Beiträge von TK

    Hallo Wilhelm,

    ich finde, die einfachste Methode, solche Aufgaben zu lösen ist, sie sich vorzusprechen: Gesucht ist die Menge, die die Kosten deckt, und danach noch 25 % vom Umsatz übrig bleiben.

    Fangen wir an mit der Menge, die die Kosten deckt. Das ist die Gewinnschwellenmenge:


    80 x = 13.300 + 25 x

    Nun sollen 25 % vom Umsatz als Gewinn verbleiben. Das wären 25 % von 80 x , also 20 x.

    Eingesetzt steht dann da:

    80 x = (13.300 + 25 x) + 20 x

    80 x = 13.300 + 45 x

    35 x = 13.300

    x = 380

    Also stimmt eines Deiner beiden Ergebnisse bei c). :S

    LG

    -Tim

    Hallo Ciju,


    die Rentabilität kann man auf zwei Arten ausdrücken. Angenommen, Du rechnest mit kalk. Zinsen (Opportunitätskosten) von 8 % p. a..


    Würdest Du die kalk. Zinsen nicht addieren, kämen z. B. 12 % (angenommer Wert) Rentabilität heraus. Dann kämen, bei Addition der Zinsen in der Formel 20 % heraus.

    Beides ist korrekt, denn Du musst die Rentabilität interpretieren. 20 % wären die Rentabilität. Die 12 % wäre die Rentabilität, um die die betrachtete Investition über der Vergleichsinvestion liegt. Jenseits des Atlantiks nennt man den Wert daher auch "economic value added", kurz EVA. Die tatsächliche Rentabilität läge 12 Prozentpunkte höher als bei der Vergleichsinvestition.


    Zur Amortisation. Da muss ich etwas ausholen ... :S

    Hier sollte Dir erstmal klar sein, warum man die kalk. Abschreibungen addiert. Gewinn + kalk. Abschreibungen ist eine einfache Berechnung des Cashflows. Kalk. Abschreibungen sind bekanntlich Kosten, aber keine Auszahlungen.


    Kalkulatorische Kosten = rechnerische/in der KLR berücksichtigte Kosten

    Pagatorische Kosten = auszahlungswirksame Kosten

    Über die Preiskalkulation, also den Umsatz, holst Du Dir alle Kosten vom Kunden wieder.


    Materialkosten. Pagatorisch. Die bleiben nicht bei Dir, gehen an den Lieferanten.
    Personalkosten. Pagatorisch. Die bleiben nicht bei Dir, gehen an die Mitarbeiter.

    Kalk. Abschreibungen. Kalkulatorisch. Die bleiben bei Dir, fließen also nicht ab. Daher die Addition bei der Amortisation.


    Bei den kalk. Zinsen ist das genau so. Du holst Dir das Geld vom Kunden wieder, aber es fließt nicht ab. Also kann man bei der Amortisation auch die kalk. Zinsen addieren.


    Jetzt ist die Amortisationsdauer der zeitliche Break-even-Point. Kämen da beispielweise 4 Jahre raus, hättest Du die Investion innerhalb dieser Zeit zurückverdient. Addierst Du die kalk. Zinsen, geht das natürlich schneller, also z. B. innerhalb von 3,5 Jahren.


    Nun wieder zur interpretation: In 3,5 Jahren hättest Du die Investition zurückverdient, allerdings OHNE die Zinsen. Nach 4 Jahren hättest Du auch die Zinsen zurückverdient.

    Fazit: Um ein realistisches Bild zu bekommen, solltest Du die Abschreibungen addieren, die Zinsen nicht. So macht es auch die IHK in ihren Lösungsvorschlägen.

    LG

    -Tim

    Hallo Ciju,


    die Bank zieht das Disagio von der Kreditsumme ab. Daher suchst Du die Zahl, die abzüglich 3 % 1.994.000 € ergibt.


    Also 1.994.000/0,97 = 2.000.000 €


    Rundungsdifferenzen führen nicht zu einem Punktabzug. Du darfst mit der Formel rechnen oder den Annuitätenfaktor aus der Formelsammlung ablesen.


    LG

    -Tim

    Hallo lecturer,


    eine schöne Zusammenfassung dessen, was ich in den zurückliegenden 12 Jahren hier im Forum geschrieben habe. ^^ :thumbup:


    Ich unterrichte die verschiedensten Zielgruppen und muss sagen, dass die allermeisten sich wirklich Mühe geben. Wer schlechte Voraussetzungen mitbringt, sich aber Mühe gibt, erhält von mir volle Unterstützung. Leider wächst von Jahr zu Jahr die Gruppe derer, deren Einstellung und Verhaltensweisen Du anprangerst. Es sind aber immer noch die wenigsten, was eventuell daran liegt, dass ich in der "Schweiz Deutschlands" lebe.


    "Ja, wir haben Fachkräftemangel. Aber den beseitigen wir nicht, in dem wir das Niveau senken und uns dann gegenseitig tolle Titel verleihen."


    Dazu eine Anmerkung. In erster Linie senken die Hochschulen seit Jahren das Niveau. Der DIHK stemmt sich wacker gegen diesen Trend. Meine Meister und meine Geprüften Technischen Betriebswirte zum Beispiel haben sich ihren "Bachelor" und "Master" redlich verdient.

    LG

    -Tim

    Hallo Alfagirl,


    "Bin total traumatisiert von der Prüfung und hab dementsprechend Angst vor kommenden Mittwoch."


    Du machst einen Abschluss auf Bachelor-Niveau. Da ist es normal, wenn eine Prüfung mal nicht funktioniert. Neue Chance, neues Glück.

    Wenn Du gut vorbereitet bist, hast Du nichts zu befürchten. Trauma ... Schauma ... Zeig's denen einfach! Keine Zeit für Selbstmitleid! 8)

    Rewe ist reine Übungssache. RSt letztlich auch, aber wenn Du hier ca. 40 P erreichst, klappt das in der Ergänzungsprüfung.


    Zur Not gibt es im Herbst die dritte Chance.

    Viel Erfolg!
    -Tim

    Hallo Fridolin,


    eine Soll-Vorschrift lässt im Öffentlichen Recht nur einen beschränkten Ermessensspielraum zu. Bei einem Widerspruch müsste der Ausschuss darlegen, warum von der Vorschrift abgewichen wurde und dies plausibel begründen. Das kann er in diesem Fall nicht.

    Daher stimme ich Tiba zu.


    Zudem bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Ausschüsse diesen Passus ignorieren: "Das situationsbezogene Fachgespräch mit Präsentation nach Absatz 5 wird inhaltlich aufbauend auf die Aufgabenstellung nach § 5 durchgeführt [...]"


    Eine solche Vorgehensweise öffnet Widersprüchen Tür und Tor.

    LG

    -Tim