Beiträge von Timeburner

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    Der TFW ist ja eher für das produzierende Industrie, und der längere Weg für mich, da ich den BW direkt machen könnte.

    Der BW aber noch kaufmännisch/ Wirtschaftlich breiter.


    Wir müssen unterscheiden, von "welcher Schein" stellt dich "formal" höher, und "wo lerne ich mehr, was bringt mir mehr"?


    In deinem Fall die technischen Qualifikationen des technischen Fachwirt... Die anderen Teile werden viel wiederholung aus deiner Berufsausbildung sein und der "Fachkauffrau für Außenwirtschaft".


    Es hat aber niemand gesagt, dass du unbedingt den ganzen technischen Fachwirt durchziehen musst. Vergleiche mal die Rahmenpläne genau mit der Fachkauffrau, gute Chance die "wirtschaftsbezogenen Qualifkationen" dir anerkennen lassen zu können.


    Du könntest auch im Selbststudium nur für die technischen Qualifikationen lernen, und diese auch als Einzelprüfung ablegen denke ich. Und danach den breiten kaufmännischen Betriebswirt machen (der technische BW würde dir nichts wirklich neues bringen).


    Die IHK bieten auch Einzelseminare an welche für dich interessant sein könnten.


    z.B.

    https://wis.ihk.de/seminar-kur…hinenbau-ihk-krefeld.html


    Würde an deiner Stelle so machen:

    Technisches Wissen ist von Vorteil, also geht es darum dieses zu erwerben und nachzuweisen. Dafür gibt es viele Wege, nicht nur über die IHK.

    Es muss auch nicht zwingend ein "Abschluss" sein, wäre aber schön. Die technische Prüfung aus dem Fachwirt (oder den gleich ganz abschließen), und 1-2 Seminare würden denke ich schon für eine "Abgrenzung" reichen. Damit zeigst du dass du auch in dem Bereich etwas gemacht hast, und keiner sagen kann du hast "gar keine Ahnung". Anschließend dann der Betriebswirt IHK.


    Da du mit dem Fachkaufmann eigentlich eine Hochschulzulassung haben solltest, wäre auch ein (Fern/Teilzeitstudium) richtung "Technische BWL" eine Möglichkeit...Da gibts auch genug Anbieter...

    Zitat

    Gibt es (gute) Fachlektüre die ich mir unbedingt vorher besorgen sollte ?


    Der Rahmenplan für den Gesamtüberblick ist wichtig, der technische Fachwirt ist ingesamt der anspruchsvollste Fachwirt, für die wirtschaftsbezogenene Qualifikationen empfehle ich das Kompendium von Cornelsen.


    Vielleicht ein aktuelles Berufsschulbuch für deinen Beruf zur Wiederholung und/oder/bzw. ein Werk für den Industriemeister Metall (kann Kiehl sein) keine schlechte idee, der technische Fachwirt hat hier Bezüge, und dich selbst für den aktuellen IHK Kosmos zu "updaten" wird dir sicher etwas bringen.


    Verschaffe dir einen Überblick was du überhaupt lernen sollst, dann sieh was "ganz unbekannt" ist, und wo deine Schwächen liegen. Dann kannst du dort ansetzen. Viel Erfolg!

    Es kommt wohl auf die IHK an. Wenn du wirklich anfechten willt und ein Verwaltungsverfahren starten, lass das gleich alles den Anwalt regeln dann muss die IHK die Prüfung auch rausgeben.


    Ansonsten ist Einsicht schlimmstenfalls, man lässt dich ohne Stuhl irgendwo an nem Pult im Büro "reinsehen" und Fotos und Notizen oder sonstiges sind natürlich "streng verboten".



    Aber 47 Punkte zum zweiten mal ist "zu knapp" drunter, als das du den Prüfern hier Spielraum zum "bestehen" gegegeben hättest. Entweder war zuviel "Grundfalsch" oder du hast zuwenig geschrieben was bewertet werden könnte.


    Versuche dich in die Lage der Prüfer zu versetzen, Arbeite nochmal mit den "Alten Aufgaben", korrigiere dich mit den Musterlösungen, und geh nicht aus der Prüfung bevor nicht alle Fragen beantwortet, alle Blätter voll oder wenigstens die Prüfungszeit bis zur letzten Sekunde abgelaufen ist.


    Wenn du 47 Punkte erreicht hast, dann schaffst du beim nächsten mal den Rest auch!


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    Was glaubt ihr? Habe ich ohne BW eine Chance?


    Bei der Post? Wer weiß das schon? Aber ganz unabhänging davon, mach den Betriebswirt einfach zuende.

    Wenn es bei der Post nichts wird, es gibt große holzverarbeitende Betriebe, Händler für Holz und Baustoffe, Baufirmen und sonstiges im Immobilienbereich die mit einem Betriebswirt, der auch Schreinermeister ist und bei der Post im Prinzip im Logistikbereich Erfahrungen hat etwas anfangen könnten.

    Ganz aktuell ist Holz ein sehr gefragter und teurer Rohstoff. Kann mir nicht vorstellen, dass es da keine guten Möglichkeiten gerade gibt.

    Mit dem Logistikmeister ist man soweit ich mich errinere für den kaufmännischen Betriebswirt nicht zugelassen, aber für den technischen Betriebswirt.


    Die Rahmenpläne sind hier tlw. doch deutlich unterschiedlich und im kaufmännischen Betriebswirt werden Themen detailierter drankommen die beim Logistik und den anderen Industriemeistern noch nichtmal "angekratzt" wurden. - Der technische Betriebswirt ist hier wohl die besser geeignete Fortbildung.

    Wenn du die Zulassungsvoraussetzungen erfüllst, ja.

    Aber der ILS Betriebswirt wird sich nicht unbedingt mit dem Rahmenplan des IHK Betriebswirts decken.


    Akzeptanz? Eher fraglich, wenn du schon Geld dafür ausgibst mach einen Kammerbetriebswirt, einen staatlich geprüften oder den von der VWA Verwaltungsakademie.


    Das ILS bietet ansonsten auch Kurse für Fachwirt bei der IHk und Co an, wenn kein Abitur hast ist der Wirtschaftsfachwirt oder Handelsfachwirt eher etwas was dir anschauen solltest.



    IHK Prüfungen funktionieren anders und werden anders benotet als "Schulnoten", und ja es sind tatsächlich nur Tagesleistungen, das Abschneiden zwischen einer "2+" und einer "knappen 4" kann in einzelnen Fächern geradezu zufallbedingt sein.


    Und auch wenn jemand "gute Noten" hat, kann die Realleistung, und zumal was dann wirklich im Betrieb gemacht wird sehr unterschiedlich ausfallen. Weswegen diese Noten gar nicht so relevant sind, dass überhaupt eine Weiterbildung gemacht, und diese erfolgreich abgeschlossen wurde wiegt meiner Ansicht nach deutlich mehr.

    Wie schon geschrieben "Es kommt auf das Gesamtpaket an"...


    Zitat

    Woran willst du dann als Personaler die Eingangseignung feststellen


    Das ist das Problem das viele, gerade die größeren Unternehmen haben. Ein Personalwesen wo oft Leute mit wenig Menschenkenntnis und Erfahrung dann über technische und schematische Systeme versuchen aus Bewerberstapeln "Rosinen rauszupicken". An die Bewerber werden oft derartig unrealistische Erwartungen gestellt dass die meisten in Frage kommenden Leute um diese zu erfüllen ihren Biographie "frisieren" oder schlicht ihrem Gegenüber die Hucke volllügen müssen.

    Am Ende erfüllt die Personalabteilung vor lauter Selbstbeschäftigung und Voodoozauber ihre Grundfunktion der Personalbeschaffung nicht mehr und ist der Grund warum das Unternehmen für einige, gerade wichtige Stellen gar niemanden zum besetzen mehr findet.

    Aus den Abteilungen heraus versucht man die Personalabteilung dann möglichst zu umgehen, man engagiert Headhunter oder die Arbeit wird dann an weniger knickrige Dienstleister ausgelagert.