11.x Ausbildung usw.


    Ich habe auch die genauen Anteile in Prozent ausgerechnet. Das stelle ich natürlich nicht einfach so hier rein. Das sprengt 1. den Rahmen und 2. war das viel Arbeit und ich gebe das nicht ohne Gegenwert weiter.


    Nachdem ich nun weis, wo sich Aufwand am meisten lohnt, habe ich mir einen Lernplan bis zur Prüfung erstellt. Es klappt 😁


    Liebe Grüße

    Streben

    PS: Kontrolle mit echten Prüfungen ist sehr wichtig!

    Ich würde es anders angehen. Nach meiner Erfahrung kann man die Schwerpunkte gut ausmachen wenn man die Letzten 10 Prüfungen zur Hand hat. Das ist finanziell auch zu stemmen.
    Dann den Rahmenplan zur Hand nehmen und die Aufgaben und Punkte alle aufschreiben. Da sieht man sofort Schwerpunkte. Zeitplan erstellen (Anteilig soviel wie Thema xyz auch in den Prüfungen hatte) und los gehts. Am Ende der „Theorie“ kannst du mit den Prüfungsfragen überprüfen ob alles in Ordnung ist.


    Hört sich vielleicht kompliziert an, ist aber für mich die effektivste Methode. So habe ich immer nach einem Thema einen Praxisteil.


    Kleiner Tipp: wenn man sich bei den Prüfungsfragen einen Timer stellt und die Punkte sowie benötigte Zeit schön aufschreibt, weis man nach allen Themen ob man die Prüfungen bestanden hätte.

    Unsere Ergebnisse werden zurückgehalten (obwohl bereits korrigiert), damit wir sie nicht früher als 2 Wochen vor dem Termin der Ergänzungsprüfung erhalten (offizielle Begründung).

    Also das ist absolut unüblich.

    Ich bin bei der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern


    Du kannst ja mal bei uns anrufen und Fragen ob das rechtlich ok ist. Ich glaube nicht, dass das ok ist.


    Vielen dank für die Glückwünsche